Persönliche Beziehungen, der Transfer von akademischem Wissen und der Standort von Gründungen aus Hochschulen
S. Heblich, Viktor Slavtchev
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 6,
2015
Abstract
In dieser Studie wird die Bedeutung von persönlichen Beziehungen zwischen Unternehmensgründern aus Hochschulen und Hochschulforschern für die Entscheidung der Gründer, sich in der Region der Heimathochschule niederzulassen, untersucht. Am Beispiel von Gründungen aus Hochschulen in Regionen mit mehreren Hochschulen kann gezeigt werden, dass bei der Entscheidung der Gründer, in der Region zu bleiben, der Nähe zur Heimatfakultät größere Bedeutung zukommt als der Nähe zu vergleichbaren Fakultäten an anderen lokalen Hochschulen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass für den Zugang zu akademischem Wissen und Ressourcen und deren Transfer in Privatunternehmen über das einfache lokale Vorhandensein von Hochschulen hinaus persönliche Beziehungen bedeutsam sind. Dies hat Implikationen für die Rolle der Hochschulen als Standortvorteil für Unternehmen, die von akademischem Wissen und Ressourcen profitieren können oder darauf angewiesen sind.
Artikel Lesen
Im Fokus: Industrielle Kerne in Ostdeutschland und wie es dort heute aussieht – Das Beispiel des Chemiestandorts Bitterfeld-Wolfen
Gerhard Heimpold
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 6,
2015
Abstract
Der Erhalt industrieller Kerne war eines der wirtschaftspolitischen Ziele beim Aufbau Ost. Einer dieser Kerne ist der Chemiestandort Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt. Der Beitrag untersucht, wie es nach 25 Jahren Deutscher Einheit um diesen industriellen Kern bestellt ist. In einem Satz: Der Kern ist nicht mehr der alte. Die Kombinate der Großchemie waren als Ganzes nicht privatisierbar. An ihre Stelle sind moderne mittelständische Chemiebetriebe getreten. Daneben haben sich neue Branchen, etwa die Glasindustrie, angesiedelt, und in Gestalt einer attraktiven Seenlandschaft ist aus den Braunkohlentagebauen etwas völlig Neues entstanden. Bei den Forschungsaktivitäten kann die Region aber mit westdeutschen Verhältnissen nicht mithalten. Die vielleicht größte künftige Herausforderung wird in einer demographisch bedingt rückläufigen Erwerbspersonenzahl liegen.
Artikel Lesen
Kommentar: 25 Jahre Aufbau Ost – weiterer Konvergenzfortschritt braucht gesamtdeutsches Produktivitätswachstum
Reint E. Gropp, Gerhard Heimpold
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 5,
2015
Abstract
Wie kann es weitergehen mit der Wirtschaftsentwicklung in Ostdeutschland? Wird Ostdeutschland auf dem derzeitigen Entwicklungsniveau verharren? Die Entwicklungsperspektiven der Neuen Länder sind nicht losgelöst von der künftigen gesamtdeutschen Wachstumsdynamik. Nicht nur in Ostdeutschland, sondern in Deutschland insgesamt besteht die Herausforderung darin, die Produktivität zu steigern, und zwar stärker als bislang.
Artikel Lesen
Die Analyse kausaler Effekte wirtschaftspolitischer Maßnahmen – Das Zentrum für evidenzbasierte Politikberatung am IWH (IWH-CEP)
Matthias Brachert, Eva Dettmann, Mirko Titze
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 5,
2015
Abstract
In Deutschland besteht ein enormer Bedarf an evidenzbasierter Politikberatung. Viele wirtschaftspolitische Interventionen werden bislang nicht umfassend evaluiert, und falls doch, wenden die wenigsten Untersuchungen geeignete Verfahren der Kausalanalyse an, um einen ursächlichen Zusammenhang zwischen der Intervention und dem Erreichen von wirtschaftspolitischen Zielen zu identifizieren. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle hat für diese Aufgabe das Zentrum für evidenzbasierte Politikberatung (IWH-CEP) eingerichtet. Eine Pilotstudie zu den Wirkungen der betrieblichen Investitionsförderung ist bereits angelaufen.
Artikel Lesen
RegDemo: Aufbereitung und Zusammenführung der Akteursdaten - Technische Dokumentation der Routinen und Datensätze
Wilfried Ehrenfeld
IWH Technical Reports,
Nr. 1,
2015
Abstract
Übergeordnetes Ziel der hier vorgestellten Routinen ist die Abbildung von Kooperationsbeziehungen von Unternehmen, Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtung sowie sonstiger Institutionen auf drei Ebenen von Innovationstätigkeit (Verbundprojekte; Publikationen; Patente). Dazu werden a) die drei innovationsbezogenen Datenbanken (Förderkatalog; Web of Knowledge; DPMA Patente) vereinheitlicht und zusammengeführt sowie b) diese kombinierten Datenbestände mittels Record-Linkage-Techniken mit den Daten aus den Institutionendatensätzen Amadeus und Research Explorer verknüpft. Die Zusammenführung erstreckt sich für dieses Projekt auf die sechs Fallregionen, die in RegDemo vorgesehen sind. Die Abgrenzung erfolgt anhand von Raumordnungsregionen: 501 - Aachen; 513 - Siegen; 602 - Nordhessen (= „Kassel“); 1302 – Mittleres Mecklenburg/Rostock (= „Rostock“); 1401 - Oberes Elbtal/Osterzgebirge (= „Dresden“); 1504 - Magdeburg.
