Trumps „Fortress Economics“ und die Auswirkungen auf Deutschland
Reint E. Gropp
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 1,
2026
Abstract
Das britische Wirtschaftsmagazin The Economist hat die Wirtschaftspolitik der Regierung Trump als „Fortress Economics“ bezeichnet. Bei der Festung USA werden alle Zugbrücken hochgezogen. Importe werden mit dem expliziten Ziel durch Zölle verteuert, um (fast) alle Produkte wieder in den USA zu produzieren. Und die Grenzen der USA, nicht nur nach Mexiko, sind fast vollständig geschlossen.
Artikel Lesen
03.09.2026 • 25/2026
Konjunktur aktuell: Deutsche Konjunktur belebt sich – Rückenwind von Weltwirtschaft und Finanzpolitik
Ein Anstieg der Auslandsnachfrage hat die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr trotz höherer Energiepreise auf Erholungskurs gebracht. Für die kommenden Quartale ist zu erwarten, dass eine Zunahme der staatlichen Investitionen die Konjunktur stützen wird. Laut Herbstprognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) dürfte das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 1,4% und im Jahr 2027 um 0,8% zunehmen. In Ostdeutschland fällt die Belebung etwas schwächer aus. Im Juni waren die IWH-Konjunkturforscher für die deutsche Wirtschaft von einem Zuwachs von 0,9% für dieses und das folgende Jahr ausgegangen.
Oliver Holtemöller
Lesen
Konjunktur aktuell: Deutsche Konjunktur belebt sich – Rückenwind von Weltwirtschaft und Finanzpolitik
Konjunktur aktuell,
Nr. 3,
2026
Abstract
Die deutsche Wirtschaft befindet sich trotz höherer Energiepreise und anhaltender Risiken durch den Golfkonflikt auf Erholungskurs. Eine steigende Auslandsnachfrage und zusätzliche staatliche Investitionen stützen die Konjunktur, während die Beschäftigung insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe weiter rückläufig ist. Die Produktion dürfte in diesem Jahr um 1,4% und im kommenden Jahr um 0,8% zunehmen; in Ostdeutschland fällt die wirtschaftliche Erholung etwas schwächer aus.
Artikel Lesen
IWH-Flash-Indikator III. und IV. Quartal 2026
Katja Heinisch, Oliver Holtemöller, Axel Lindner, Birgit Schultz
IWH-Flash-Indikator,
Nr. 3,
2026
Abstract
Die deutsche Wirtschaft hat im zweiten Quartal 2026 erneut leicht zugelegt. Das Bruttoinlandsprodukte nahm um 0,2% zu, nachdem es bereits zu Jahresbeginn um 0,4% expandiert hatte. Getragen wurde dieser Zuwachs vor allem von den Exporten. Die Konsumausgaben nahmen lediglich verhalten zu und die Investitionen gingen zurück. Auch im dritten Quartal bleiben die konjunkturellen Risiken hoch. So sorgt der Iran-Konflikt weiterhin für volatile Energiepreise. Zugleich beeinträchtigt das historische Niedrigwasser an Rhein, Elbe und Donau gegenwärtig den Transport erheblich und dürfte damit die Produktion belasten. Dem entgegen stehen kräftige Zuwächse bei den genehmigten Rüstungsexporten. Insgesamt sprechen die aktuellen Indikatoren für eine Fortsetzung der Erholung (vgl. Abbildung 1). Nach dem IWH-Flash-Indikator dürfte das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2026 um 0,3% zulegen. Für das vierte Quartal zeichnet sich eine schwächere Dynamik ab.
Artikel Lesen
The Micro-aggregated Phillips Curve
Daniele Aglio, Eric Bartelsman
IWH Discussion Papers,
Nr. 11,
2026
Abstract
This paper provides theory and evidence on micro-level pricing behavior needed to model an aggregate New Keynesian Phillips Curve. We start with individual firms that are heterogeneous in their production technology and in the demand curves they face. We estimate the parameters of supply and demand curves by utilizing prices and quantities of outputs and factor inputs of firms along with exogenous downstream demand instruments from global input-output and trade data. The research addresses model heterogeneity using a clustering method to classify firms according to their production technology and observed price pass-through. The results show that more productive firms exhibit a lower price response to changes in demand. We find that the aggregate price response to demand shocks will be smaller when more productive firms absorb a larger portion of demand shocks, which generally is the case. At the same time, our results imply that idiosyncratic shifts in demand to clusters of firms with more rapidly rising marginal cost curves, or cost shocks to clusters of firms with high pass-through, will result in a higher aggregate price response. Finally, this paper provides a framework to incorporate heterogeneous pricing behavior into an estimate of the slope of the aggregate Phillips Curve.
