Der Börsengang und die interne Organisation des Unternehmens
Daniel Bias, Benjamin Lochner, Stefan Obernberger, Merih Sevilir
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 1,
2024
Abstract
In diesem Beitrag wird untersucht, wie Unternehmen ihre Organisation anpassen, wenn sie erstmalig an die Börse gehen (initial public offering, IPO). Im Zuge des Börsengangs wandeln sich Unternehmen in eine hierarchischere Organisation um und verstärken die Aufsicht durch das Management. Organisatorische Funktionen in den Bereichen Rechnungswesen, Finanzen, Informationstechnologie und Personalwesen gewinnen an Bedeutung. Sie tauschen einen großen Teil ihrer Belegschaft und fast ihr gesamtes Management aus, um ihr Humankapital an die neue Organisation anzupassen. Die neue Organisation erleichtert interne Versetzungen und Beförderungen. Insgesamt ist das Unternehmen durch den Börsengang einem Wandel unterworfen, der die Abhängigkeit des Unternehmens von einzelnen Beschäftigten verringert und den Produktionsprozess effizient organisiert.
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Konjunktur aktuell: Export und privater Konsum schwach – Deutschland wartet auf den Aufschwung
Konjunktur aktuell,
Nr. 4,
2023
Abstract
Die Weltwirtschaft verliert zum Ende des Jahres 2023 weiter an Schwung. Der durch den weltweiten Inflationsschub ausgelöste restriktive Schwenk der Geldpolitik drückt über höhere Finanzierungskosten vielerorts die Güternachfrage. Im nächsten Jahr dürfte die Weltwirtschaft wieder etwas anziehen. Die deutsche Wirtschaft ist nach Ende der Pandemie nicht wieder auf ihren alten Wachstumspfad zurückgekehrt. Das Verarbeitenden Gewerbe hat an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt, und die Weltnachfrage nach Industriegütern ist zurzeit schwach. Zudem ist die Inflation immer noch hoch, und die Realeinkommen sind längere Zeit über zurückgegangen. Die geldpolitische Straffung hat die Finanzierungsbedingungen verschlechtert, was besonders die Bauwirtschaft belastet. Das Bruttoinlandsprodukt wird 2023 wohl um 0,3% sinken und im kommenden Jahr um 0,5% expandieren.
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European Banking in Transformational Times: Regulation, Crises, and Challenges
Michael Koetter, Huyen Nguyen
IWH Studies,
Nr. 7,
2023
Abstract
This paper assesses the progress made towards the creation of the European Banking Union (EBU) and the evolution of the banking industry in the European Union since the financial crisis of 2007. We review major regulatory changes pertaining to the three pillars of the EBU and the effects of new legislation on both banks and the real economy. Whereas farreaching reforms pertaining to the EBU pillars of supervision and resolution regimes have been implemented, the absence of a European Deposit Scheme remains a crucial deficiency. We discuss how European banks coped with recent challenges, such as the Covid-19 pandemic, a high inflation environment, and digitalization needs, followed by an outlook on selected major challenges lying ahead of this incomplete EBU, notably the transition towards a green economy.
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IWH-Transferstrategie
Einzelveröffentlichungen,
2023
Abstract
Gemäß seiner Satzungszwecke verfolgt das IWH auf Basis exzellenter wirtschaftswissenschaftlicher Forschung mit seiner Transferstrategie das Ziel, den Wissenstransfer und den Dialog mit Partnern außerhalb des Wissenschaftsbereichs zu intensivieren, um damit zu besser informierter Entscheidungsfindung in der Gesellschaft beizutragen. Das IWH versteht Wissenstransfer als beiderseitigen Austausch von Informationen. Auf der einen Seite stellt das IWH seinen Transferpartnern wissenschaftliche Expertise zur Verfügung. Auf der anderen Seite findet Transfer auch in der umgekehrten Richtung statt: Das IWH nimmt Anregungen zu Fragen mit hoher gesellschaftlicher Relevanz von den Transferpartnern in seine Forschungsagenda auf.
