Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse: hohe Kopfzahl, geringes Arbeitsvolumen
Hans-Ulrich Brautzsch
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 6,
2001
Abstract
Zur Beurteilung der Lage am Arbeitsmarkt kann die Erwerbstätigenzahl und/oder das Arbeitsvolumen herangezogen werden. Im Falle der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse ist die Betrachtung der Erwerbstätigenzahl allerdings problematisch: Im Jahr 2000 befand sich zwar mehr als jeder zehnte Erwerbstätige in einem geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnis. Das durch diese Beschäftigung gebundene Arbeitsvolumen machte jedoch nur 2,6% der gesamtwirtschaftlichen Arbeitsleistung aus. In einigen Wirtschaftszweigen – wie beispielsweise dem Reinigungs- oder Verlagsgewerbe – sind derartige Beschäftigungsverhältnisse dennoch von substantieller Bedeutung.
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Aktuelle Trends - Trotz kräftigen Wachstums der Industrie im Jahr 2000 erneut schwache gesamtwirtschaftliche Expansion Ostdeutschlands
Udo Ludwig
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 3,
2001
Abstract
Entgegen vielen Prognosen hat sich das gesamtwirtschaftliche Wachstum in Ostdeutschland im Jahr 2000 nicht verstärkt. Die sogenannte Schnellrechnung des Arbeitskreises VGR der Länder hat für die fünf ostdeutschen Flächenländer einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von nur 1,3%, nach (korrigiertem) 1,4% für das Jahr 1999, ergeben. Spitzenreiter war das Land Thüringen mit 2,1%, Schlusslicht das Land Brandenburg mit nur 0,3% Zuwachs. Damit blieb das Wachstum in Ostdeutschland nicht nur das vierte Jahr in Folge hinter dem in Westdeutschland zurück, der Abstand hat sich sogar vergrößert. Das Bruttoinlandsprodukt stieg in den alten Bundesländern (ohne Berlin) mit 3,4 % mehr als doppelt so stark wie in Ostdeutschland.
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Jahresausblick 2001: Steuerreform hält deutsche Konjunktur in Schwung
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 1,
2001
Abstract
Am Ende des Jahres 2000 hat sich das Konjunkturbild eingetrübt. In Deutschland und Europa ist der Zuwachs der gesamtwirtschaftlichen Produktion schwächer geworden. Die Stimmung bei Produzenten und Verbrauchern hat sich vor allem wegen der Belastungen durch den hohen Ölpreis verschlechtert. So war auch die Sachlage, als die Wirtschaftsforschungsinstitute im Herbst den Tempoverlust der Konjunktur für 2001 bezifferten. Danach griff eine neue Welle von Konjunkturpessimismus um sich. Das IWH hat sich dem nicht angeschlossen. Denn neben den Anzeichen für Verschlechterungen gibt es auch welche für Besserungen: Der Ölpreis geht wohl schneller als erwartet zurück, der Euro scheint sich zu stabilisieren. Beides nimmt Druck von den Preisen....
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Moderate Produktions- und Beschäftigungseffekte steigender Rohölpreise - Eine Simulation mit dem makroökonomischen Modell des IWH -
Christian Dreger
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 15,
2000
Abstract
Der Beitrag untersucht die gesamtwirtschaftlichen Rückwirkungen der aktuellen Ölpreissteigerungen. Dabei werden verschiedene Szenarien hinsichtlich der Preisentwicklung betrachtet. Die Analyse zeigt, dass die Produktions- und Beschäftigungsverluste höherer Ölpreise nicht an die Krisen der siebziger Jahre heranreichen und relativ moderat bleiben.
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Aktuelle Trends - Künftige demograpghische Entwicklung erfordert verstärktes Produktivitätswachstum
Joachim Ragnitz
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 15,
2000
Abstract
Veränderungen in der demographischen Struktur der Bevölkerung haben zur Folge, dass Produktivitätssteigerungen (gemessen am Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen) nicht unmittelbar auch zu einem entsprechenden Anstieg der Pro-Kopf-Einkommen (Bruttoinlandsprodukt je Einwohner) führen. Die Schwelle, von der an das Produktivitätswachstum mit einer Steigerung des gesamtwirtschaftlichen Pro- Kopf-Einkommens verbunden ist, hat sich – lässt man die Umbrüche in den neuen Ländern in der ersten Hälfte der neunziger Jahre einmal unberücksichtigt – in der Vergangenheit immer mehr verringert (vgl. die grauen Säulen in der Abbildung). Grund hierfür war die Tatsache, dass zunehmend geburtenstarke Jahrgänge in das Erwerbsleben eintraten. In den Jahren 1975 bis 1991 hätten zeitweilig sogar negative Produktivitätszuwachsraten noch eine Konstanz des Pro-Kopf-Einkommensniveaus ermöglicht.
