IWH-Industrieumfrage im September 2009: Geschäftsklima verharrt auf Tiefstand
Cornelia Lang
Wirtschaft im Wandel,
20 Jahre Deutsche Einheit - Teil 1 -
2009
Abstract
Das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe Ostdeutschlands hat sich nicht weiter abgekühlt. Das zeigen die Ergebnisse der IWH-Industrieumfrage vom September unter rund 300 Unternehmen. Der Saldo aus positiven und negativen Bewertungen der aktuellen Geschäftslage hat seit Jahresbeginn erstmals wieder den negativen Bereich verlassen, und die Geschäftsaussichten werden gegenüber Juli nahezu unverändert bewertet: Optimistische und pessimistische Erwartungen halten sich insgesamt weiterhin die Waage.
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Ostdeutsche Exportorientierung trotz Erschließung neuer Märkte immer noch gering
Götz Zeddies
Wirtschaft im Wandel,
20 Jahre Deutsche Einheit - Teil 1 -
2009
Abstract
Die Deutsche Einheit brachte für die Exportindustrie in den Neuen Bundesländern gravierende Anpassungsprozesse mit sich. So brach mit dem politischen Wandel in Osteuropa An-fang der 90er Jahre und der damit einhergehenden realwirtschaftlichen Transformation die Nachfrage der damaligen Hauptzielländer der ostdeutschen Ausfuhren zunächst schlag-artig ein. Zudem kam die D-Mark-Einführung in Ostdeutschland einer massiven Währungsaufwertung gleich, wodurch sich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der ostdeutschen Exportindustrie verschlechterte. Dennoch erschlossen die Exportgüterproduzenten rasch neue Märkte, insbesondere im westlichen Ausland, sodass sich der Außenhandel nach dem Auslaufen des Bau- und Investitionsbooms Mitte der 90er Jahre als Wachstumsmotor in den Neuen Ländern etablierte. Doch obwohl die Warenausfuhren der Neuen Bundesländer im Jahresdurchschnitt seither doppelt so stark zulegten wie die westdeutschen, ist die ostdeutsche Exportquote derzeit nur halb so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Auch im Vergleich zu den osteuropäischen Transformationsländern ist die außenwirtschaftliche Verflechtung Ostdeutschlands vergleichsweise gering. Eine empirische Analyse zeigt, dass dies im Wesentlichen auf die kleinteilige Unternehmensstruktur sowie die geringe Bedeutung des traditionell exportstarken Verarbeitenden Gewerbes in Ostdeutschland zurückzuführen ist. Zudem ist zu berücksichtigen, dass die ostdeutschen Produzenten durch umfangreiche Lieferungen insbesondere von Vorleistungsgütern in die Alten Bundesländer in erheblichem Umfang an den westdeutschen Ausfuhren beteiligt sind.
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Smuggling Illegal versus Legal Goods across the U.S.-Mexico Border: A Structural Equations Model Approach
A. Buehn, Stefan Eichler
Southern Economic Journal,
Vol. 76 (2),
2009
Abstract
We study the smuggling of illegal and legal goods across the U.S.-Mexico border from 1975 to 2004. Using a Multiple Indicators Multiple Causes (MIMIC) model we test the microeconomic determinants of both smuggling types and reveal their trends. We find that illegal goods smuggling decreased from $116 billion in 1984 to $27 billion in 2004 as a result of improved labor market conditions in Mexico and intensified U.S. border enforcement. Smuggling legal goods is motivated by tax and tariff evasion. While export misinvoicing fluctuated at low levels, import misinvoicing switched from underinvoicing to overinvoicing after Mexico's accession to the GATT and the North American Free Trade Agreement (NAFTA) induced lower tariffs.
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Konjunktur aktuell: Prognose-Update des IWH: Deutsche Konjunktur am Ende der Talfahrt – mit Ausnahme des Arbeitsmarktes
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 9,
2009
Abstract
Die scharfe Rezession der Weltwirtschaft scheint im Sommer zu ihrem Ende gekommen zu sein. Die Industrieproduktion nimmt in den meisten entwickelten Volkswirtschaften in der Tendenz wieder zu, ebenso der Welthandel. Schon im zweiten Quartal war die gesamtwirtschaftliche Produktion in den USA und in Großbritannien nur noch stark verlangsamt gesunken, im Euroraum stagnierte sie. In Japan haben Nachfrage und Produktion sogar deutlich zugelegt; das Land profitiert wie der gesamte ostasiatische Raum von der raschen Wiederbelebung der chinesischen Konjunktur. Dort haben die staatlich verordnete Kreditexpansion sowie die Infrastrukturprogramme schon seit dem Frühjahr die gesamtwirtschaftliche Aktivität stimulieren können.
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The Economic Optimality of Sanction Mechanisms in Interorganizational Ego Networks – A Game Theoretical Analysis –
Muhamed Kudic, Marc Banaszak
IWH Discussion Papers,
Nr. 15,
2009
Abstract
Even though small- and medium-sized firms (SMEs) were believed not to proceed beyond exporting in their internationalization routes, we can observe new types of co-operation intensive entrepreneurial firms – so-called “micromultinational enterprises” (mMNEs) – entering the global landscape. These firms face the challenge to manage and control a portfolio of national and international alliances simultaneously (ego network). The aim of this paper is to provide game theoretically consolidated conditions in order to analyze the effectiveness and efficiency of interorganizational sanction mechanisms in an alliance portfolio setting. A game theoretical framework is developed over three stages with increasing complexity. Results show that two out of six analyzed sanction mechanisms do not fulfill the game theoretical condition for effectiveness. The efficiency analysis sensibilizes for discretionary elements in governance structures and demonstrates that not one single sanction mechanism but rather the right choice and combination of different types of sanction mechanisms leads to efficient results. We contribute to the international business, alliance, and network literature in several ways by focusing on alliance portfolios held by mMNEs. In doing so, we move beyond the dyadic level and analyze sanction mechanisms from an ego network perspective, a still widely under-emphasized topic in the literature.
