Ostdeutsche Management-Buy-Outs: Der Beitrag des Managements zum Unternehmenserfolg
Franz Barjak, Robert Skopp
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 9,
1996
Abstract
Die Gründe für die breite Differenzierung der Leistungsfähigkeit ostdeutscher Management-BuyOuts (MBOs) als Hoffnungsträger eines eigenständigen Mittelstandes in den neuen Bundesländern sind nicht zuletzt auch beim dispositiven Faktor, dem Management, zu suchen. Die Tatsache, daß nach zwei bis fünf Jahren rd. 88 vH der Unternehmen am Markt verblieben sind, kann angesichts der Rahmenbedingungen in der ostdeutschen Transformationswirtschaft zwar zunächst als Erfolg gewertet werden. Das Management der ostdeutschen MBOs offenbart jedoch im Absatz und im Finanzwesen auch Schwächen, die den Unternehmenserfolg langfristig gefährden können. Darüber hinaus gibt es Anzeichen dafür, daß der Transfer von Management-Know-how durch westdeutsche Manager und Miteigentümer die Erwartungen nicht erfüllen konnte. Insofern sollte bei der Gewährung von finanzieller Förderung auch ein Weg des Know-how-Transfers gefunden werden, der dazu beiträgt, eine dauerhafte Stärkung der MBOs und damit des ostdeutschen Mittelstandes zu erzielen.
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Aktuelle Trends - Investitionspläne der ostdeutschen Industrieunternehmen für 1996
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 9,
1996
Abstract
Die Modernisierung des Produktionsapparates und die Erweiterung der schmalen industriellen Basis in Ostdeutschland stehen auch 1996 im Mittelpunkt der Investitionsabsichten der Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes. Laut Frühjahrsumfrage des IWH unter 300 Industrieunternehmen sehen die Planungen ein Investitionsniveau vor, das dem in den vergangenen drei Jahren erreichten Stand nicht nachsteht. Es spricht für die anhaltende Differenzierung in der Industrie, wenn dabei 45 vH der Unternehmen höhere und 47 vH geringere Investitionen planen als 1995. Nur 8 vH gehen von einem gleichbleibenden Niveau aus.
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Lohnangleichung in der ostdeutschen Chemie
Hilmar Schneider, Hans-Ulrich Brautzsch
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 9,
1996
Abstract
Im Beitrag werden die Entwicklung von Produktion, Beschäftigung, Tarif- und Effektivlöhnen in der ostdeutschen Chemieindustrie untersucht. Die westdeutsche Branche wird dabei als Vergleichsmaßstab herangezogen. Die Personalkosten in der ostdeutschen Chemieindustrie waren 1995 erstmals niedriger als die Bruttowertschöpfung. Mitverantwortlich an dieser Entwicklung war auch das – gemessen an der Metall- und Elektroindustrie – eher zurückhaltende Tempo bei der Lohnangleichung. Gleichwohl überstiegen die Lohnstückkosten auch in der ostdeutschen Chemieindustrie weiterhin deutlich das westdeutsche Niveau. Die noch fehlende Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen bleibt damit als Bedrohung für die Beschäftigungssi-tuation weiterhin bestehen.
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Zur effizienten Ausgestaltung der Förderpolitik in den neuen Bundesländern
Gerhard Heimpold, Joachim Ragnitz
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 8,
1996
Abstract
Die wirtschaftliche Lage in den neuen Bundesländern macht im Sinne eines Nachteilsausgleichs eine Fortführung von Maßnahmen der Unternehmensförderung notwendig. Fortsetzung förderpolitischer Maßnahmen bedeutet jedoch nicht, daß künftig alles beim Alten bleiben muß. Die starke Ausdifferenzierung in der ostdeutschen Wirtschaft legt es vielmehr nahe, Förderpolitik künftig stärker auf die verbliebenen Entwicklungshemmnisse zu konzentrieren. Nicht nur knappe öffentliche Kassen, sondern vor allem auch der Anspruch, Förderpolitik an den eigentlichen Ursachen von Entwicklungsdefiziten ansetzen zu lassen, macht eine Überprüfung des Förderinstrumentariums sinnvoll. In dem Maße, wie die Entwicklung in Ostdeutschland vorankommen wird, ergibt sich auch die Notwendigkeit, schrittweise von einer Vielzahl ostdeutscher Sonderprogramme zu förderpolitischer „Normalität" zurückzukehren. Eine Durchforstung des vielkritisierten „Förderdickichtes" tut daher not, gerade im Interesse mittelständischer Existenzen.
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Das ostdeutsche Baugewerbe im Spiegel der IWH-Befragung
Brigitte Loose
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 9,
1996
Abstract
Die Geschäftslage im ostdeutschen Baugewerbe hat sich im Monat Juni deutlich verbessert - das ergab die Umfrage des IWH im Monat Juni unter mehr als 300 Unternehmen des ostdeutschen Bauhaupt- und Ausbaugewerbes.
