Do Politicians Affect Firm Outcomes? Evidence from Connections to the German Federal Parliament
André Diegmann, Laura Pohlan, Andrea Weber
IWH Discussion Papers,
Nr. 15,
2024
Abstract
We examine how connections to German federal parliamentarians influence firm dynamics using a novel dataset linking politicians and election candidates to the universe of firms. To identify the causal effects of political access, we exploit (i) new appointments to the company leadership team and (ii) discontinuities around the marginal seat of party election lists. Results reveal that political connections reduce firm exits and gradually increase employment growth, with heterogeneous productivity effects depending on the political mandate. Incorporating data on credit ratings, subsidies, and procurement contracts allows us to identify the mechanisms driving the effects over the politician’s career.
Artikel Lesen
Declining Business Dynamism in Europe: The Role of Shocks, Market Power, and Responsiveness
Filippo Biondi, Sergio Inferrera, Matthias Mertens, Javier Miranda
VoxEU CEPR,
2024
Abstract
Analysis of business dynamism outside the US has been limited by the availability of comparable cross-country data. This column presents new insights on the trends and drivers of business dynamism using a novel dataset for 19 European countries. Across all 19 countries, the authors document structural declines in job reallocation rates and employment shares in young firms. The decline in job reallocation can be rationalised by both declines in the responsiveness of labour demand to productivity shocks and lower dispersion of productivity innovations. A new decomposition suggests that the decline in responsiveness can be attributed mainly to lower sales growth and stronger markup increases.
Artikel Lesen
Grüne Transformation und Schuldenbremse: Implikationen zusätzlicher Investitionen für öffentliche Finanzen und privaten Konsum
Andrej Drygalla, Katja Heinisch, Oliver Holtemöller, Axel Lindner, Alessandro Sardone, Christoph Schult, Birgit Schultz, Götz Zeddies
Konjunktur aktuell,
Nr. 4,
2023
Abstract
Das deutsche Klimaschutzgesetz sieht unter anderem vor, dass die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland bis zum Jahr 2030 um 65% gegenüber dem Jahr 1990 verringert werden. Die damit einhergehende Transformation der Wirtschaft hat weitreichende Konsequenzen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die öffentlichen Finanzen. Alles in allem erfordert der Ausbau erneuerbarer Energien für die Klimaschutzziele jährliche Investitionen in der Größenordnung von 2,5% in Relation zum Bruttoinlandsprodukt. Mithilfe eines makroökonomischen Modells kann gezeigt werden, mit welchen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen zu rechnen ist, wenn die Klimaschutzziele eingehalten werden.
Artikel Lesen
Konjunktur aktuell: Export und privater Konsum schwach – Deutschland wartet auf den Aufschwung
Konjunktur aktuell,
Nr. 4,
2023
Abstract
Die Weltwirtschaft verliert zum Ende des Jahres 2023 weiter an Schwung. Der durch den weltweiten Inflationsschub ausgelöste restriktive Schwenk der Geldpolitik drückt über höhere Finanzierungskosten vielerorts die Güternachfrage. Im nächsten Jahr dürfte die Weltwirtschaft wieder etwas anziehen. Die deutsche Wirtschaft ist nach Ende der Pandemie nicht wieder auf ihren alten Wachstumspfad zurückgekehrt. Das Verarbeitenden Gewerbe hat an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt, und die Weltnachfrage nach Industriegütern ist zurzeit schwach. Zudem ist die Inflation immer noch hoch, und die Realeinkommen sind längere Zeit über zurückgegangen. Die geldpolitische Straffung hat die Finanzierungsbedingungen verschlechtert, was besonders die Bauwirtschaft belastet. Das Bruttoinlandsprodukt wird 2023 wohl um 0,3% sinken und im kommenden Jahr um 0,5% expandieren.
Artikel Lesen
IWH-Transferstrategie
Einzelveröffentlichungen,
2023
Abstract
Gemäß seiner Satzungszwecke verfolgt das IWH auf Basis exzellenter wirtschaftswissenschaftlicher Forschung mit seiner Transferstrategie das Ziel, den Wissenstransfer und den Dialog mit Partnern außerhalb des Wissenschaftsbereichs zu intensivieren, um damit zu besser informierter Entscheidungsfindung in der Gesellschaft beizutragen. Das IWH versteht Wissenstransfer als beiderseitigen Austausch von Informationen. Auf der einen Seite stellt das IWH seinen Transferpartnern wissenschaftliche Expertise zur Verfügung. Auf der anderen Seite findet Transfer auch in der umgekehrten Richtung statt: Das IWH nimmt Anregungen zu Fragen mit hoher gesellschaftlicher Relevanz von den Transferpartnern in seine Forschungsagenda auf.
Artikel Lesen
Declining Job Reallocation in Europe: The Role of Shocks, Market Power, and Technology
Filippo Biondi, Sergio Inferrera, Matthias Mertens, Javier Miranda
IWH Discussion Papers,
Nr. 19,
2023
Abstract
We study changes in job reallocation in Europe after 2000 using novel microaggregated data that we collected for 19 European countries. In all countries, we document broad-based declines in job reallocation rates that concern most economic sectors and size classes. These declines are mainly driven by dynamics within sectors, size, and age classes rather than by compositional changes. Simultaneously, employment shares of young firms decline. Consistent with US evidence, firms’ employment has become less responsive to productivity shocks. However, the dispersion of firms’ productivity shocks has decreased too. To enhance our understanding of these patterns, we derive and apply a firm-level framework that relates changes in firms’ market power, labor market imperfections, and production technology to firms’ responsiveness and job reallocation. Using German firm-level data, we find that changes in markups and labor output elasticities, rather than adjustment costs, are key in rationalizing declining responsiveness.