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Barriers to Internationalization: Firm-Level Evidence from Germany
Claudia M. Buch
IAW Discussion Paper No. 52,
2009
Abstract
Exporters and multinationals are larger and more productive than their domestic
counterparts. In addition to productivity, financial constraints and labor market
constraints might constitute barriers to entry into foreign markets. We present new
empirical evidence on the extensive and intensive margin of exports and FDI based on detailed micro-level data of German firms. Our paper has three main findings. First, in line with earlier literature, we find a positive impact of firm size and productivity on firms’ international activities. Second, small firms suffer more frequently from financial constraints than bigger firms, but financial conditions have no strong effect on internationalization. Third, labor market constraints constitute a more severe barrier to foreign activities than financial constraints. Being covered by collective bargaining particularly impedes international activities.
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Transmission of Nominal Exchange Rate Changes to Export Prices and Trade Flows and Implications for Exchange Rate Policy
Oliver Holtemöller, Mathias Hoffmann
Deutsche Bundesbank Discussion Paper 21/2009,
2009
Abstract
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Ostdeutsche Wirtschaft im Jahr 2009: Aufholen in der Weltfinanzkrise? – Rechnerisch scheinbar, in Wirklichkeit nicht!
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 8,
2009
Abstract
Die ostdeutsche Wirtschaft ist von der globalen Finanz- und Konjunkturkrise voll erfasst worden. Der weltweite Nachfrageeinbruch setzt vor allem dem bisherigen Wachstumsführer, dem Verarbeitenden Gewerbe, stark zu. Die Industrieunternehmen haben Produktion und Investitionen deutlich zurückgefahren. Die industrielle Wertschöpfung wird in diesem Jahr um etwa 15% sinken. Die Rezession greift seit Jahresbeginn auf den gesamten Unternehmenssektor über, wenngleich die Einbußen wegen der geringen Ausrichtung auf die Auslandsmärkte in der Breite moderater ausfallen als in Westdeutschland. Inzwischen hat auch die Beschäftigung reagiert. Allein der Rückstand in der Exportorientierung der Wirtschaft stand bislang einem stärkeren Produktionseinbruch als in Westdeutschland entgegen. Insgesamt wird die Produktion in diesem Jahr um 4,5% sinken und damit leicht unter den Stand im Jahr 2006 zurückfallen.
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Russland: Transformationsopfer oder Finanzkrisenopfer?
Marina Grusevaja
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 8,
2009
Abstract
Die Weltfinanzkrise hat Schwächen des russischen Wirtschaftssystems offenbart, die mit dem Weg der Transformation von der Plan- zur Marktwirtschaft in Zusammenhang stehen und nicht allein auf einen Verfall der Rohölpreise zurückzuführen sind. Die Engpässe bei der Kreditvergabe aufgrund der weltweit gesunkenen Liquidität treffen in Russland noch auf eine besonders hohe kurzfristige Direktverschuldung der Privatunternehmen im Ausland und auf eine einseitige wirtschaftspolitische Orientierung auf die Förderung der Rohstoffindustrie sowie der rohstoffnahen Industriezweige. Bis Mitte 2008 hatte die Auslandsverschuldung der privaten Banken und Nicht-Banken kräftig zugenommen und die Abhängigkeit der russischen Wirtschaft von den Entwicklungen auf den internationalen Finanzmärkten erheblich verstärkt. Diese neue Abhängigkeit verstärkte die Anfälligkeit der Ex-porteinnahmen für die sinkenden Preise auf den Rohstoffmärkten. Die jüngste Abwertung des Rubel hat das Problem der Direktverschuldung noch verschärft. Die hohe Direktverschuldung des Unternehmenssektors im Ausland und die Abhängigkeit von Rohstoffexporten sind typische Ergebnisse des russischen Transformationswegs. Denn zum einen ist der Bankensektor nicht in der Lage, den Finanzierungsbedarf des Unternehmenssektors außerhalb der Rohstoffindustrien zu finanzieren, sodass die Unternehmen kurzfristig ins Ausland ausweichen müssen. Zum anderen hat die wirtschaftspolitische Strategie der vergangenen 17 Jahre den Einfluss des Staates auf den Rohstoffsektor wieder verstärkt – mit dem Ziel, diesen Sektor vorrangig auszubauen. Die hohe Marktkonzentration wirkt sich daher negativ auf die Anpassungsfähigkeit und -flexibilität des realwirtschaftlichen Sektors in Krisenzeiten aus. Die gegenwärtige Politik der Regierung ist kurzfristig orientiert und zielt auf direkte Finanzhilfen sowie protektionistische Maßnahmen ab. Ihre langfristigen Effekte könnten allerdings in einem stärkeren Eingriff des Staates in die Wirtschaft liegen. Vor diesem Hintergrund wird die Krise in Russland länger andauern als in den anderen Transformationsländern.
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