Artikel Lesen
08.07.2026 • 19/2026
Evaluierung erfolgreich absolviert: IWH mit sehr guten Noten zur Weiterförderung empfohlen
Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) soll in Zukunft weiterhin von Bund und Ländern gefördert werden. Zu diesem Ergebnis ist der Senat der Leibniz-Gemeinschaft in seiner jüngsten Sitzung gekommen. Das Gremium würdigte zum Abschluss der Evaluierung des IWH dessen Leistungen in Forschung und Politikberatung als sehr gut.
Reint E. Gropp
Lesen
11.06.2026 • 17/2026
Konjunktur aktuell: Konjunktur zwischen Energiekrise und KI-Boom
Die deutsche Wirtschaft befand sich bis zum Ausbruch der Energiekrise auf Erholungskurs. Aber nur wenn sich der Golfkonflikt entspannt und die Energiepreise nicht weiter steigen, wird sich die Erholung im Laufe des Jahres 2026 fortsetzen. Das ist in der vorliegenden Sommerprognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) unterstellt. In diesem Fall dürfte die Produktion in diesem und im folgenden Jahr um 0,9% zunehmen. Ähnliche Expansionsraten sind auch für Ostdeutschland zu erwarten. Im März waren die IWH-Konjunkturforscher für die deutsche Wirtschaft von einem Zuwachs von 0,7% für 2026 und 1% für 2027 ausgegangen.
Oliver Holtemöller
Lesen
Konjunktur aktuell: Zwischen Energiekrise und KI-Boom
Konjunktur aktuell,
Nr. 2,
2026
Abstract
Die deutsche Wirtschaft steht infolge der Energiekrise und des anhaltenden Golfkonflikts vor einer unsicheren Erholung. Steigende Kosten und eine schwächere Beschäftigungsentwicklung belasten die Konjunktur, während die Finanzpolitik stützend wirkt. Unter der Annahme stabiler Energiepreise dürfte die Produktion in diesem und im kommenden Jahr um jeweils 0,9% zunehmen; ähnliche Expansionsraten sind auch für Ostdeutschland zu erwarten.
Artikel Lesen
IWH-Flash-Indikator II. und III. Quartal 2026
Katja Heinisch, Oliver Holtemöller, Axel Lindner, Birgit Schultz
IWH-Flash-Indikator,
Nr. 2,
2026
Abstract
Die deutsche Wirtschaft hat im ersten Quartal 2026 um 0,3% zugelegt, nach 0,2% im Schlussquartal 2025. Getragen wurde dieser Zuwachs vor allem von staatlichen und privaten Konsumausgaben sowie von den Exporten. Im Verlauf des Quartals hat sich die wirtschaftliche Stimmung jedoch deutlich eingetrübt. Der Iran‑Konflikt und die stark gestiegenen Rohöl‑ und LNG‑Preise, die aus den zeitweiligen Einschränkungen der Transportwege durch die Straße von Hormus sowie Schäden an der Energieinfrastruktur in den Golfstaaten resultieren, belasten die Weltwirtschaft, stören Lieferketten und wirken dämpfend auf die deutsche Konjunktur. Die aktuellen Indikatoren sprechen daher für eine vorübergehende Abschwächung (vgl. Abbildung 1). Nach dem IWH‑Flash‑Indikator dürfte das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2026 nur leicht um 0,1% zulegen, bevor im dritten Quartal wieder eine etwas kräftigere Zunahme um 0,3% zu erwarten ist.
Artikel Lesen
Klimaziele und Wachstum vereinbaren: Bedeutung der Energieproduktivität
Oliver Holtemöller, Christoph Schult
Wirtschaftsdienst,
Vol. 106 (5),
2026
Abstract
Die Energieproduktivität in Deutschland ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Inwiefern lässt sich daraus auf eine Transformation des Energiesystems und der Produktion schließen? Der Beitrag zeigt, dass der Anstieg der Energieproduktivität nur begrenzt auf Effizienzfortschritte innerhalb von Sektoren zurückzuführen ist, sondern auch durch Strukturwandel und den Rückgang energieintensiver Produktion getrieben wird. Eine Projektion des Endenergieverbrauchs bis 2030 deutet darauf hin, dass die energiepolitischen Zielwerte bei schwachem Wirtschaftswachstum erreichbar sind. Bei höherem Wachstum würden sie jedoch verfehlt. Daraus ergibt sich ein Zielkonflikt zwischen Energieverbrauchsreduktion und wirtschaftlicher Dynamik; es braucht zusätzliche Effizienzgewinne oder technologische Innovationen um ihn aufzulösen.
Artikel Lesen