Im Fokus: Industrielle Kerne in Ostdeutschland und wie es dort heute aussieht – Das Beispiel des Metallurgiestandorts Eisenhüttenstadt
Gerhard Heimpold
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 3,
2016
Abstract
Der Metallurgiestandort Eisenhüttenstadt gehörte zu den industriellen Kernen, um deren Erhalt nach Herstellung der Einheit Deutschlands gerungen wurde. Der Beitrag untersucht, wie der Kern nach mehr als 25 Jahren Deutscher Einheit dasteht und welche Entwicklung sich vollzogen hat. Das Eisenhüttenstädter Unternehmen bildet weiterhin den prägenden industriellen Kern für die Region, bei starkem Beschäftigungsrückgang. Nach der Übernahme durch den privaten Investor Ende 1994 wurde die bis dahin existierende produktivitätsmindernde Lücke in der Wertschöpfungskette durch Errichtung eines Warmwalzwerks geschlossen. Auch ein neuer Hochofen wurde errichtet. Das Eisenhüttenstädter Werk gehört heute zu ArcelorMittal, dem weltweit größten Stahlkonzern, und ist einer von vier Stahlproduktionsstandorten des Konzerns in Deutschland. Geforscht wird an anderen Standorten außerhalb Deutschlands. Hergestellt werden qualitativ hochwertige Flachstähle für die zentral- und osteuropäischen Märkte. Die Produktion ist hochmodern und wettbewerbsfähig, sieht sich aber insbesondere durch Importwettbewerb und Pläne der EU-Kommission für den Emissionsrechtehandel herausgefordert. Weiterer Strukturwandel und wirtschaftliche Diversifizierung sind in Eisenhüttenstadt vonnöten.
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Staatliche Nachfrage als Treiber privater Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
Viktor Slavtchev, Simon Wiederhold
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 3,
2016
Abstract
Der Staat fragt Produkte und Dienstleistungen mit ganz unterschiedlichem technologischen Niveau nach – von Büroklammern bis zu Forschungssatelliten. Dieser Beitrag zeigt zunächst in einem theoretischen Modell, dass der Staat durch die technologische Intensität seiner Nachfrage den Markt für technologieintensive Produkte und Dienstleistungen erweitern kann. Denn eine stärkere staatliche Nachfrage nach innovativen Produkten und Dienstleistungen erlaubt es privaten Unternehmen, die überwiegend fixen Kosten für Forschung und Entwicklung auf größere Absatzmengen umzulegen, lässt die privaten Erträge aus Forschung und Entwicklung ansteigen und generiert somit zusätzliche Anreize, in die Entwicklung neuer Technologien zu investieren. Anhand von Daten aus den USA wird auch empirisch belegt, dass eine – budgetneutrale – Erhöhung der technologischen Intensität der staatlichen Nachfrage die privaten FuE-Ausgaben erhöht. Damit rückt die staatliche Nachfrage erneut in die Diskussion über mögliche Instrumente einer effektiven Wirtschafts- und Innovationspolitik.
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Central Bank Transparency and Cross-border Banking
Stefan Eichler, Helge Littke, Lena Tonzer
Abstract
We analyze the effect of central bank transparency on cross-border bank activities. Based on a panel gravity model for cross-border bank claims for 21 home and 47 destination countries from 1998 to 2010, we find strong empirical evidence that a rise in central bank transparency in the destination country, on average, increases cross-border claims. Using interaction models, we find that the positive effect of central bank transparency on cross-border claims is only significant if the central bank is politically independent. Central bank transparency and credibility are thus considered complements by banks investing abroad.
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Außenwirtschaft Sachsen-Anhalts auf dem Weg zu einer größeren Internationalisierung
Martina Kämpfe
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 2,
2016
Abstract
Der Außenhandel Sachsen-Anhalts hat sich in den vergangenen Jahren abgeschwächt. Dies liegt vor allem an der anhaltenden Krise auf dem wichtigen Absatzmarkt Europa. Neue Wachstumsmärkte zu erschließen, ist gerade für die in Sachsen-Anhalt verbreiteten kleinen und mittleren Unternehmen schwierig. Zudem dominieren Vorerzeugnisse und Halbwaren den Export. Obgleich sich die Schwerpunkte in den Handelsregionen aufgrund der aktuellen Konjunktur jüngst leicht verschoben haben, bleibt es eine schwierige Aufgabe, das Außenwirtschaftspotenzial der Unternehmen besser zu entfalten. Mehr Produktinnovation, die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft, neue Anreize für die Fachkräftegewinnung und das Gründungsgeschehen sowie die strategische Erschließung von Auslandsmärkten sind Felder, auf denen das neue Außenwirtschaftskonzept des Landes ansetzen will. Es könnte damit zu mehr Internationalisierung der Unternehmen in Sachsen-Anhalt beitragen.