Artikel Lesen
Declining Business Dynamism in Europe: The Role of Shocks, Market Power, and Technology
Filippo Biondi, Sergio Inferrera, Matthias Mertens, Javier Miranda
IWH-CompNet Discussion Papers,
Nr. 2,
2023
Abstract
We study changes in business dynamism in Europe after 2000 using novel micro-aggregated data that we collected for 19 European countries. In all countries, we document a broad-based decline in job reallocation rates that concerns most economic sectors and size classes. This decline is mainly driven by dynamics within sectors, size, and age classes rather than by compositional changes. Large and mature firms experience the strongest decline in job reallocation rates. Simultaneously, the employment shares of young firms decline. Consistent with US evidence, firms’ employment has become less responsive to productivity shocks. However, the dispersion of firms’ productivity shocks has decreased too. To enhance our understanding of these patterns, we derive and apply a novel firm-level framework that relates changes in firms’ sales, market power, wages, and production technology to firms’ responsiveness and job reallocation.
Artikel Lesen
Die Kosten von Wahlversprechen: Wie lokale Sparkassen eine neue Landesregierung finanzieren
Michael Koetter, Shasha Li, Paulina Scheit
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 3,
2022
Abstract
Staatliche Banken in Deutschland verfolgen einen lokalen Entwicklungsauftrag in ihrer jeweiligen Gemeinde. Da sie dem Staat gehören, sind sie jedoch politischem Einfluss ausgesetzt. Dies birgt das Risiko, dass eine politisierte Mittelvergabe den Entwicklungsauftrag beeinträchtigt. Dennoch ist erstaunlich wenig darüber bekannt, ob die Kreditvergabe durch Banken in staatlichem Besitz in erster Linie dem Ziel der Entwicklung der Region oder einem politischen Ziel dient. In diesem Beitrag wird untersucht, wie sich ein Wechsel der Regierungspartei auf Landesebene auf die Kreditvergabe durch Sparkassen an die Landesregierung in Deutschland zwischen 1992 und 2018 ausgewirkt hat. Die Schätzergebnisse bestätigen: Lokale Sparkassen erhöhen nach einem wahlbedingten Wechsel der Regierungspartei die Kreditvergabe an die Landesregierung – auf Kosten der Kreditvergabe an lokale Haushalte. Ein Regierungswechsel kann also die Indienstnahme der Sparkassen für landespolitische Ziele aktivieren und möglicherweise ihren öffentlichen Auftrag zur lokalen Entwicklung beeinträchtigen.
Artikel Lesen
Zinsaufschlag oder Übertragung durch Verbriefung? Der Umgang mit Risiken im US-Hypothekenmarkt
Danny McGowan, Huyen Nguyen
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 3,
2022
Abstract
Seit der Finanzkrise der Jahre 2007 und 2008 diskutiert die Wissenschaft darüber, wie Kreditgeber die Verbriefung von Hypotheken nutzen, um das Kreditrisiko an Dritte weiterzugeben, und wie dies zur Finanzkrise beigetragen hat. Eine aktuelle IWH-Studie betrachtet die Entscheidungssituation des Kreditgebers zwischen Risikoaufschlag und Risikoübertragung. Sie nutzt rechtliche Unterschiede in verschiedenen US-Bundesstaaten bei der Zwangsvollstreckung von Hypotheken, um daraus unterschiedliche regionale Kreditrisiken abzuleiten. Ist dieses regionale Risiko erhöht, reagieren Kreditgeber durch vermehrte Verbriefung, wenn Hypotheken zum Verkauf an halbstaatliche Agenturen (Government Sponsored Enterprises, GSE) wie Fannie Mae und Freddie Mac zugelassen sind und so gegen Ausfall versichert werden können. Bei Hypotheken, für die kein Rückkauf durch GSE infrage kommt, erhöhen die Kreditgeber dagegen die Zinsen, da sie das Kreditrisiko nicht an die Kreditkäufer weitergeben können.
Artikel Lesen
Handelsschocks, Arbeitsmärkte und Wohlstand während der ersten Globalisierung
Richard Bräuer, Wolf-Fabian Hungerland, Felix Kersting
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 1,
2022
Abstract
Dieser Beitrag untersucht Deutschland in der ersten Globalisierung in den Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg. Damals erlebte das Deutsche Reich eine massive Zunahme von Getreideimporten aus Amerika. Wir vergleichen Landkreise, die auf die importierten Getreidesorten spezialisiert waren, mit Kreisen, die andere landwirtschaftliche Güter hergestellt haben. Unsere Resultate zeigen, dass viele Arbeitskräfte die Kreise verlassen, in denen vom Handelsschock betroffene Produkte hergestellt wurden. Allerdings bleiben die in modernen Volkswirtschaften beobachteten negativen Effekte auf Einkommen pro Kopf und Sterblichkeit aus, auch eine politische Radikalisierung findet nicht statt. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass die Migrationsbewegungen negative wirtschaftliche und in der Folge auch politische Auswirkungen abfedern. Damals verließen etwa viermal so viele Einwohner ihren Landkreis nach einem Handelsschock wie in vergleichbaren Situationen in den heutigen USA.
Artikel Lesen