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Strukturwandel und Umweltentlastung in Ostdeutschland in den neuen Bundesländer

In den neuen Ländern vollzog sich seit 1990 ein dynamischer Strukturwandel, der mit rückläufigen Umweltbelastungen verbunden war. Hierzu haben zunächst vor allem Produktionsstillegungen und -rückgänge beigetragen. Im Zusammenhang mit der ab 1992 ansteigenden Industrieproduktion stellt sich die Frage, ob negative Umwelteffekte des wirtschaftlichen Wachstums durch den relativen Bedeutungsverlust umweltintensiver Branchen oder allein durch die Installation neuer Umweltschutztechnik kompensiert wurden. Im Beitrag wird gezeigt, das die Branchenstruktur Produzierenden Gewerbes in Ostdeutschland bis 1994 kaum weniger umweltintensiv geworden ist. Entlastungseffek-te waren vielmehr auf Umweltschutzinvestitionen in den Branchen zurückzuführen.

01. Juli 1995

Autoren Jens Horbach

Außerdem in diesem Heft

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Aktuelle Trends - Ostdeutsche Industrie bestellt Ausrüstungen vorrangig bei Firmen aus den alten Bundesländern

IWH

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 15, 1995

Abstract

Die Unternehmen des ostdeutschen Verarbeitenden Gewerbes kauften 1995 laut Unternehmensumfrage des IWH knapp drei Fünftel der Ausrüstungsgüter in West- und nur etwa ein Drittel in Ostdeutschland. Das zeigt, wie groß offensichtlich der Vorsprung der westdeutschen Industrie beim Angebot moderner Technik gegenüber den hiesigen Produzenten immer noch ist.

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Die Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland bis zum Jahr 2010

Anja Landwehrkamp

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 15, 1995

Abstract

Die demographische Struktur Ostdeutschlands verändert sich. So hat die Zahl der Geburten seit 1989 in großem Umfang abgenommen. Dieser Rückgang macht sich in der Zukunft in Form sinkender Schülerzahlen bemerkbar und signalisiert einen abnehmenden Bedarf an Schul- und Kindergartenplätzen. Im Projektionszeitraum bis 2010 werden die Geburtenzahlen jedoch wieder ansteigen. Darüber hinaus ist zu erwarten, daß sich langfristig eine Konvergenz zwischen der ostdeutschen und der westdeutschen demographischen Situation einstellt.

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Die Europa-Abkommen der baltischen Länder

Marianne Paasi

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 15, 1995

Abstract

Die baltischen Länder - Estland, Lettland und Litauen - haben am 12. Juni 1995 Europa-Abkommen mit der EU unterschrieben. Kern der Abkommen sind die bereits seit Anfang 1995 gültigen bilateralen Freihandelsabkommen, die eine Freihandelszone für gewerbliche Waren errichten. Zwischen der EU und Estland wird die Freihandelszone ohne Verzögerungen verwirklicht. In Lettland und Litauen dagegen wird die Freihandelszone für gewerbliche Waren schrittweise eingeführt, wobei die EU eher liberalisiert als die beiden Länder. Die EU beschränkt allerdings weiterhin ihre Textil- und Bekleidungsimporte aus allen drei baltischen Ländern.

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Länderranking: Ein geeignetes Instrument zur Politikbewertung in den neuen Bundesländern

Robert Skopp

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 15, 1995

Abstract

Der ostdeutsche Aufbauprozeß wirkt sich in den einzelnen Ländern unterschiedlich aus. Die sichtbaren Differenzierungen sind abhängig von dem jeweiligen Indikator und der gewählten Analyseperspektive. Von dem Versuch die Unterschiede in der ostdeutschen Entwicklung als Erfolg oder Mißerfolg der entsprechenden Landeswirtschaftspolitik zu werten, kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur abgeraten werden. Hierfür verantwortlich ist zum einen der Umstand, daß der ostdeutsche Revitalisierungsprozeß noch in einem hohen Maße durch historische Komponente, überlagert wird, sodaß ein einseitiger Rückschluß auf die Landeswirtschaftspolitik nicht vorgenommen werden kann. Zum anderen sind die Spielräume der Landeswirtschaftspolitik zu gering, als daß sie für eine Erklärung der Unterschiede ausreichend sind.

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