Rückblick auf den 11. FIN-FIRE-Workshop „Challenges to Financial Stability“
Erik Ködel, Michael Koetter
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 3,
2025
Abstract
Im September 2025 reisten Finanzökonomen aus aller Welt zum elften Mal nach Halle, um am jährlichen FIN-FIRE-Workshop am IWH teilzunehmen. Zwei Tage lang gaben die Autoren von zehn Beiträgen einen umfassenden Überblick über aktuelle Themen, die potenzielle Herausforderungen für das Finanzsystem darstellen, z. B. mangelnden Datenschutz bei der Vergabe von Immobilienkrediten, Unsicherheiten in Anleihemärkten aufgrund von Klimarisiken, Intransparenz bei synthetischen Risikotransferprodukten, die Auswirkungen geopolitischer Risiken auf die Kreditvergabe sowie granulare Friktionen bei der Transmission geldpolitischer Maßnahmen. Ein intensiver Gedankenaustausch zwischen Autoren, Ko-Referenten und Plenum führte zu neuen Erkenntnissen über die Widerstandsfähigkeit und Fragilität unserer Finanzsysteme.
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11.12.2025 • 34/2025
Konjunktur aktuell: Leichte Belebung kommt, Strukturprobleme bleiben
Zum Jahresende 2025 ist weiterhin unklar, ob sich die deutsche Wirtschaft auf Erholungskurs befindet, zumal die Exportschwäche auch im Herbst andauert. Dennoch ist für das Jahr 2026 aufgrund von finanzpolitischen Impulsen und gestiegenen Realeinkommen eine leichte Belebung zu erwarten. Nach der Winterprognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) dürfte die Produktion dann um 1,0% zunehmen, nach 0,2% im Jahr 2025. Im September waren die IWH-Konjunkturforscher von einem Zuwachs von 0,8% für 2026 und 0,2% für das laufende Jahr ausgegangen. In Ostdeutschland wird die Expansionsrate im Jahr 2026 nach der vorliegenden Prognose demographisch bedingt wohl etwas niedriger ausfallen.
Oliver Holtemöller
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The Price of Beauty: Biodiversity Effects on Residential Housing Markets
Michael Koetter, Birte Winter, Fabian Woebbeking
IWH Discussion Papers,
Nr. 21,
2025
Abstract
We study how and why local biodiversity affects residential property values. Leveraging remotely sensed greenness indicators and a novel dataset of granular property listings, we examine how changes in vegetation load on real estate prices. Hikes in greenness are associated with higher listing prices, fewer properties listed, and reduced liquidity in housing markets. These results suggest that price hikes in housing markets are driven by supply-side constraints instead of a “greenium” that buyers might be willing to pay due to innate preferences. Exogenous zoning shocks to foster biodiversity corroborate the presence of supply side constraints as price drivers in residential housing markets. Our findings emphasize the need to calibrate biodiversity and (social) housing policy objectives more explicitly.
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Employment Responses to Increased Biodiversity Transition Risk
Duc Duy Nguyen, Huyen Nguyen, Trang Nguyen, Vathunyoo Sila
IWH Discussion Papers,
Nr. 20,
2025
Abstract
This paper examines how firms adjust the number and types of workers they hire in response to increased biodiversity transition risk. Using the adoption of the Key Biodiversity Areas Standard of 2016 as a source of variation that increases the risk of future land-use restrictions, we find that firms reduce job postings in affected areas and reallocate labor to less exposed regions. This effect is concentrated among firms that make negative impacts on biodiversity. Cuts are stronger among production roles, while hiring in green and adaptive occupations increases. The effect is not driven by changes in capital investment or workers’ labor supply decisions. Our findings contribute to the ongoing debate on the costs and benefits of biodiversity conservation policies and their implications for labor market outcomes.
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12.06.2025 • 19/2025
Konjunktur aktuell: Konjunkturelle Belebung in Deutschland – strukturelle Probleme und US-Handelspolitik belasten
Im ersten Halbjahr 2025 hat sich die konjunkturelle Lage in Deutschland etwas gebessert. Dabei hat geholfen, dass die Nachfrage aus den USA in Erwartung höherer Zölle vorübergehend anzog. Wenn die USA ihre Handelskonflikte nicht weiter eskalieren lassen, dürfte die Produktion in Deutschland nach der Sommerprognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) im Jahr 2025 mit 0,4% erstmals seit zwei Jahren wieder etwas zunehmen. Im März hatten die IWH-Konjunkturforscher noch einen Zuwachs von 0,1% für das laufende Jahr prognostiziert. Für das Jahr 2026 ist mit einem Zuwachs von 1,1% zu rechnen. Ähnliche Expansionsraten sind auch für Ostdeutschland zu erwarten.
Oliver Holtemöller
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Konjunktur aktuell: Konjunkturelle Belebung in Deutschland – strukturelle Probleme und US-Handelspolitik belasten
Konjunktur aktuell,
Nr. 2,
2025
Abstract
Wie es mit der internationalen Konjunktur in diesem und im kommenden Jahr weitergeht, hängt im Wesentlichen vom Fortgang der Handelskonflikte zwischen den USA und dem Rest der Welt ab. Alles in allem steigt die Weltproduktion in den Jahren 2025 und 2026 um jeweils 2,3%. Das größte weltwirtschaftliche Risiko besteht darin, dass die Handelskonflikte der USA mit der EU und insbesondere mit China weiter eskalieren. Für die deutsche Wirtschaft gibt es mehr und mehr Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung, die jedoch ebenfalls erheblich von der möglichen Eskalation der US-Handelskonflikte gefährdet ist. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im Jahr 2025 mit 0,4% erstmals seit zwei Jahren wieder etwas zunehmen.
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Medienecho
Medienecho Februar 2026 Oliver Holtemöller: Talsohle scheint erreicht in: Wirtschaftswoche, 13.02.2026 IWH: »Rosenkrieg« ums Arbeitszeugnis (Bericht mit Bezug auf…
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Contractionary Macroprudential Policy, Collateral Valuation, and Risk-shifting in EU Banking
Michael Koetter, Felix Noth, Fabian Woebbeking
IWH Discussion Papers,
Nr. 4,
2025
Abstract
We study real estate lending responses to tighter macroprudential policy (MPP) in the form of lower required loan-to-value (LTV) ratios. Contract details of 2.4 million mortgage loans originated between 2008 and 2020 reveal significantly fewer new loan issuances in response to contractionary MPP, commensurate with an average reduction in aggregate lending of 21 percent. Loan-level analyses reveal, however, that banks comply with lower LTVs by systematically more benevolent valuations of residential real estate pledged as collateral instead of reducing loan size. Exploiting earthquakes as plausible exogenous shocks to property values corroborates these risk-shifting patterns by banks in the form of inflated property valuations after LTV shocks.
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Medienecho-Archiv 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Dezember 2021 IWH: Ausblick auf Wirtschaftsjahr 2022 in Sachsen mit Bezug auf IWH-Prognose zu Ostdeutschland: "Warum Sachsens…
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Drei Forschungscluster Jede IWH-Forschungsgruppe ist einem themenorientieren Forschungscluster zugeordnet. Die Cluster stellen keine eigenen Organisationseinheiten dar, sondern…
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