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Geldpolitischer Pragmatismus
Silke Tober
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 9,
1996
Abstract
Die Deutsche Bundesbank hat ihre Politik der geldpolitischen Lockerung im ersten Halbjahr 1996 fortgesetzt. Der auf Jahresrate hochgerechneten Ausweitung des Geldmengenaggregats M3 von 10,5 vH in den ersten fünf Monaten des Jahres bgegnete sie somit nicht mit einem Anziehen der geldpolitischen Zügel. Da eine Inflationsgefahr nicht in Sicht ist, die Wachstumsaussichten nach wie vor trübe sind und die Geldmengenausweitung zum Teil durch Portfolioumschichtungen verursacht wurde, ging die Bundesbank erneut geldpolitisch pragmatisch vor. Nicht die strikte Einhaltung eines Geldmengenziels oder gar einer Geldmengenregel wird den geldpolitischen Erfordernissen gerecht, sondern eine diskretionäre Geldpolitik, die Abweichungen von einem Zwischenziel oder Ausschläge einiger monetärer Indikatoren nachvollziehbar und glaubwürdig begründen kann.
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Situation und Perspektiven der Wirtschaft in den neuen Bundesländern
Rüdiger Pohl
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 8,
1996
Abstract
Die wirtschaftliche Entwicklung in den neuen Bundesländern ist im Jahre 1996 durch ein stark nachlassendes Wachstum gekennzeichnet. Das Bruttoinlandsprodukt wird nurmehr um 3 Prozent expandieren; das ist weniger als die Hälfte dessen, was in den Jahren 1992 bis 1995 erzielt werden konnte. Das Nachlassen des Wachstums wirkt unmittelbar auf den Arbeitsmarkt durch. Die Beschäftigung, gemessen an der Anzahl der Erwerbstätigen, stagniert bestenfalls; die erhoffte Beschäftigungsausweitung bleibt aus. Waren die hohen Wachstumsraten der vergangenen Jahre nur eine Scheinblüte? Steht die ostdeutsche Wirtschaft vor einer existentiellen Krise, ohne Chancen, den wirtschaftlichen Vorsprung Westdeutschlands je aufzuholen? Oder handelt es sich um eine vorübergehende Stockung im Aufholprozeß, die alsbald wieder durch höhere Wachstumsraten abgelöst wird (wenn auch nicht mehr ganz so hohe wie bisher, weil der Nachholboom nicht mehr wie in den ersten NachwendeJahren trägt?
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Aktuelle Trends - Beschäftige im öffentlichen Dienst gehören zu den Spitzenverdienern in Ostdeutschland
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 7,
1996
Abstract
Die durchschnittlichen Bruttoeffektivverdienste der Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes in Ostdeutschland liegen deutlich über dem Durchschnittsverdienst. Die Einkommenshierarchie im Vergleich zu den Industrieverdiensten ist umgekehrt zu derjenigen in Westdeutschland. Während dort beispielsweise in der Chemischen Industrie deutlich überdurchschnittliche Einkommen erzielt werden, gehören die Beschäftigten in der ostdeutschen Chemiebranche zu den unterdurchschnittlich bezahlten Arbeitnehmern.
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IWH-Industrieumfrage im Juli: Geschäftslage im ostdeutschen Verarbeitenden Gewerbe leicht eingetrübt - Geschäftsaussichten aufwärts gerichtet
Udo Ludwig
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 10,
1996
Abstract
Im ostdeutschen Verarbeitenden Gewerbe hat sich die Geschäftslage im Monat Juli geringfügig verschlechtert - das ergab die neueste Umfrage des IWH unter rund 300 Industrieunternehmen. Der Saldo aus den positiven und negativen Urteilen fiel gegenüber der vorangegangenen Umfrage im Mai um drei Punkte auf der Bewertungsskala, bleibt aber immer noch deutlich im Plusbereich.
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Probleme infrastruktureller Erneuerung in ostdeutschen Großstädten das Beispiel Halle (Saale)
Peter Franz
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 10,
1996
Abstract
Der Erneuerungsprozess der Infrastruktur in Ostdeutschland wird zu einem erheblichen Teil von den Kommunen getragen. Befunde für die Stadt Halle (Saale) aus den Bereichen Abwasser, Trinkwasser und Gas zeigen, wie dieser Prozess vorangekommen ist und welcher weiterer Investitionsbedarf besteht. Dabei wirken die hoch belasteten kommunalen Straßennetze als Flaschenhals für die Erneuerung von Leitungssystemen und sind Ausgangspunkt sich beschleunigender Verschleißzyklen.
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