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So viel kostet FremdenfeindlichkeitReint GroppSüddeutsche Zeitung, 1. September 2026
In jüngster Zeit sprechen Konjunkturforscher Preisentwicklungen auf Immobilienmärkten einen großen Einfluß auf die Konsumnachfrage der privaten Haushalte zu. Dagegen kann eingewandt werden, daß Preiserhöhungen die Konsummöglichkeiten einer Volkswirtschaft als Ganzes nicht erhöhen: Wer eine Immobilie teuer verkauft, profitiert vom hohen Preis genau in dem Maße, wie der Käufer verliert. Der trotzdem zu beobachtende Zusammenhang zwischen steigenden Immobilienpreisen und lebhafter Konsumnachfrage bedeutet freilich nicht, daß sich die Wirtschaftssubjekte irrational verhalten. Er erklärt sich vielmehr daraus, daß beide Größen wesentlich von den Erwartungen über die längerfristige gesamtwirtschaftliche Entwicklung einer Volkswirtschaft getrieben werden. Im vorliegenden Artikel steht eine einfache Erklärung der Hauspreisentwicklungen der letzten 15 Jahre in ausgewählten Industrieländern im Mittelpunkt. Ansatzpunkt zur Bestimmung des Wertes von Immobilien ist eine einfache Barwertformel zur Bestimmung des Wertes eines Vermögensguts, die von national unterschiedlichen Risikoaspekten oder einer möglichen Abhängigkeit von demographischen Entwicklungen abstrahiert. In diese Rechnung gehen für die einzelnen Länder jeweils spezifische Erwartungen ein, die sich aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre speisen. Dabei spielen mit der Zinsentwicklung und dem längerfristigen Wachstum einer Volkswirtschaft zwei Größen eine zentrale Rolle, die auch wesentlichen Einfluß auf die gesamtwirtschaftliche Güternachfrage haben.
This paper analyses the problem of “original sin“ (the fact that the currency of an emerging market economy usually cannot be used to borrow abroad) in a simple thirdgeneration model of currency crises. The approach differs from alternative frameworks by explicitly modeling the price setting behavior of firms if prices are sticky and the future exchange rate is uncertain. Monetary policy optimally trades off effects on price competitiveness and on debt burdens of firms. It is shown that the proposal by Eichengreen and Hausmann of creating an artificial basket currency as denominator of debt is attractive as a provision against contagion.
A recent strand of literature shows that multiple equilibria in models of markets for pegged currencies vanish if there is slightly diverse information among traders; see Morris and Shin (2001). It is known that this approach works only if the common knowledge in the market is not too precise. This has led to the conclusion that central banks should try to avoid making their information common knowledge. We develop a model in which more transparency of the central bank implies better private information, because each trader utilises public information according to her own private information. Thus, transparency makes multiple equilibria less likely.
A recent strand of literature (see Morris and Shin 2001) shows that multiple equilibria in models of markets for pegged currencies vanish if there is slightly diverse information between traders. It is known that this approach works only if there is not too precise common knowledge in the market. This has led to the conclusion that central banks should try to avoid making their information common knowledge. We present a model in which more transparency of the central bank means better private information, because each trader utilizes public information according to her own private information. Thus, transparency makes multiple equilibria less likely.
Der vorliegende Beitrag enthält die Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung im Euroraum, die das IWH im Rahmen des European Forecasting Network im Frühjahr erstellt hat. Darin wird ein moderater Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,2% in diesem auf 2,1% im kommenden Jahr erwartet. Die derzeitige Wachstumsschwäche ist vor allem strukturell bedingt. Zu nennen sind insbesondere die Arbeitsmärkte, die in den meisten Ländern zu wenig flexibel sind.
Das Thema Deflation steht wieder auf der Tagesordnung: Der IWF hat Anfang Mai eine Studie zu dieser Problematik veröffentlicht. Danach sind Deflationsrisiken in den letzten Jahren weltweit gestiegen und in einigen wichtigen Ländern gegenwärtig recht hoch. Auch den US-Notenbank-Präsidenten Greenspan beschäftigen momentan nicht Inflationsrisiken, sondern die Gefahren eines unwillkommenen Falls der Inflationsrate. Und sogar die auf ihren Ruf als „harte“ Zentralbank bedachte EZB hat jüngst bekannt gegeben, dass sie nicht absolute Preisstabilität, sondern eine Inflationsrate von nahe 2% anstreben werde. Ein Sicherheitsabstand zur absoluten Preisniveaustabilität soll Deflationsrisiken verringern.
Die abermals drastischen Vermögensverluste auf den Aktienmärkten waren in den letzten Monaten ein wesentlicher Grund für die weltweite Zurücknahme von Konjunkturprognosen. Der US-amerikanische Aktienindex Standard & Poors 500 hat seit dem Spitzenwert von 1 485 im August 2000 gut 40% seines Wertes eingebüßt, der deutsche DAX von seinem Höchststand im März 2000 etwa 62%. Vorstellungen über die weitere Entwicklung auf den Aktienmärkten werden in nächster Zeit für jede Konjunkturprognose wesentlich bleiben.
Die Frage nach der richtigen geldpolitischen Strategie für Länder mit einer nur wenig gefestigten Währung ist nach wie vor offen. Der Wandel der wirtschaftspolitischen Empfehlungen wird wesentlich von Erkenntnissen aus neuen Fallbeispielen wirtschaftspolitischer Experimente bestimmt. Die Wirtschafts- und Finanzkrise von Argentinien bietet eine solche Chance zu lernen. Der Krisenausbruch war mit dem Scheitern des dortigen Currency board verknüpft, einer geldpolitischen Strategie, die in Osteuropa gegenwärtig von Bulgarien, Estland und Litauen verfolgt wird. Der Artikel analysiert anhand des Lehrstücks Argentinien die potenziellen Probleme dieser währungspolitischen Strategie und kommt zu Schlussfolgerungen, die auch für die genannten Länder Osteuropas von Bedeutung sind....
Der Artikel gibt Hinweise dafür, dass die Euro-Bargeldeinführung Anfang Januar 2002 in Deutschland zum Sprung des Preisniveaus nach oben beigetragen hat. Dieser Effekt wird mit Hilfe des Menükostenansatzes ökonomisch erklärt. Auf Grund dieser Erklärung
läßt sich prognostizieren, dass die Euro-Bargeldeinführung das Preisniveau nur vorübergehend beeinflussen wird.
This paper analyses implications of a proposal, called UDROP, to reform the standards of international debt contracts. The idea is to give borrowers a roll-over option at maturity for a specified length of time. Using recently developed models of financial crises, the paper shows for which type of crisis UDROP is beneficial. Moral hazard of the borrower is one of the problems UDROP faces which can be addressed by appropriately designing the debt contract.