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Strukturwandel, Spezialisierungsmuster und die Produktivitätslücke zwischen Mittel- und Osteuropa und der Europäischer Union
Johannes Stephan
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 13,
2000
Abstract
Der Artikel analysiert die Rolle der Strukturkomponente für die Produktivitäten in ausgewählten EU Assoziierungsländern in MOE und ihrer Lücke zum Durchschnitt der EU: Zum einen wird der Anteil des sektoralen Strukturwandels an der Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Produktivität bestimmt. Zum anderen wird der Frage nachgegangen, in wieweit sich die heute zu beobachtende Produktivitätslücke auf ein von der EU abweichendes Spezialisierungsmuster zurückführbar ist. Der Artikel schließt mit einer Interpretation der Ergebnisse im Lichte der EU Strukturpolitiken.
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Aktuelle Trends - Leichte Abkühlung der Konjunktur im Euroraum
Michael Seifert
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 12,
2000
Abstract
Nach der kräftigen konjunkturellen Dynamika im Euroraum seit Mitte des vergangenen Jahres weist der vom IWH regelmäßig berechnete Frühindikatorb jetzt auf eine leichte Abschwächung der gesamtwirtschaftlichen Expansion hin. Diese Richtungsänderung des Indikators ist auf den Einfluss der Zinsstruktur zurückzuführen, die sich nach mehreren Leitzinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank geändert hat.
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Ostdeutsche Wirtschaft 2000 und 2001: Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Produktion verstärkt sich trotz erneutem Absturz im Baubereich
Hans-Ulrich Brautzsch, Brigitte Loose, Udo Ludwig
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 12,
2000
Abstract
Die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland wird erstmalig auf Basis des neuen Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen ex-post bis 1999 dargestellt und ex-ante für die Jahre 2000 und 2001 prognostiziert. Dabei werden vor allem Einblicke in die gesamtwirtschaftliche Produktions- und Beschäftigungsentwicklung gegeben. In ausführlicher Form werden die Wachstumschancen und Probleme der großen Wirtschaftsbereiche “Verarbeitendes Gewerbe“, “Baugewerbe“ und “Dienstleistungen“ beleuchtet.
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Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands im Lichte des neuen Rechnungssystems der amtlichen Statistik – erste Interpretationen und Fragen
Udo Ludwig
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 11,
2000
Abstract
Die Auswirkungen des Europäischen Gesamtrechnungssystems auf die Darstellung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Ostdeutschlands werden einer vergleichenden Analyse mit den Ergebnissen des nationalen Rechenwerkes unterzogen. Die konzeptionellen, definitorischen und datenmäßigen Änderungen führen zu einer Anhebung des Niveaus von Produktion, Beschäftigung und Produktivität. Der Abstand zu Westdeutschland in Pro-Kopf-Größen wird deutlich geringer als zuvor beziffert.
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Aktuelle Trends - Nebeneinander von Expansion und Schrumpfung in der ostdeutschen Wirtschaft
Udo Ludwig
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 11,
2000
Abstract
Die amtliche Statistik hat nach einer längeren Pause wieder Angaben über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland veröffentlicht. Das Bruttoinlandsprodukt und seine sektoralen Komponenten sowie die Erwerbstätigkeit wurden jetzt erstmalig für Länder nach den Richtlinien des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen von 1995 (ESVG‘95) bestimmt. Zugleich wurde die Preisbasis für reale Rechnungen von 1991 auf das Jahr 1995 umgestellt. Darüber hinaus werden gegenüber früheren Darstellungen Angaben für Berlin nicht mehr getrennt für den Ost- und den Westteil ermittelt, sodass das Wirtschaftsgebiet Ostdeutschland in der engeren Abgrenzung als Gesamtheit der Flächenländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, oder in der weiteren Abgrenzung einschließlich des ganzen Berlin definiert werden kann.
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