Von Eltern zu Kindern: Wie sich Fähigkeiten in Mathematik und Sprache über Generationen übertragen und Bildungsentscheidungen prägen
Eric A. Hanushek, Babs Jacobs, Guido Schwerdt, Rolf van der Velden, Stan Vermeulen, Simon Wiederhold
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 3,
2025
Abstract
Die Entscheidung für eine Ausbildung oder ein Studium im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) hängt nicht nur von absoluten Leistungen in Mathematik ab, sondern davon, wie gut Mathematik relativ zu anderen Fächern – etwa Sprache – gelingt. Dieser Beitrag untersucht die intergenerationale Übertragung solcher relativen Stärken in Mathematik und Sprache auf Basis niederländischer Testdaten von Eltern und ihren Kindern. Wir zeigen, dass Eltern, die im Verhältnis zu Sprache besonders gut in Mathematik abschneiden, mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit Kinder haben, die ebenfalls relativ besser in Mathematik sind. Zudem belegen wir, dass diese Übertragung relativer Stärken nicht ausschließlich genetisch oder familiär geprägt ist, sondern durch Schule und Lernumfeld – und damit durch Bildungspolitik – beeinflusst werden kann.
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05.11.2025 • 31/2025
Gutachten zu Kohlemilliarden: Angebot an Arbeitskräften besser absichern
Mit rund 41 Milliarden Euro will der Bund den Regionen helfen, die vom Kohleausstieg betroffen sind. Wird das Geld sinnvoll genutzt? Die Wirtschaftsforschungsinstitute IWH und RWI haben den Zwischenbericht 2025 im Rahmen der begleitenden Evaluierungsforschung dazu vorgelegt. Der Bericht beleuchtet die bisherige Mittelverwendung, die zu erwartenden ökonomischen Effekte des Kohleausstiegs und der Förderung der betroffenen Regionen. Wichtige Empfehlungen des Zwischenberichts beziehen sich auf die demographische Lage in den Kohleregionen und auf die Bereitstellung von Daten und Informationen zu den geförderten Projekten.
Oliver Holtemöller
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Kalifornische Inspirationen
Simon Wiederhold
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 2,
2025
Abstract
Wissenschaft lebt vom Austausch kluger Köpfe über Grenzen hinweg. IWH-Ökonom Simon Wiederhold hat vier Wochen an der Stanford University geforscht. Einblicke in eine höchst anregende Erfahrung.
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Application Barriers and the Socioeconomic Gap in Child Care Enrollment
Henning Hermes, Philipp Lergetporer, Frauke Peter, Simon Wiederhold
Journal of the European Economic Association,
Vol. 23 (3),
2025
Abstract
Why are children with lower socioeconomic status (SES) substantially less likely to be enrolled in child care? We study whether barriers in the application process work against lower-SES children — the group known to benefit strongest from child care enrollment. In an RCT in Germany with highly subsidized child care (N = 607), we offer treated families information and personal assistance for applications. We find substantial, equity-enhancing effects of the treatment, closing half of the large SES gap in child care enrollment. Increased enrollment for lower-SES families is likely driven by altered application knowledge and behavior. We discuss scalability of our intervention and derive policy implications for the design of universal child care programs.
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Why Is the Roy-Borjas Model Unable to Predict International Migrant Selection on Education? Evidence from Urban and Rural Mexico
Stefan Leopold, Jens Ruhose, Simon Wiederhold
World Economy,
Vol. 48 (2),
2025
Abstract
The Roy-Borjas model predicts that international migrants are less educated than nonmigrants because the returns to education are generally higher in developing (migrant-sending) than in developed (migrant-receiving) countries. However, empirical evidence often shows the opposite. Using the case of Mexico-U.S. migration, we show that this inconsistency between predictions and empirical evidence can be resolved when the human capital of migrants is assessed using a two-dimensional measure of occupational skills rather than by educational attainment. Thus, focusing on a single skill dimension when investigating migrant selection can lead to misleading conclusions about the underlying economic incentives and behavioral models of migration.
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Medienecho
Medienecho Februar 2026 Oliver Holtemöller: Talsohle scheint erreicht in: Wirtschaftswoche, 13.02.2026 IWH: »Rosenkrieg« ums Arbeitszeugnis (Bericht mit Bezug auf…
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13.02.2025 • 6/2025
Zweiter Zwischenbericht zur begleitenden Evaluierung des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG) und des STARK-Bundesprogramms erschienen
Am 13. Februar 2025 wurde der zweite Zwischenbericht zur begleitenden Evaluierung des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG) und des STARK-Bundesprogramms von den Wirtschaftsforschungsinstituten IWH und RWI veröffentlicht. Die Evaluierung, die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz durchgeführt wird, analysiert die Fortschritte der Programme, identifiziert die Wirkungen der Förderung und gibt konkrete Handlungsempfehlungen, wie die Maßnahmen optimiert werden können, um die Transformation der vom Kohleausstieg betroffenen Regionen in Deutschland erfolgreich zu gestalten.
Oliver Holtemöller
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IWH-Insolvenztrend: Keine Trendwende trotz Rückgangs bei Firmenpleiten Deutlich schneller als die amtliche Statistik liefert das IWH jeden Monat ein Lagebild vom bundesweiten…
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Medienecho-Archiv 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Dezember 2021 IWH: Ausblick auf Wirtschaftsjahr 2022 in Sachsen mit Bezug auf IWH-Prognose zu Ostdeutschland: "Warum Sachsens…
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Forschungscluster
Drei Forschungscluster Jede IWH-Forschungsgruppe ist einem themenorientieren Forschungscluster zugeordnet. Die Cluster stellen keine eigenen Organisationseinheiten dar, sondern…
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