Artikel Lesen
The Structure and Evolution of Inter-sectoral Technological Complementarity in R&D in Germany from 1990 to 2011
T. Broekel, Matthias Brachert
Journal of Evolutionary Economics,
Vol. 25 (4),
2015
Abstract
Technological complementarity is argued to be a crucial element for effective R&D collaboration. The real structure is, however, still largely unknown. Based on the argument that organizations’ knowledge resources must fit for enabling collective learning and innovation, we use the co-occurrence of firms in collaborative R&D projects in Germany to assess inter-sectoral technological complementarity between 129 sectors. The results are mapped as complementarity space for the Germany economy. The space and its dynamics from 1990 to 2011 are analyzed by means of social network analysis. The results illustrate sectors being complements both from a dyadic and portfolio/network perspective. This latter is important, as complementarities may only become fully effective when integrated in a complete set of different knowledge resources from multiple sectors. The dynamic perspective moreover reveals the shifting demand for knowledge resources among sectors at different time periods.
Artikel Lesen
Ostdeutsche Wirtschaft: Konjunktur bleibt im Jahr 2015 kräftig, strukturelle Probleme hemmen
Hans-Ulrich Brautzsch, Franziska Exß, Cornelia Lang, Axel Lindner, Brigitte Loose, Udo Ludwig, Birgit Schultz
Konjunktur aktuell,
Nr. 3,
2015
Abstract
Die Wirtschaft in Ostdeutschland (ohne Berlin) dürfte im Jahr 2015 um 1,5% expandieren. Sie partizipiert dank der engen Integration in den gesamtdeutschen Konjunkturverbund am bundesweiten Aufschwung des privaten Konsums und der Investitionen. Wegen der überwiegenden Orientierung der Exporte auf den Euroraum und die angrenzenden mittel- und osteuropäischen Länder dürfte die ostdeutsche Wirtschaft auch von der dort einsetzenden Erholung profitieren. Allerdings gibt der Handel mit Russland wohl weiter nach.
Artikel Lesen
R&D Cooperation with Scientific Institutions: A Difference-in-difference Approach
Gunnar Pippel, V. Seefeld
Economics of Innovation and New Technology,
Vol. 25 (5),
2016
Abstract
Economists and business managers have long been interested in the impact of research and development (R&D) cooperation with scientific institutions on the innovation performance of firms. Recent research identifies a positive correlation between these two variables. This paper aims to contribute to the identification of the relationship between R&D cooperation with scientific institutions and the product and process innovation performance of firms by using a difference-in-difference approach. In doing so, we distinguish between two different types of scientific institutions: universities and governmental research institutes. For the econometric analyses, we use data from the German Community Innovation Survey. In total, data from up to 560 German service and manufacturing firms are available for the difference-in-difference analyses. The results suggest that R&D cooperation with universities and governmental research institutes has a positive effect on both product innovation and process innovation performance of firms.
Artikel Lesen
Young, Restless and Creative: Openness to Disruption and Creative Innovations
Daron Acemoglu, Ufuk Akcigit, Murat Alp Celik
NBER Working Paper,
Nr. 19894,
2015
Abstract
This paper argues that openness to new, unconventional and disruptive ideas has a first-order impact on creative innovations—innovations that break new ground in terms of knowledge creation. After presenting a motivating model focusing on the choice between incremental and radical innovation, and on how managers of different ages and human capital are sorted across different firms with different degrees of openness to disruption, we provide firm-level, patent level and cross-country evidence consistent with this pattern. Our measures of creative innovations proxy for innovation quality (average number of citations per patent) and creativity (fraction of superstar innovators, the likelihood of a very high number of citations, and generality of patents). Our main proxy for openness to disruption is the age of the manager - based on the idea that only companies or societies open to such disruption will allow the young to rise up within the hierarchy. Using this proxy at the firm, patent and country level, we present robust evidence that openness to disruption is associated with more creative innovations, but we also show that once the effect of the sorting of young managers to firms that are more open to disruption is factored in, the (causal) impact of manager age on creative innovations is small.
Artikel Lesen
On the Trail of Core–periphery Patterns in Innovation Networks: Measurements and New Empirical Findings from the German Laser Industry
Wilfried Ehrenfeld, Toralf Pusch, Muhamed Kudic
Annals of Regional Science,
Vol. 55 (1),
2015
Abstract
It has been frequently argued that a firm’s location in the core of an industry’s innovation network improves its ability to access information and absorb technological knowledge. The literature has still widely neglected the role of peripheral network positions for innovation processes. In addition to this, little is known about the determinants affecting a peripheral actors’ ability to reach the core. To shed some light on these issues, we have employed a unique longitudinal dataset encompassing the entire population of German laser source manufacturers (LSMs) and laser-related public research organizations (PROs) over a period of more than two decades. The aim of our paper is threefold. First, we analyze the emergence of core–periphery (CP) patterns in the German laser industry. Then, we explore the paths on which LSMs and PROs move from isolated positions toward the core. Finally, we employ non-parametric event history techniques to analyze the extent to which organizational and geographical determinates affect the propensity and timing of network core entries. Our results indicate the emergence and solidification of CP patterns at the overall network level. We also found that the paths on which organizations traverse through the network are characterized by high levels of heterogeneity and volatility. The transition from peripheral to core positions is impacted by organizational characteristics, while an organization’s geographical location does not play a significant role.
Artikel Lesen