Aktuelle Trends - Im ostdeutschen Baugewerbe dauern die Schrumpfungsprozesse an
Das Handwerk hat in Ostdeutschland nach der Einführung der Sozialen Marktwirtschaft relativ schnell Tritt gefaßt. Die Zahl der Betriebe ist 1998 gegenüber 1989 um zwei Drittel gestiegen. Die Mehrzahl profitierte vom Bauboom und der raschen Erhöhung der Einkommen der privaten Haushalte in den ersten Jahren nach der deutschen Vereinigung. Die etwa ab Mitte 1995 einsetzende Dämpfung der Baunachfrage und niedrigere Einkommenssteigerungen der privaten Haushalte haben zu Umsatzrückgängen, einer Verschlechterung der Ertragslage und zum Beschäftigungsabbau geführt. So haben sich z. B. im sächsischen Handwerk (ca. ein Drittel Anteil am ostdeutschen Handwerk) die Umsätze um rund 11 vH und die Beschäftigtenzahlen um rund 9 vH 1998 gegenüber 1996 verringert.