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Regulation and Information Costs of Sovereign Distress: Evidence from Corporate Lending Markets
Iftekhar Hasan, Suk-Joong Kim, Panagiotis Politsidis, Eliza Wu
Journal of Corporate Finance,
Vol. 82 (October),
2023
Abstract
We examine the effect of sovereign credit impairments on the pricing of syndicated loans following rating downgrades in the borrowing firms' countries of domicile. We find that the sovereign ceiling policies used by credit rating agencies create a disproportionately adverse impact on the bounded firms' borrowing costs relative to other domestic firms following their sovereign's rating downgrade. Rating-based regulatory frictions partially explain our results. On the supply-side, loans carry a higher spread when granted from low-capital banks, non-bank lenders, and banks with high market power. We further document an operating demand-side channel, contingent on borrowers' size, financial constraints, and global diversification. Our results can be attributed to the relative bargaining power between lenders and borrowers: relationship borrowers and non-bank dependent borrowers with alternative financing sources are much less affected.
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Committing to Grow: Employment Targets and Firm Dynamics
Ufuk Akcigit, Harun Alp, André Diegmann, Nicolas Serrano-Velarde
Abstract
We study the firm-level and aggregate effects of government-imposed employment targets. We develop a dynamic general equilibrium model with heterogeneous firms and endogenous productivity growth in which penalties for below-target hiring generate a polarization mechanism: low-productivity firms exit, while others expand employment beyond efficient levels, and firms invest in productivity to avoid future penalties. We test and confirm the model’s firm level predictions using unique contractual data on more than 18,000 employment commitments from the East German privatization, exploiting quasi-random variation in the assignment of privatizers to firms. Quantitatively, employment targets reduce unemployment in the short run, but these gains reverse over time as distorted labor allocations and weakened investment incentives slow aggregate productivity growth and reduce welfare. We also evaluate how alternative designs for employment-protection (e.g., the choice between mandates and subsidies, the structure of targets) impact misallocation and the resulting short- and long-run outcomes.
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Kommentar: Lehren aus dem Crash von Silicon Valley Bank und Credit Suisse
Reint E. Gropp
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 2,
2023
Abstract
Die „kleine“ Bankenkrise in den USA scheint vorbeizusein, und auch die Credit-Suisse-Krise ist beigelegt. Es stellt sich die Frage, was wir aus der Pleite der Silicon Valley Bank lernen können, um eine ähnliche Situation in Deutschland oder Europa zu vermeiden.
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Datenbedarfe für ein Monitoring des Förderprozesses der Kapitel-1-Maßnahmen des Investitionsgesetzes Kohleregion (InvKG). Handbuch B
Matthias Brachert, Alexander Giebler, Mirko Titze
IWH Technical Reports,
Nr. 2,
2023
Abstract
Die vorliegende Expertise verfolgte das Ziel, Datenbedarfe für die Evaluierung der Kapitel-1-Maßnahmen des InvKG abzuleiten. Die Evaluierung und die daraus entstehenden Datenbedarfe müssen sich in ein theoretisches Modell der ökonomischen Literatur zur Wirkung von Politikmaßnahmen einordnen lassen. Bei den Kapitel-1-Maßnahmen handelt es sich im weitesten Sinne um Investitionen in wirtschaftsnahe Infrastrukturen. Charakteristisch für Infrastrukturen ist, dass sie durch mittlere Zeiträume der Planung und Errichtung auf der einen sowie lange Nutzungszeiträume auf der anderen Seite gekennzeichnet sind. Hinzu kommt, dass die Phasen der Planung/Errichtung und der Nutzung Aspekte von Marktmängeln berühren. In der Praxis unterliegt dieser Bereich daher einer umfassenden staatlichen Regulierung.
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14.02.2023 • 4/2023
IWH-Studie zu Europas Top-Bankern: Riskante Geschäfte trotz Boni-Obergrenze
Vor zehn Jahren beschloss das EU-Parlament, die flexible Vergütung von Bankmanagern zu deckeln. Doch die Obergrenze für Boni verfehlt ihr Ziel: Manager systemrelevanter europäischer Banken gehen unverändert hohe Risiken ein, zeigt eine Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).
Michael Koetter
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Capital Markets Union: Database of Directives and Regulations
Moritz Emlein, Eleonora Sfrappini, Lena Tonzer, Cristina Zgherea
IWH Technical Reports,
Nr. 2,
2022
Abstract
In 2015, the European Commission adopted the Capital Markets Union (CMU) action plan. The plan aims to deepen financial integration and harmonize international standards for investments within the European Union (EU) and it outlines several actions to be implemented in order to address twelve key priority areas. We assemble a database of the legislative acts that implement the CMU. The dataset includes a list of directives and regulations at the EU level with information on publication, entry into force, and transposition dates as well as brief descriptions. This information might be useful in empirical analyses assessing the effectiveness of components of the CMU.
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