Cross-country Evidence on the Relationship between Regulations and the Development of the Life Insurance Sector
Chrysovalantis Gaganis, Iftekhar Hasan, Fotios Pasiouras
Economic Modelling,
Vol. 89 (July),
2020
Abstract
Using a global sample, this study sketches the impact of insurance regulations on the life insurance sector, revealing a significant negative association between supervisory control on policy conditions of life annuities as well as pension products and the development of the industry. A similar inverse relation is observed between the index of capital requirements and insurance development. These results hold when we control for demographic factors, economic factors, religious inclination, culture, as well as for other relevant regulations. We also find some evidence that while the overall supervisory power does not matter, the ability to intervene at an early stage could have a positive effect on insurance development. Additionally, the impact of some regulations appears to differ between advanced and developing countries.
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17.06.2020 • 10/2020
Hohe Insolvenzrisiken im Zuge des Corona-Shutdowns
Der Shutdown zur Eindämmung des Coronavirus erhöht die Wahrscheinlichkeit von Unternehmensinsolvenzen in erheblichem Ausmaß. Eine Untersuchung anhand von Jahresabschlussdaten der Jahre 2014 bis 2018 zeigt, dass in Deutschland 81% der Unternehmen nach einem Verlust von einem Zwölftel des Jahresumsatzes ihre Zinsausgaben nicht mehr aus dem laufenden Gewinn vor Zinsen und Steuern decken können; in Großbritannien sind es 73%.
Oliver Holtemöller
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Ostdeutscher Produktivitätsrückstand und Betriebsgröße
Steffen Müller, Georg Neuschäffer
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 3,
2019
Abstract
Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall ist die Produktivität der ostdeutschen Wirtschaft um 20% geringer als die der westdeutschen. Vielfach wird dies dadurch erklärt, dass westdeutsche Betriebe größer sind – denn größere Betriebe sind meist produktiver. Berechnungen auf Basis einzelbetrieblicher Daten bringen jedoch zum Vorschein, dass die Produktivitätslücke sich selbst dann nicht schließt, wenn Betriebe ähnlicher Größe verglichen werden, die zudem noch der gleichen Branche angehören und Ähnlichkeiten in weiteren für die Produktivität relevanten Merkmalen wie der Kapitalintensität, der Exporttätigkeit und dem Anteil qualifizierten Personals aufweisen.
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Sinkendes Potenzialwachstum in Deutschland, beschleunigter Braunkohleausstieg und Klimapaket: Finanzpolitische Konsequenzen für die Jahre bis 2024
Andrej Drygalla, Katja Heinisch, Oliver Holtemöller, Axel Lindner, Christoph Schult, Matthias Wieschemeyer, Götz Zeddies
Konjunktur aktuell,
Nr. 4,
2019
Abstract
Nach der Mittelfristprojektion des IWH wird das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in den Jahren bis 2024 preisbereinigt um durchschnittlich 1% wachsen; das nominale Bruttoinlandsprodukt wird um durchschnittlich 2¾% zunehmen. Die Durchschnittswerte verschleiern die Tatsache, dass das Wachstum gegen Ende des Projektionszeitraums aufgrund der dann rückläufigen Erwerbsbevölkerung spürbar zurückgehen wird. Dies wird sich auch bei den Staatseinnahmen niederschlagen. Allerdings wird die Bevölkerung nicht regional gleichverteilt zurückgehen. Strukturschwache Regionen dürften stärker betroffen sein. Die regionalen Effekte auf die Staatseinnahmen werden zwar durch Umverteilungsmechanismen abgefedert, aber nicht völlig ausgeglichen. Regionen mit schrumpfender Erwerbsbevölkerung müssen sich auf einen sinkenden finanziellen Spielraum einstellen. Der beschleunigte Braunkohleausstieg wird diesen Prozess verstärken, das Klimapaket der Bundesregierung hat hingegen vergleichsweise geringe Auswirkungen auf die öffentlichen Finanzen.
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Konjunktur aktuell: Weltwirtschaft wieder etwas kräftiger – aber Deutschland zunächst weiter im Abschwung
Konjunktur aktuell,
Nr. 4,
2019
Abstract
Im Jahr 2020 zieht die Weltwirtschaft wieder etwas an, weil der Gegenwind von den Handelskonflikten nachlässt. Die jüngsten Produktionsdaten deuten allerdings noch nicht auf eine durchgreifende Besserung der internationalen Konjunktur hin. Auch wegen der niedrigen Preisdynamik ist die Geldpolitik im Lauf des Jahres vielerorts noch einmal expansiver geworden. Wenn weitere Zollerhebungen im Wesentlichen ausbleiben, dürfte der Abschwung im Verarbeitenden Gewerbe um die Jahreswende 2019/2020 zu Ende gehen. Allerdings bleibt die Zukunft der politischen Rahmenbedingungen für den internationalen Handel unsicher. Das ist ein wichtiger Grund, warum mit einem kräftigen weltwirtschaftlichen Aufschwung für den Prognosezeitraum nicht zu rechnen ist. Zudem dürfte die Expansion der Nachfrage aus China weiter nachlassen.
Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiter im Abschwung. Ursache ist im Wesentlichen die schwache Auslandsnachfrage nach Produkten des Verarbeitenden Gewerbes, bedingt durch die von den USA ausgehenden protektionistischen Tendenzen und den bevorstehenden Brexit. Als weiterer Faktor kommen die Probleme im Automobilbau hinzu, denn die Branche steht mit am Beginn eines drastischen Strukturwandels. Im Jahr 2020 dürfte eine leichte Belebung der internationalen Konjunktur den deutschen Export wieder anziehen lassen. Der Anstieg wird aber nicht allzu hoch ausfallen, nicht zuletzt, weil die Lohnstückkosten seit einiger Zeit deutlich zugenommen haben. Auf der anderen Seite stabilisieren die recht deutlichen Lohnzuwächse die binnenwirtschaftliche Nachfrage. Zudem wirkt die Finanzpolitik expansiv, und die günstigen Finanzierungsbedingungen werden zusammen mit der Wohnungsknappheit in Ballungsräumen den Bauboom am Leben halten. Das Bruttoinlandsprodukt wird im Jahr 2020 wohl um 1,1% zunehmen, auch dank einer hohen Zahl an Arbeitstagen. Der Produktionszuwachs in Ostdeutschland dürfte mit 1,3% höher ausfallen als in Gesamtdeutschland. Die Verbraucherpreisinflation bleibt moderat, die Beschäftigung nimmt nur noch wenig zu.
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Labour Market Institutions and Employment
Felix Pohle
PhD Thesis, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,
2019
Abstract
Arbeitsmarktinstitutionen sind arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, die auf eine Verbesserung von Arbeitsmarktergebnissen (z. B. Beschäftigung und Löhne) abzielen. Da Arbeitsmärkte komplexen Anpassungsmechanismen unterliegen, sind diese Maßnahmen jedoch unter Umständen kontraproduktiv oder werden von Nebenwirkungen begleitet. Ziel dieser Dissertation ist es, die Beschäftigungseffekte von Mindestlöhnen und des Kündigungsschutzes zu analysieren. Das erste Kapitel führt den Leser in die Thematik Arbeitsmarktinstitutionen ein. Im zweiten Kapitel wird untersucht, wie die Einführung des Mindestlohns in Deutschland auf die Beschäftigung wirkt. Es wird gezeigt, dass geringfügige Beschäftigung abgenommen und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zugenommen hat. Das dritte Kapitel widmet sich derselben Maßnahme, jedoch mit einem anderen Schwerpunkt: Die Mindestlohneinführung erhöht die Arbeitsmarktmobilität aus Niedriglohnländern (der Tschechischen Republik und Polen) in Grenzregionen. Diese Zunahme ausländischer Arbeitskräfte hat keine negativen Effekte auf die deutsche Beschäftigung zur Folge. Im vierten Kapitel wird ein Problem existierender NK-SAM-Modelle adressiert, die das Modellieren von Kündigungsschutz erlauben. Eine hierfür vorgeschlagene Erweiterung verbessert die empirische Relevanz des Modells unter einer restriktiven Annahme.
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04.04.2019 • 10/2019
Dienstleistungsmetropole Berlin gibt ostdeutscher Wirtschaft Auftrieb – Implikationen der Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2019 und amtlicher Daten für die ostdeutsche Wirtschaft im Jahr 2018
Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose konstatiert in ihrem Frühjahrsgutachten, dass der Aufschwung in Deutschland in der zweiten Jahreshälfte 2018 zu Ende gegangen ist, vor allem weil das Verarbeitende Gewerbe aufgrund einer Abkühlung der internationalen Konjunktur und aufgrund von Problemen in der Automobilindustrie schwächelt. Entsprechend hat das ostdeutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2018 dort, wo das Verarbeitende Gewerbe eine besonders große Rolle spielt, nämlich in Sachsen (1,2%), Thüringen (0,5%) und Sachsen-Anhalt (0,9%), weniger zugelegt als in Deutschland insgesamt (1,4%).
Oliver Holtemöller
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National Culture and Risk-taking: Evidence from the Insurance Industry
Chrysovalantis Gaganis, Iftekhar Hasan, Panagiota Papadimitri, Menelaos Tasiou
Journal of Business Research,
Vol. 97 (April),
2019
Abstract
The gravity of insurance within the financial sector is constantly increasing. Reasonably, after the events of the recent financial turmoil, the domain of research that examines the factors driving the risk-taking of this industry has been signified. The purpose of the present study is to investigate the interplay between national culture and risk of insurance firms. We quantify the cultural overtones, measuring national culture considering the dimensions outlined by the Hofstede model and risk-taking using the ‘Z-score’. In a sample consisting of 801 life and non-life insurance firms operating across 42 countries over the period 2007–2016, we find a strong and significant relationship among insurance firms' risk-taking and cultural characteristics, such as individualism, uncertainty avoidance and power distance. Results remain robust to a variety of firm and country-specific controls, alternative measures of risk, sample specifications and tests designed to alleviate endogeneity.
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15.01.2019 • 1/2019
Schneller Braunkohleausstieg hat deutliche Folgen in betroffenen Regionen
Wenn Deutschland die Braunkohleverstromung vorzeitig beendet, wird die Gesamtwirtschaft kaum beeinträchtigt. Allerdings zeigen Berechnungen des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) spürbare Effekte auf die Arbeitsmärkte des Rheinlands, Mitteldeutschlands und der Lausitz. Eine Region ist besonders betroffen von Arbeitslosigkeit und Abwanderung.
Oliver Holtemöller
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27.09.2018 • 19/2018
Aufschwung in Ostdeutschland setzt sich verlangsamt fort – Implikationen der Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2018 und amtlicher Daten für die ostdeutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr 2018
Für das Jahr 2018 prognostiziert das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) einen Anstieg des ostdeutschen Bruttoinlandsprodukts um 1,5% (Gemeinschaftsdiagnose für Deutschland insgesamt 1,7%). Auch im Jahr 2019 dürfte die Zuwachsrate in Ostdeutschland mit 1,7% unter derjenigen in Deutschland insgesamt (1,9%) liegen.
Oliver Holtemöller
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