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Aktuelle Trends - Industriestrom in Ostdeutschland deutlich teurer als in Westdeutschland

In der Diskussion um die ostdeutschen Strompreise für industrielle Verbraucher gilt es zu berücksichtigen, daß es sich hierbei zumeist um Sondervertragskunden handelt, die individuelle Verträge mit den Energieversorgungsunternehmen abschließen können. Um deren Ausgaben für eine Einheit bezogenen Stroms zu ermitteln, lassen sich die durchschnittlichen Erlöse der Energieversorger aus dem Verkauf von Industriestrom an Sondervertragskunden als Indikator heranziehen. Diese lagen im ostdeutschen Durchschnitt im Jahr 1994 um 24 vH über dem durchschnittlichen Niveau Westdeutschlands.

01. Juli 1996

Autoren IWH

Außerdem in diesem Heft

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Arbeitsmarkt Ostdeutschland 96/97: Keine weitere Beschäftigunsexpansion

Hilmar Schneider

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 12, 1996

Abstract

Der in der jüngeren Vergangenheit zu verzeichnende Wiederanstieg der Beschäftigung in Ostdeutschland setzt sich in diesem Jahr nicht fort und erfährt auch im kommenden Jahr keinen neuen Impuls. Anders als in den Vorjahren sinkt die Wachstumsrate des BIP ab 1996 deutlich unter das Produktivitätswachstum. Daraus resultiert zwangsläufig ein Rückgang der Arbeitsnachfrage. Dieser Rückgang wird allerdings nur zum Teil auf die Zahl der Erwerbstätigen durchschlagen, da gleichzeitig auch eine Reduktion der durchschnittlich geleisteten Arbeitszeit zu erwarten ist. Die Unterbeschäftigung verharrt damit jedoch auf ihrem hohen Niveau und zeigt nur deshalb eine leicht rückläufige Tendenz, weil die Erwerbsneigung allmählich zurückgeht.

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Deutschland 1996/97: Schwacher wirtschaftlicher Aufschwung

Udo Ludwig Silke Tober Ruth Grunert Stefan Kofner Ingrid Haschke

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 12, 1996

Abstract

Der Aufsatz analysiert und prognostiziert die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland in ausführlicher Form für das laufende Jahr 1996 und das Folgejahr 1997. Die Konjunktur in Deutschland hat sich nach der Wachstumsdelle im Winterhalbjahr 1995/1996 wieder belebt. Aus der Schwächephase herausgeführt wurde die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr 1996 vor allem durch den privaten Konsum. Der konjunkturelle Aufschwung wird jedoch von der weiter schwachen Investitionstätigkeit gebremst. Da es kaum Anzeichen für eine Selbstverstärkung der Wachstumskräfte gibt, wird für 1997 lediglich eine Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,7 % erwartet.

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Standortnachteile Mittel- und Osteuropas durch unzureichende Straßen- und Bahnnetze

Thomas Meißner

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 12, 1996

Abstract

Ein gegenwärtig noch bestehendes Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung Mittel- und Osteuropas stellt die dort nur unzulängliche Verkehrsinfrastruktur dar. Neben einer geringen Dichte insbesondere der Straßennetze sind es die Struktur und die Qualität der verfügbaren Verkehrstrassen, die das Wachstum behindern. Dies beeinträchtigt offensichtlich auch den Zustrom ausländischer Direktinvestitionen, da multinationale Unternehmen, und hier insbesondere Industrieunternehmen mit einem überregionalen oder gar internationalen Absatzmarkt, auf ein hinreichendes Maß an Verkehrsinfrastrukturausstattung angewiesen sind. Die Planung und Entwicklung der mittel- und osteuropäischen Verkehrsnetze erfolgen bereits im Verbund mit inter- und multinationalen Organisationen. Trotzdem wird es den Reformstaaten nur langfristig möglich sein, ihre Verkehrssysteme so umzugestalten, daß sich der in diesem Bereich bestehende Mangel abschwächt.

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