01.06.2022 • 12/2022
IWH begrüßt internationale Spitzenforscherin als Leiterin der neuen Abteilung
Kräftiger Schub für die wissenschaftliche Exzellenz des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH): Merih Sevilir, eine weltweit renommierte Forscherin für das Zusammenspiel von Finanz- und Arbeitsmärkten, leitet seit heute die jüngste Abteilung des Instituts. Ihre Expertise stärkt ein Alleinstellungsmerkmal des IWH und eröffnet der Politik die Chance auf wesentliche Erkenntnisgewinne.
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Ricardian Equivalence, Foreign Debt and Sovereign Default Risk
Stefan Eichler, Ju Hyun Pyun
Journal of Economic Behavior and Organization,
Vol. 197 (May),
2022
Abstract
We study the impact of sovereign solvency on the private-public savings offset. Using data on 80 economies for 1989–2018, we find robust evidence for a U-shaped pattern in the private-public savings offset in sovereign credit ratings. While the 1:1 savings offset is observed at intermediate levels of sovereign solvency, fiscal deficits are not offset by private savings at extremely low and high levels of sovereign solvency. Particularly, the U-shaped pattern is more pronounced for countries with high levels of foreign ownership of government debt. The U-shaped pattern is an emerging market phenomenon; additionally, it is confirmed when considering foreign currency rating and external public debt, but not for domestic currency rating and domestic public debt. For considerable foreign ownership of sovereign bonds, sovereign default constitutes a net wealth gain for domestic consumers.
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Kommentar: Die Schuldenfinanzierung höherer Militärausgaben ist Augenwischerei
Oliver Holtemöller
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 1,
2022
Abstract
Die Bundesregierung will zusätzliche Militärausgaben in Höhe von 100 Mrd. Euro über ein „Sondervermögen“ finanzieren. Dies täuscht darüber hinweg, dass mehr Militärausgaben nicht ohne Einschränkungen an anderer Stelle, z. B. bei Investitionen für den Klimaschutz, zu haben sind. Eine Finanzierung über höhere Steuern wäre transparenter und würde die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Einzelnen berücksichtigen.
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Explaining Regional Disparities in Housing Prices Across German Districts
Lars Brausewetter, Stephan L. Thomsen, Johannes Trunzer
IWH Discussion Papers,
Nr. 13,
2022
Abstract
Over the last decade, German housing prices have increased unprecedentedly. Drawing on quality-adjusted housing price data at the district level, we document large and increasing regional disparities: Growth rates were higher in 1) the largest seven cities, 2) districts located in the south, and 3) districts with higher initial price levels. Indications of price bubbles are concentrated in the largest cities and in the purchasing market. Prices seem to be driven by the demand side: Increasing population density, higher shares of academically educated employees and increasing purchasing power explain our findings, while supply remained relatively constrained in the short term.
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17.03.2022 • 6/2022
Konjunktur aktuell: Preisschock gefährdet Erholung der deutschen Wirtschaft
Der Ukraine-Krieg Russlands trifft die deutsche Wirtschaft vor allem über einen Energiepreisschock, aber auch über die Unterbrechung von Handelsströmen und über eine allgemeine Verunsicherung. Zugleich erhält die Konjunktur aber von der Aufhebung vieler Pandemie-Restriktionen einen kräftigen Schub. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) prognostiziert, dass das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 3,1% zunehmen wird und der Verbraucherpreisindex um 4,8% höher liegt als vor einem Jahr. Die ostdeutsche Wirtschaft wird vom Krieg kaum schwerer getroffen als die Wirtschaft in Deutschland insgesamt.
Oliver Holtemöller
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CoCo Bonds, Bank Stability, and Earnings Opacity
Melina Ludolph
IWH Discussion Papers,
Nr. 1,
2022
Abstract
This paper examines the effect of CoCo bonds that qualify as additional tier 1 capital on bank stability and reporting. The results reveal a significant reduction in the distance to insolvency following the hybrid bond issuance due to increased earnings volatility. Banks report less stable net income due to more volatile loss provisions, which increases earnings opacity rather than reflects changes in asset quality. The findings are consistent with the premise that persistent uncertainty and misconceptions among investors about bail-in likelihoods limit their monitoring engagement, which results in banks becoming less transparent.
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Kommentar: Der rosa Rentenelefant
Reint E. Gropp
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 3,
2021
Abstract
Das Sondierungspapier von SPD, Grünen und FDP ist in einigen Punkten überraschend konkret. Zwölf Euro Mindestlohn, keine Steuererhöhungen, die Schuldenbremse bleibt, ein Bürgergeld, Bürokratieabbau, eine Solardachpflicht. Abgesehen davon, dass unklar bleibt, wie ohne Steuererhöhungen und mit Schuldenbremse die Ausgaben finanziert werden sollen, ist das Papier allerdings in einem entscheidenden Punkt erstaunlich vage: Wie sollen die Renten vor dem Hintergrund des demographischen Wandels finanziert werden?
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Financing Choice and Local Economic Growth: Evidence from Brazil
Iftekhar Hasan, Thiago Christiano Silva, Benjamin Miranda Tabak
Journal of Economic Growth,
Vol. 26 (3),
2021
Abstract
We study how financing non-traditional local activities, conceived here as a proxy for activity diversification, is associated with economic growth. We use municipality-level data from Brazil, a country with large geographical, social, and economic disparities observed across its more than 5500 municipalities. We find that finance to non-traditional local activities associates with higher municipal economic growth, suggesting a positive externality between the non-traditional and traditional sectors. Using large natural disasters in Brazil as sources of unexpected negative events, we find that this association between financing non-traditional local activities and economic growth becomes negative in times of distress. We find that traditional local sectors are more affected than non-traditional sectors following a natural disaster. Precisely because of the non-traditional sector’s dependence on the traditional sector, our results suggest that municipalities should restrengthen their traditional activities during adverse conditions.
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Unternehmensinsolvenzen seit Ausbruch der Pandemie
Steffen Müller
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 2,
2021
Abstract
Die Insolvenzzahlen sind trotz Corona-Krise stark gesunken. Aufgrund zahlreicher Großinsolvenzen wie etwa von Esprit, Hallhuber oder Wirecard war das Jahr 2020 bezogen auf die Zahl der betroffenen Beschäftigten trotzdem ein schwieriges Jahr. Eine Insolvenzwelle mit vielen gefährdeten Jobs ab Sommer 2021 ist aufgrund staatlicher Unterstützungsmaßnahmen und abwartendem Verhalten der Unternehmen eher unwahrscheinlich. Soweit es die Pandemielage zulässt, sollten Stützungsmaßnahmen bereits im Jahr 2021 auf den Prüfstand, um eine „Zombifizierung“ der Wirtschaft zu verhindern.
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15.06.2021 • 16/2021
Konjunktur aktuell: Zunahme persönlicher Kontakte beflügelt wirtschaftliche Aktivität
Im Sommer sind die konjunkturellen Aussichten in Deutschland günstig. Weil die Pandemie auf dem Rückzug ist, dürften die Restriktionen, die die Aktivität in vielen Dienstleistungsbranchen behindert haben, nach und nach aufgehoben werden, und es ist mit einem kräftigen Schub bei den privaten Käufen zu rechnen. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) prognostiziert, dass das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 um 3,9% und im Jahr 2022 um 4,0% zunehmen wird. Die Produktion in Ostdeutschland dürfte in beiden Jahren um jeweils 3% zulegen.
Oliver Holtemöller
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