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Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2016: Aufschwung bleibt moderat – Wirtschaftspolitik wenig wachstumsorientiert
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 2,
2016
Abstract
Anfang des Jahres 2016 wurde deutlich, dass sich die Weltwirtschaft in den Monaten zuvor merklich abgekühlt hatte. Die schlechten Nachrichten führten auf den Aktienmärkten im Januar und Februar weltweit zu erheblichen Bewertungsverlusten sowie zu einem deutlichen Anstieg der Risikowahrnehmung.
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Regional Banking Instability and FOMC Voting
Stefan Eichler, Tom Lähner, Felix Noth
Abstract
This study analyzes if regionally affiliated Federal Open Market Committee (FOMC) members take their districts’ regional banking sector instability into account when they vote. Considering the period from 1978 to 2010, we find that a deterioration in a district’s bank health increases the probability that this district’s representative in the FOMC votes to ease interest rates. According to member-specific characteristics, the effect of regional banking sector instability on FOMC voting behavior is most pronounced for Bank presidents (as opposed to governors) and FOMC members who have career backgrounds in the financial industry or who represent a district with a large banking sector.
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Konjunktur aktuell: Stabile Konjunktur in Deutschland trotz krisenhaften Umfelds
Konjunktur aktuell,
Nr. 1,
2016
Abstract
Die deutsche Konjunktur ist trotz internationaler Risiken und politischer Verwerfungen kraftvoll in das Jahr 2016 gestartet. Beschäftigung und Einkommen nehmen zu, und die Binnennachfrage steigt deutlich, auch weil der Staat zusätzliche Ausgaben im Zusammenhang mit der Flüchtlingsmigration tätigt. Allerdings dürfte es im Frühjahr zu einer vorübergehenden Verlangsamung der Dynamik kommen, darauf deuten Stimmungsindikatoren hin. Mit Fortschritten bei der Bewältigung der aktuellen politischen Probleme in Europa dürfte die Zuversicht wieder zunehmen und die deutsche Konjunktur insgesamt stabil bleiben, sodass das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2016 wohl mit einer Rate von 1,5% expandieren wird.
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Size of Training Firms and Cumulated Long-run Unemployment Exposure – The Role of Firms, Luck, and Ability in Young Workers’ Careers
Steffen Müller, Renate Neubäumer
Abstract
This paper analyzes how life-cycle unemployment of former apprentices depends on the size of the training firm. We start from the hypotheses that the size of training firms reduces long-run cumulated unemployment exposure, e.g. via differences in training quality and in the availability of internal labor markets, and that the access to large training firms depends positively on young workers’ ability and their luck to live in a region with many large and medium-sized training firms. We test these hypotheses empirically by using a large administrative data set for Germany and find corroborative evidence.
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To Separate or not to Separate Investment from Commercial Banking? An Empirical Analysis of Attention Distortion under Multiple Tasks
Reint E. Gropp, K. Park
IWH Discussion Papers,
Nr. 2,
2016
Abstract
In the wake of the 2008/2009 financial crisis, a number of policy reports (Vickers, Liikanen, Volcker) proposed to separate investment banking from commercial banking to increase financial stability. This paper empirically examines one theoretical justification for these proposals, namely attention distortion under multiple tasks as in Holmstrom and Milgrom (1991). Universal banks can be viewed as combining two different tasks (investment banking and commercial banking) in the same organization. We estimate pay-performance sensitivities for different segments within universal banks and for pure investment and commercial banks. We show that the pay-performance sensitivity is higher in investment banking than in commercial banking, no matter whether it is organized as part of a universal bank or in a separate institution. Next, the paper shows that relative pay-performance sensitivities of investment and commercial banking are negatively related to the quality of the loan portfolio in universal banks. Depending on the specification, we obtain a reduction in problem loans when investment banking is removed from commercial banks of up to 12 percent. We interpret the evidence to imply that the higher pay-performance sensitivity in investment banking directs the attention of managers away from commercial banking within universal banks, consistent with Holmstrom and Milgrom (1991). Separation of investment banking and commercial banking may indeed be associated with a reduction in risk in commercial banking.
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Foreign Direct Investment: The Role of Institutional and Cultural Determinants
Stefan Eichler, N. Lucke
Applied Economics,
Vol. 48 (11),
2016
Abstract
Using panel data for 29 source and 65 host countries in the period 1995–2009, we examine the determinants of bilateral FDI stocks, focusing on institutional and cultural factors. The results reveal that institutional and cultural distance is important and that FDI has a predominantly regional aspect. FDI to developing countries is positively affected by better institutions in the host country, while foreign investors prefer to invest in developed countries that are more corrupt and politically unstable compared to home. The results indicate that foreign investors prefer to invest in countries with less diverse societies than their own.
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