Der Börsengang und die interne Organisation des Unternehmens
Daniel Bias, Benjamin Lochner, Stefan Obernberger, Merih Sevilir
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 1,
2024
Abstract
In diesem Beitrag wird untersucht, wie Unternehmen ihre Organisation anpassen, wenn sie erstmalig an die Börse gehen (initial public offering, IPO). Im Zuge des Börsengangs wandeln sich Unternehmen in eine hierarchischere Organisation um und verstärken die Aufsicht durch das Management. Organisatorische Funktionen in den Bereichen Rechnungswesen, Finanzen, Informationstechnologie und Personalwesen gewinnen an Bedeutung. Sie tauschen einen großen Teil ihrer Belegschaft und fast ihr gesamtes Management aus, um ihr Humankapital an die neue Organisation anzupassen. Die neue Organisation erleichtert interne Versetzungen und Beförderungen. Insgesamt ist das Unternehmen durch den Börsengang einem Wandel unterworfen, der die Abhängigkeit des Unternehmens von einzelnen Beschäftigten verringert und den Produktionsprozess effizient organisiert.
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Information about Inequality in Early Child Care Reduces Polarization in Policy Preferences
Henning Hermes, Philipp Lergetporer, Fabian Mierisch, Guido Schwerdt, Simon Wiederhold
Abstract
We investigate public preferences for equity-enhancing policies in access to early child care, using a survey experiment with a representative sample of the German population (n ≈ 4, 800). We observe strong misperceptions about migrant-native inequalities in early child care that vary by respondents’ age and right-wing voting preferences. Randomly providing information about the actual extent of inequalities has a nuanced impact on the support for equity-enhancing policy reforms: it increases support for respondents who initially underestimated these inequalities, and tends to decrease support for those who initially overestimated them. This asymmetric effect leads to a more consensual policy view, substantially decreasing the polarization in policy support between under- and overestimators. Our results suggest that correcting misperceptions can align public policy preferences, potentially leading to less polarized debates about how to address inequalities and discrimination.
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Does Information about Inequality and Discrimination in Early Child Care Affect Policy Preferences?
Henning Hermes, Philipp Lergetporer, Fabian Mierisch, Guido Schwerdt, Simon Wiederhold
CESifo Working Paper,
Nr. 10925,
2024
Abstract
We investigate public preferences for equity-enhancing policies in access to early child care, using a survey experiment with a representative sample of the German population (n ≈ 4, 800). We observe strong misperceptions about migrant-native inequalities in early child care that vary by respondents’ age and right-wing voting preferences. Randomly providing information about the actual extent of inequalities has a nuanced impact on the support for equity-enhancing policy reforms: it increases support for respondents who initially underestimated these inequalities, and tends to decrease support for those who initially overestimated them. This asymmetric effect leads to a more consensual policy view, substantially decreasing the polarization in policy support between under- and overestimators. Our results suggest that correcting misperceptions can align public policy preferences, potentially leading to less polarized debates about how to address inequalities and discrimination.
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Grüne Transformation und Schuldenbremse: Implikationen zusätzlicher Investitionen für öffentliche Finanzen und privaten Konsum
Andrej Drygalla, Katja Heinisch, Oliver Holtemöller, Axel Lindner, Alessandro Sardone, Christoph Schult, Birgit Schultz, Götz Zeddies
Konjunktur aktuell,
Nr. 4,
2023
Abstract
Das deutsche Klimaschutzgesetz sieht unter anderem vor, dass die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland bis zum Jahr 2030 um 65% gegenüber dem Jahr 1990 verringert werden. Die damit einhergehende Transformation der Wirtschaft hat weitreichende Konsequenzen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die öffentlichen Finanzen. Alles in allem erfordert der Ausbau erneuerbarer Energien für die Klimaschutzziele jährliche Investitionen in der Größenordnung von 2,5% in Relation zum Bruttoinlandsprodukt. Mithilfe eines makroökonomischen Modells kann gezeigt werden, mit welchen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen zu rechnen ist, wenn die Klimaschutzziele eingehalten werden.
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IWH-Transferstrategie
Einzelveröffentlichungen,
2023
Abstract
Gemäß seiner Satzungszwecke verfolgt das IWH auf Basis exzellenter wirtschaftswissenschaftlicher Forschung mit seiner Transferstrategie das Ziel, den Wissenstransfer und den Dialog mit Partnern außerhalb des Wissenschaftsbereichs zu intensivieren, um damit zu besser informierter Entscheidungsfindung in der Gesellschaft beizutragen. Das IWH versteht Wissenstransfer als beiderseitigen Austausch von Informationen. Auf der einen Seite stellt das IWH seinen Transferpartnern wissenschaftliche Expertise zur Verfügung. Auf der anderen Seite findet Transfer auch in der umgekehrten Richtung statt: Das IWH nimmt Anregungen zu Fragen mit hoher gesellschaftlicher Relevanz von den Transferpartnern in seine Forschungsagenda auf.
