cover_wiwa_2001-10.jpg

Ranking aller Orte(n) - ein Kommentar

Länder, Regionen und Städte kommen immer öfter in die Lage, unversehens in Druck- und Fernsehmedien mit ihresgleichen verglichen, eingestuft und nach bestimmten Kriterien bewertet zu werden. Für das Erstellen solcher Rankings zahlen die Auftraggeber gutes Geld, da hiermit anscheinend wichtige Informationsbedürfnisse erfüllt und der Auflagenverkauf der jeweiligen Zeitschrift oder die Einschaltquoten des jeweiligen Senders erhöht werden. Unübersichtliche gesellschaftliche Komplexität scheint mit Rankingverfahren prägnant und schlüssig auf einige leicht erfassbare Dimensionen mit einem eindeutigen Oben und Unten reduziert werden zu können. Die gute Bezahlung gewährleistet, dass Institute Auftragsarbeiten dieser Art in der Regel gern annehmen. Zudem fördern sie aufgrund der erzielten Publizität auch kurzfristig den Ruf der eigenen Sachverständigkeit und eröffnen die Aussicht auf Folgeaufträge. Der Trend zu vermehrten Rankings scheint sich darüber hinaus parallel mit der Popularitätskurve eines wettbewerbsorientierten Föderalismus zu entwickeln.

25. Juli 2001

Autoren Peter Franz

Außerdem in diesem Heft

cover_wiwa_2001-10.jpg

"Solidarpakt II": Die ostdeutschen Länder in der Verantwortung

Joachim Ragnitz

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 10, 2001

Abstract

Im Juni 2001 wurde der Solidarpakt II zwischen Bund und ostdeutschen Ländern abgeschlossen, der die föderalen Finanzbeziehungen unter Berücksichtigung transformationsbedingter Sonderbedarfe bis zum Jahr 2019 regelt. Der Beitrag kommt zu dem Ergebnis, daß die Zahlungen aus dem Solidarpakt knapp bemessen sind und deswegen einer wachstumsorientierten Ausgabenpolitik der ostdeutschen Länder besondere Bedeutung zukommt.

Publikation lesen

cover_wiwa_2001-10.jpg

Aktuelle Trends - Kommunale Finanzen in Ostdeutschland: Deutlicher Rückgang bei den investiven Ausgaben - keine Besserung bei den Einnahmen

Jens Müller

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 10, 2001

Abstract

Die Gesamtausgaben je Einwohner aller ostdeutschen Kommunen sind im Jahr 2000 gegenüber dem Vorjahr um 3,2% gesunken. Westdeutsche Gemeinden verzeichneten hingegen einen Ausgabenanstieg von 1,6%. Lagen die kommunalen Ausgaben in Ostdeutschland 1999 mit knapp 100% nahe an den westdeutschen Vergleichswerten, so sind sie im Jahr 2000 auf 95% abgesunken.

Publikation lesen

cover_wiwa_2001-10.jpg

Konjunktur in Deutschland: Talsohle bald durchschritten

Arbeitskreis Konjunktur

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 10, 2001

Abstract

Der Aufsatz analysiert und prognostiziert die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland und im Euroraum in ausführlicher Form für das laufende Jahr 2001 und das Folgejahr 2002. Aufgrund des ungünstigen weltwirtschaftlichen Umfeldes sowie der unerwartet starken Teuerung befindet sich die Konjunktur in Deutschland im Jahr 2001 im Abschwung, bevor es im Jahr 2002 zu einer Beschleunigung des Wachstums kommen wird. Bei wieder rückläufiger Teuerung wird sich im weiteren Verlauf dieses Jahres Spielraum für eine geldpolitische Lockerung ergeben, was jedoch eine moderate Tarifpolitik voraussetzt. Aufgrund der konjunkturell bedingten Mindereinnahmen und höheren Ausgaben wird das Haushaltsdefizit vorübergehend größer ausfallen als im Stabilitätsprogramm vorgesehen, was jedoch hingenommen werden sollte, um die wirtschaftliche Entwicklung nicht weiter zu schwächen. Die wichtigsten Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung für Deutschland sind in einer detaillierten Anhangstabelle enthalten.

Publikation lesen

cover_wiwa_2001-10.jpg

Ostdeutsches Baugewerbe im Juni 2001: Früher Einbruch bei den Geschäftserwartungen der Unternehmen

Brigitte Loose

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 10, 2001

Abstract

Die Geschäftslage im Juni wird von den ostdeutschen Bauunternehmen laut IWH-Umfrage zwar saisonüblich etwas günstiger beurteilt. Meldungen zu den Geschäftserwartungen bis zum Jahresende lassen jedoch erkennen, dass der Anpassungsdruck in den kommenden Monaten bei anhaltend rückläufiger Ordertätigkeit weiter zunehmen wird.

Publikation lesen

Ihr Kontakt

Für Wissenschaftler/innen

Für Journalistinnen/en

Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft LogoTotal-Equality-LogoGefördert durch das BMWK