08.10.2026 • 30/2026
IWH-Insolvenztrend: Mehr Firmenpleiten im September, aber leichter Rückgang im dritten Quartal
Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in einer heute veröffentlichten Analyse feststellt, stieg die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland im September wieder an. Im dritten Quartal 2026 ging die Zahl der Firmenpleiten gegenüber dem Vorquartal leicht zurück, blieb aber auf dem zweithöchsten Stand seit 2005. Zum Jahresende ist weitere Entspannung in Sicht.
Steffen Müller
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Debt Overhang and Real Firm Outcomes
Arsène Buzima Dunia
IWH Discussion Papers,
Nr. 14,
2026
Abstract
Does debt overhang distort only investment? This paper analyzes the subsequent effects of debt overhang on firm-level outcomes. Using an event study for German firms from 2004 to 2021, we find that, relative to comparable firms in the same industry and year, highly indebted firms do not merely invest less, which is the classic overhang result. They also hire less, and the two margins together translate into slower sales growth. The composition of the adjustment, however, depends on the firm’s growth regime. Highly indebted firms that keep expanding slow their hiring but raise capital per worker over the long run, substituting capital for labour along a flatter expansion path. Highly indebted firms that contract shed workers with no offsetting change in capital intensity: they scale down rather than restructure. These patterns hold in normal times as well as in crises and are concentrated among small and medium-sized limited-liability firms. Debt overhang is therefore not a pure investment wedge but a persistent drag on firm scale, whose incidence across inputs is determined by whether the firm is growing or shrinking.
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08.09.2026 • 26/2026
IWH-Insolvenztrend: Firmenpleiten gehen im August zurück, bleiben aber auf hohem Niveau
Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in einer heute veröffentlichten Analyse feststellt, ist die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland im August gesunken. Die Zahl der betroffenen Arbeitsplätze stieg dagegen an. Die Frühindikatoren deuten darauf hin, dass die Insolvenzzahlen in den kommenden Monaten wieder sehr hoch ausfallen dürften.
Steffen Müller
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Kulturelle Vielfalt und Immobilienpreise
Rachel Cho, Hisham Farag, Christoph Görtz, Danny McGowan, Huyen Nguyen, Max Schröder
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 1,
2026
Abstract
Bezahlen Immobilienkäufer einen Aufpreis, um in einem kulturell vielfältigen Viertel zu leben? Eine neue Studie mit Daten aus Nordirland legt dies nahe. Um den Zusammenhang zwischen kultureller Vielfalt und Immobilienpreisen zu untersuchen, stützen sich die Forscher auf Daten aus der Zeit der britischen Kolonialisierung Irlands zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Damals entstanden Nachbarschaften mit unterschiedlicher religiöser Zusammensetzung. Diese religiöse Zusammensetzung besteht bis heute. Diese Wohnviertel unterscheiden sich also kulturell, nicht jedoch hinsichtlich ihrer ethnischen und sozioökonomischen Merkmale. Die Ergebnisse zeigen: Im Durchschnitt erzielen Immobilien in kulturell vielfältigen Vierteln einen um fast 10% höheren Verkaufspreis als solche in religiös-kulturell homogenen Gebieten. Darin spiegelt sich eine höhere Nachfrage: Vielfältige Viertel sind für ein breiteres Spektrum potenzieller Käufer attraktiv. Dadurch steigt auch die Liquidität der Immobilien. Die Ergebnisse stehen in Kontrast zu früheren Studien, die einen negativen Zusammenhang zwischen Vielfalt und Immobilienpreisen belegten.
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06.08.2026 • 22/2026
IWH-Insolvenztrend: Firmenpleiten auch im Juli auf sehr hohem Niveau
Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in einer heute veröffentlichten Analyse feststellt, ist die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland im Juli nahezu unverändert geblieben. Die Zahl der betroffenen Arbeitsplätze ging leicht zurück, liegt aber weiterhin deutlich über dem Vor-Corona-Niveau. Die Frühindikatoren deuten auch für die kommenden Monate auf sehr hohe Insolvenzzahlen hin.
