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Härteklauseln in der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie - ein Kommentar

Mit der Vereinbarung der Stufentarifanpassung für die ostdeutsche Metall- und Elektroindustrie wurde 1993 auch die sogenannte Härteklausel eingerührt. Danach können Betriebe zur „Abwendung von Insolvenzgefahr, Sicherung von Arbeitsplätzen oder Verbesserung von Sanierungschancen" Härtefallregelungen bei den Tarifvertragsparteien beantragen. Wenn in einem etwas bürokratischen Verfahren diesem Antrag entsprochen wird, dürfen diese Betriebe die tariflichen Mindestbedingungen unterschreiten und niedrigere Löhne zahlen als es der Tarif vorsieht.

01. Juli 1995

Autoren Hilmar Schneider

Außerdem in diesem Heft

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Ostdeutsche Technologie- und Gründerzentren in der Aufbauphase

Peter Franz

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 16, 1995

Abstract

Seit 1990 haben zahlreiche ostdeutsche Städte im Rahmen der kommunalen Wirtschaftspolitik zum Instrument der Einrichtung von Technologie- und Gründerzentren gegriffen. Trotz ihrer kurzen Betriebsdauer zeigen sich bereits deutlich differenzierte Entwicklungen: Jene Zentren sind expansiver und innovationsorientierter, die Hochschulnähe und -anbindung aufweisen.

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Zinssenkung - wozu?

Martina Spahn

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 16, 1995

Abstract

Die derzeitige konjunkturelle Abschwächung läßt den Ruf nach Zinssenkungen lauter werden. Doch sollten die möglichen konjunkturanregenden Wirkungen nicht überschätzt werden. Da die gegenwärtige Konjunkturschwäche nicht auf Finanzierungsengpässe zurückzuführen ist, bleibt die Zinssenkung eine stumpfe Waffe. Die Leitzinssenkungen bis zum Sommer haben keine signifikanten Effekte auf die Geldmengenentwicklung, den Außenwert der D-Mark und die Konjunktur gehabt. Die langfristigen Zinsen werden immer noch von den US-amerikanischen Kapitalmarktzinsen bestimmt, und das Geldmengenwachstum wäre ohne die Leitzinssenkungen möglicherweise sogar höher ausgefallen. Die Schwankungen der Geldmenge M3 sind weniger als zuvor Ausdruck einer instabilen Liquiditätsversorgung. Sie lassen sich auf Vermögensumschichtungen zurückführen, deren Intensität zugenommen hat. Zweifel an der Steuerbarkeil der Geldmenge bleiben daher bestehen.

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Zur Bestandsentwicklung bei Direktinvestitionen

Ingrid Haschke

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 16, 1995

Abstract

Der ausländische Direktinvestitionsbestand deutscher Unternehmen hat sich von 1980 an ähnlich rasch entwickelt wie der Direktinvestitionsbestand in der Welt. Regional gesehen waren die deutschen Auslandsinvestitionsaktivitäten mit zunehmendem Gewicht auf Europa konzentriert. Darunter haben die mittel- und osteuropäischen Länder als Zielregion für Investoren aus Deutschland weiter an Bedeutung gewonnen.

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