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Dekarbonisierung in Europa: Regionalwirtschaftliche Effekte in ausgewählten Kohleregionen und kohlenstoffintensiven Regionen Europas
Katja Heinisch, Oliver Holtemöller, Christoph Schult
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 3,
2023
Abstract
Die EU hat mit dem „Fit for 55“-Paket zwei große klimapolitische Ziele festgelegt: die Senkung der Treibhausgasemissionen um 55% bis zum Jahr 2030 und Treibhausgasneutralität ab dem Jahr 2050. Im Rahmen des EU-Horizon-2020-Projekts ENTRANCES werden die gesellschaftlichen Effekte der Dekarbonisierung und besonders des Kohleausstiegs in verschiedenen europäischen Regionen interdisziplinär analysiert und darauf basierend Handlungsempfehlungen für die Politik abgeleitet. Der vorliegende Beitrag stellt erste analytische Ergebnisse vor.
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Frühkindliche Betreuung erhöht den Arbeitsmarkterfolg von Müttern ohne Abitur
Henning Hermes, Marina Krauß, Philipp Lergetporer, Frauke Peter, Simon Wiederhold
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 3,
2023
Abstract
In den meisten Ländern wirkt sich die Geburt eines Kindes negativ auf den Arbeitsmarkterfolg von Müttern aus, insbesondere bei Müttern mit niedrigerem Schulabschluss. In diesem Beitrag werden die Ergebnisse eines Feldexperiments in Deutschland vorgestellt, in dem Familien bei der Bewerbung für einen Platz in einer Kindertagesstätte (Kita) unterstützt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass der verbesserte Zugang zu frühkindlicher Betreuung die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Mütter ohne Abitur in Vollzeit arbeiten, und deren Haushaltseinkommen steigert. Um den Arbeitsmarkterfolg von Müttern zu verbessern, sollte die Politik den Zugang zu frühkindlicher Betreuung erleichtern und die Zahl der Kita-Plätze noch weiter erhöhen.
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Stadtfrust und Landlust? Über regionale Präferenzen von hochqualifizierten Individuen
Matthias Brachert, Sabrina Jeworrek
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 2,
2023
Abstract
Die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften ist eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg eines Unternehmens. Eine städtische Lohnprämie zieht Beschäftigte an und verstärkt den Urbanisierungstrend. In unserer Studie untersuchen wir, ob nicht nur die Lohnprämie, sondern auch der Unternehmensstandort selbst die Attraktivität eines Arbeitsplatzes beeinflusst. Mittels eines experimentellen Untersuchungsdesigns zeigen wir, dass hochqualifizierte Arbeitnehmer unabhängig vom gezahlten Lohn eine Präferenz für städtische Standorte haben, selbst wenn ländliche Standorte attraktive regionale Eigenschaften aufweisen. Der beobachtete Effekt ist allerdings getrieben von Personen, die in städtischen Gebieten aufgewachsen sind. Personen, die in ländlichen Gebieten aufgewachsen sind, zeigen dagegen keine regionalen Präferenzen, weder für noch gegen städtische Gebiete.
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Discrimination in Universal Social Programs? A Nationwide Field Experiment on Access to Child Care
Henning Hermes, Philipp Lergetporer, Fabian Mierisch, Frauke Peter, Simon Wiederhold
IWH Discussion Papers,
Nr. 12,
2023
Abstract
Although explicit discrimination in access to social programs is typically prohibited, more subtle forms of discrimination prior to the formal application process may still exist. Unveiling this phenomenon, we provide the first causal evidence of discrimination against migrants seeking child care. We send emails from fictitious parents to > 18, 000 early child care centers across Germany, inquiring about slot availability and application procedures. Randomly varying names to signal migration background, we find that migrants receive 4.4 percentage points fewer responses. Replies to migrants contain fewer slot offers, provide less helpful content, and are less encouraging. Exploring mechanisms using three additional treatments, we show that discrimination is stronger against migrant boys. This finding suggests that anticipated higher effort required for migrants partly drives discrimination, which is also supported by additional survey and administrative data. Our results highlight that difficult-to-detect discrimination in the pre-application phase could hinder migrants’ access to universal social programs.
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05.04.2023 • 9/2023
Ostdeutsche Wirtschaft bisher gut durch Energiekrise gekommen – Implikationen der Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2023 und amtlicher Länderdaten für die ostdeutsche Wirtschaft
Im Jahr 2022 hat die ostdeutsche Wirtschaft mit 3,0% deutlich stärker expandiert als die Wirtschaft in Westdeutschland (1,5%). Hintergrund ist eine robustere Entwicklung der Arbeitnehmer- und Rentnereinkommen. Auch für das Jahr 2023 prognostiziert das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) deshalb mit 1% eine höhere Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts in Ostdeutschland als in Deutschland insgesamt (0,3%). Die Arbeitslosenquote dürfte mit 6,8% im Jahr 2023 und 6,7% im Jahr darauf in etwa stagnieren.
Oliver Holtemöller
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