Was weiß die deutsche Bevölkerung über Ungleichheiten im Zugang zu Kitas? Ergebnisse einer repräsentativen Befragung
Johannes Baur, Henning Hermes, Philipp Lergetporer, Fabian Mierisch, Guido Schwerdt, Simon Wiederhold
ifo Schnelldienst,
Vol. 77 (10),
2024
Abstract
Kinder mit Migrationshintergrund besuchen im Vergleich zu Kindern ohne Migrationshintergrund deutlich seltener Kindertagesstätten (Kitas), obwohl gerade sie von einem Kitabesuch besonders profitieren würden. Ist sich die Bevölkerung dieser Diskrepanz bewusst? Und wie steht sie zu verschiedenen politischen Maßnahmen, die dieses Problem angehen? Wir untersuchen, ob Informationen über Ungleichheiten und Diskriminierung in der frühkindlichen Betreuung die Zustimmung der Bevölkerung zu gleichheitsfördernden Politikmaßnahmen beeinflussen. Dafür befragen wir 4 800 repräsentativ ausgewählte Personen aus der deutschen Bevölkerung. Es zeigt sich, dass die Befragten oft erhebliche Fehleinschätzungen über das Ausmaß der Ungleichheiten und Diskriminierung beim Kitazugang zwischen Familien mit und ohne Migrationshintergrund haben. Zufällig bereitgestellte Informationen über das tatsächliche Ausmaß dieser Diskrepanzen verringern die politische Polarisierung, d.h. Unterschiede in der Zustimmung zu Unterstützungsmaßnahmen für Familien mit Migrationshintergrund. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass verzerrte Wahrnehmungen sozialer Ungleichheiten zu Meinungsunterschieden in der Bevölkerung beitragen. Ein besserer Informationsstand in der Bevölkerung könnte diese Polarisierung in der Zustimmung zu gleichheitsfördernden Politikmaßnahmen beim Zugang zu Kitas verringern.
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The IAB Job Vacancy Survey: Establishment survey on labor demand and recruitment processes, waves 2000 to 2021 and subsequent quarters 2006 to 2022
Erik-Benjamin Börschlein, André Diegmann, Nicole Gürtzgen, Alexander Kubis, André Pirralha, Laura Pohlan, Martin Popp, Franka Vetter
FDZ-Datenreport,
06
2024
Abstract
Die IAB-Stellenerhebung ist eine quartalsweise durchgeführte und repräsentative Betriebsbefragung über das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot sowie Einstellungsprozesse in Deutschland. Die Erhebung ermittelt die Gesamtzahl aller offenen Stellen am Arbeitsmarkt, einschließlich jener Stellen, die nicht der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldet werden. Das erste Modul des Fragebogens enthält Informationen zur Zahl und Struktur offener Stellen, dem erwarteten künftigen Arbeitskräftebedarf, zur wirtschaftlichen Lage und zur Entwicklung der befragten Betriebe. Das zweite Modul erfragt die betriebliche Einschätzung und Nutzung aktueller arbeitsmarktpolitischer Instrumente sowie den betrieblichen Umgang mit am Arbeitsmarkt benachteiligten Personen. Das dritte Modul enthält Fragen zum letzten Fall einer Neueinstellung und zum letzten Fall eines gescheiterten Rekrutierungsversuchs. Das Forschungsdatenzentrum der Bundesagentur für Arbeit stellt die Datensätze der Befragungswellen ab 2000 mit allen Fragebogenteilen einschließlich der Quartalsbefragungen für externe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bereit.
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10.10.2024 • 28/2024
IWH-Insolvenztrend: Zahl der Firmenpleiten im September gestiegen, drittes Quartal 2024 erreicht damit Rekordwerte
Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in einer heute veröffentlichten Analyse feststellt, ist die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland im September angestiegen. Im dritten Quartal 2024 lag die Zahl der Insolvenzen damit so hoch wie in keinem anderen Quartal seit Mitte 2010.
Steffen Müller
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Nachlassende Unternehmensdynamik in Europa: Die Rolle von Schocks und Reaktionsfähigkeit
Filippo Biondi, Sergio Inferrera, Matthias Mertens, Javier Miranda
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 3,
2024
Abstract
Wir untersuchen die Veränderung der Unternehmensdynamik in Europa seit 2000 anhand neuer Daten, die wir für 19 europäische Länder erhoben haben. In allen Ländern dokumentieren wir einen breit angelegten Rückgang der Unternehmensdynamik, der die meisten Wirtschaftszweige und Firmengrößenklassen betrifft. Große und ältere Unternehmen verzeichnen den stärksten Rückgang der Unternehmensdynamik. Gleichzeitig geht der Anteil an Personen, die in jungen Unternehmen arbeiten, zurück. In Übereinstimmung mit Ergebnissen aus den USA reagieren Unternehmen in Europa weniger stark auf Produktivitätsveränderungen als früher („Reaktivität von Firmen“), was einen Teil des Rückgangs der Unternehmensdynamik erklärt. Im Gegensatz zur bisherigen Evidenz für die USA hat sich in Europa jedoch auch die Dynamik von Produktivitätsschocks abgeschwächt, was einen weiteren Teil des Rückgangs der Unternehmensdynamik erklärt. Für das deutsche Verarbeitende Gewerbe berechnen wir, dass der Rückgang der Reaktivität von Firmen ca. 40% des Rückgangs der Unternehmensdynamik erklärt, während die Abschwächung von Produktivitätsschocks 60% des Rückgangs der Unternehmensdynamik erklärt. Diese Prozesse deuten darauf hin, dass Marktfriktionen, wie beispielsweise Firmenmarktmacht in Europa, zu zunehmenden Fehlallokationen führen und dass die Innovationsprozesse sich abgeschwächt haben, woraus eine geringere Umverteilung von Marktanteilen zwischen Firmen resultiert.
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Infografiken
Infografiken Bilder sagen manchmal mehr als viele Worte – daher haben wir für Sie ein paar ausgewählte Abbildungen zusammengestellt, die unsere Themen beleuchten. Sollten Sie…
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Jahresberichte
IWH-Jahresberichte Die Jahresberichte des IWH stehen ab dem Jahr 2003 als PDF-Dokumente zum Download zur Verfügung. IWH-Jahresbericht 2023-2024 Der Jahresbericht 2023-2024: Das…
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Past Events
Past Events 14. CompNet Annual Conference (Vilnius, 25-26 September 2025) The 14th CompNet Annual Conference, co-hosted with the Bank of Lithuania, took place on 25–26 September…
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5th CompNet Data Provider Forum
5th Data Provider Forum in Halle We were happy to be able to have this year's Data Provider Forum finally in person again. It took place on 4th May 2022 in Halle (Saale), Germany.…
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10.09.2024 • 25/2024
IWH-Insolvenztrend: Zahl der Firmenpleiten im August leicht gesunken
Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in einer heute veröffentlichten Analyse feststellt, ist die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland im August zwar leicht zurückgegangen. Dennoch liegt der Wert deutlich höher als vor der Corona-Pandemie. Besonders viele Insolvenzen gab es in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen.
Steffen Müller
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08.08.2024 • 23/2024
IWH-Insolvenztrend: Insolvenzzahlen erreichen im Juli Rekordwerte
Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in einer heute veröffentlichten Analyse festgestellt hat, ist die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland im Juli überraschend deutlich angestiegen. Besonders viele Insolvenzen gab es im Verarbeitenden Gewerbe.
Steffen Müller
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