Steffen Müller
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09.07.2026 • 20/2026
IWH-Insolvenztrend: Firmenpleiten im zweiten Quartal auf höchstem Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten
Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in einer heute veröffentlichten Analyse feststellt, stieg die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland im Juni erneut an. Im zweiten Quartal 2026 gab es so viele Firmenpleiten wie seit 21 Jahren nicht mehr. Der Anstieg erfasst nahezu alle großen Branchen.
Steffen Müller
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11.06.2026 • 17/2026
Konjunktur aktuell: Konjunktur zwischen Energiekrise und KI-Boom
Die deutsche Wirtschaft befand sich bis zum Ausbruch der Energiekrise auf Erholungskurs. Aber nur wenn sich der Golfkonflikt entspannt und die Energiepreise nicht weiter steigen, wird sich die Erholung im Laufe des Jahres 2026 fortsetzen. Das ist in der vorliegenden Sommerprognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) unterstellt. In diesem Fall dürfte die Produktion in diesem und im folgenden Jahr um 0,9% zunehmen. Ähnliche Expansionsraten sind auch für Ostdeutschland zu erwarten. Im März waren die IWH-Konjunkturforscher für die deutsche Wirtschaft von einem Zuwachs von 0,7% für 2026 und 1% für 2027 ausgegangen.
Oliver Holtemöller
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09.06.2026 • 15/2026
IWH-Insolvenztrend: Anzahl der Firmenpleiten deutlich gesunken
Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in einer heute veröffentlichten Analyse feststellt, ist die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland nach Rekordwerten in den Vormonaten im Mai deutlich gesunken. Eine Ausnahme bildet die Branche Verkehr und Lagerei.
Steffen Müller
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Individualism and the Formation of Human Capital
Katharina Hartinger, Sven Resnjanskij, Jens Ruhose, Simon Wiederhold
Journal of the European Economic Association,
Vol. 24 (3),
2026
Abstract
More individualistic countries experience higher economic growth. We provide evidence for a human-capital-based explanation of the growth effects of individualism. Using data from the largest international adult skill assessment, we establish that individualism shapes human capital formation. We identify the effects of individualism by exploiting variation between migrants at the origin-country, origin-language, and person level. Migrants from more individualistic cultures have higher cognitive skills and larger skill gains over time. They also invest more in their skills over the life cycle, as they acquire more years of schooling and are more likely to participate in adult education activities. Individualism is more important in explaining adult skill formation than any other cultural trait that previous literature has emphasized. In the labor market, more individualistic migrants earn higher wages and are less often unemployed. We show that our results cannot be explained by selective migration or omitted origin-country variables.
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Social Capital and Accounting Conservatism
Mansoor Afzali, Gonul Colak, Iftekhar Hasan, Minna Martikainen
Journal of International Accounting, Auditing and Taxation,
Vol. 60 (June),
2026
Abstract
We investigate the relationship between county-level social capital in the U.S. and asymmetric earnings timeliness (accounting conservatism). We measure social capital by the strength of civic norms and the density of social networks in a community. We find that firms headquartered in regions with higher social capital have earnings that reflect bad news more quickly than good news. Two potential mechanisms driving this connection are evident in our findings. First, the positive link between social capital and asymmetric earnings timeliness is more pronounced in firms with weaker external oversight, suggesting that social capital compensates for weaknesses in these mechanisms by discouraging managers from delaying the recognition of bad news. Second, we illustrate that firms in high social capital regions are more likely to recruit senior executives with higher asymmetric earnings timeliness coefficients. This result implies a preference for managers who adopt more conservative accounting practices. We find similar results using an international sample of firms from 21 countries. Our findings offer new insights into how local social norms influence corporate financial reporting.
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