15.04.2021 • 12/2021
Wirtschaft im Osten Deutschlands weniger geschrumpft als im Westen, aber auch mit schwächerer Dynamik, wenn Pandemie verschwindet – Implikationen der Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2021 und amtlicher Länderdaten für die ostdeutsche Wirtschaft
Die Zunahme des Bruttoinlandsprodukts dürfte im Jahr 2021 in Ostdeutschland mit 3% geringer ausfallen als in Deutschland insgesamt (3,7%), denn der Einbruch aufgrund der Pandemie war im Jahr 2020 geringer. Im Zuge der wirtschaftlichen Erholung in der zweiten Jahreshälfte dürfte auch die Arbeitslosenquote leicht sinken.
Oliver Holtemöller
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15.04.2021 • 11/2021
Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2021: Pandemie verzögert Aufschwung – Demografie bremst Wachstum
In ihrem Frühjahrsgutachten prognostizieren die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 3,7% im laufenden Jahr und um 3,9% im Jahr 2022. Der erneute Shutdown verzögert die wirtschaftliche Erholung, aber sobald die Infektionsgefahren vor allem durch das Impfen gebannt sein werden, wird eine kräftige Erholung einsetzen. Etwa zu Beginn des kommenden Jahres dürfte die Wirtschaft zur Normalauslastung zurückkehren.
Oliver Holtemöller
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To Rent or not to Rent: A Household Finance Perspective on Berlin's Short-term Rental Regulation
Antonios Mavropoulos
IWH Discussion Papers,
Nr. 1,
2021
Abstract
With the increasing concerns that accompany the rising trends of house sharing economies, regulators impose new laws to counteract housing supply scarcity. In this paper, I investigate whether the ban on short-term entire house listings activated in Berlin in May 2016 had any adverse effects from a household finance perspective. More specifically, I derive short-term rental income and counter-factually compare it with long-term rental income to find that the ban, by decreasing the supply of short-term housing, accelerated short-term rental income but did not have any direct effect on long-term rental income. Commercial home-owners therefore would find renting on the short-term market to be financially advantageous.
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Hohes öffentliches Defizit nicht nur wegen Corona – Mittelfristige Handlungsmöglichkeiten für den Staat
Andrej Drygalla, Oliver Holtemöller, Axel Lindner, Matthias Wieschemeyer, Götz Zeddies, Katja Heinisch
Konjunktur aktuell,
Nr. 4,
2020
Abstract
Nach der Mittelfristprojektion des IWH wird das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in den Jahren bis 2025 preisbereinigt um durchschnittlich ½% wachsen, und damit einen Prozentpunkt langsamer als im Zeitraum von 2013 bis 2019. Dies ist nicht nur auf den starken Einbruch im Jahr 2020 zurückzuführen, sondern auch darauf, dass die Erwerbsbevölkerung spürbar zurückgehen wird. Die Staatseinnahmen expandieren deutlich langsamer als in den vergangenen Jahren. Auch nach Überwindung der Pandemiekrise dürfte der Staatshaushalt im Fall unveränderter gesetzlicher Rahmenbedingungen ein strukturelles Defizit von etwa 2% relativ zum Bruttoinlandsprodukt aufweisen, und die Schuldenbremse würde weiter verletzt. Konsolidierungsmaßnahmen zur Rückführung dieser Defizitquote auf ½% würden die Produktion in Deutschland unter die Normalauslastung drücken. Mit Hilfe des finanzpolitischen Simulationsmodells des IWH kann gezeigt werden, dass dabei eine ausgabenseitige Konsolidierung die Produktion weniger belastet als eine einnahmenseitige. Es spricht, auch aus theoretischer Sicht, viel dafür, die Schuldenbremse zwar nicht abzuschaffen, aber ein Stück weit zu lockern.
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Konjunktur aktuell: Neue Pandemiewelle verzögert konjunkturelle Erholung in Deutschland
Konjunktur aktuell,
Nr. 4,
2020
Abstract
Während die Weltwirtschaft zweigeteilt ist – die Wirtschaft in Ostasien und in den großen Schwellenländern hat sich zügig erholt, für Nordamerika und Europa ist mit einem schwachen Winterhalbjahr zu rechnen –, lässt der Shutdown die Produktion in Deutschland zum Jahresende zurückgehen. Nach Lockerung der Infektionsschutzmaßnahmen, dank Impfkampagnen und milder Witterung dürfte die Erholung ab dem Frühjahr langsam wieder in Gang kommen. Im Jahr 2021 wird das BIP um 4,4% zunehmen, nach einem Rückgang um 5% im Jahr 2020. In Ostdeutschland fällt sowohl der Rückgang als auch der Wiederanstieg deutlich geringer aus.
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14.10.2020 • 22/2020
Konjunktureinbruch in Ostdeutschland nicht so stark wie in Deutschland insgesamt – Implikationen der Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2020 und amtlicher Länderdaten für Ostdeutschland
Die deutsche Wirtschaft hat sich nach dem pandemiebedingten drastischen Einbruch im Frühjahr 2020 zunächst rasch wiederbelebt. Im zweiten Halbjahr verliert die Erholung aber stark an Fahrt. Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose geht davon aus, dass das Produktionsniveau von vor der Krise erst wieder in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 erreicht werden wird. Die ostdeutsche Konjunktur folgt im Prinzip diesem Muster; allerdings dürfte der Konjunktureinbruch hier etwas milder ausfallen.
Oliver Holtemöller
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Firm Wage Premia, Industrial Relations, and Rent Sharing in Germany
Boris Hirsch, Steffen Müller
ILR Review,
Vol. 73 (5),
2020
Abstract
The authors use three distinct methods to investigate the influence of industrial relations on firm wage premia in Germany. First, ordinary least squares (OLS) regressions for the firm effects from a two-way fixed-effects decomposition of workers’ wages reveal that average premia are larger in firms bound by collective agreements and in firms with a works council, holding constant firm performance. Next, recentered influence function (RIF) regressions show that premia are less dispersed among covered firms but more dispersed among firms with a works council. Finally, in an Oaxaca–Blinder decomposition, the authors find that decreasing bargaining coverage is the only factor they consider that contributes to the marked rise in premia dispersion over time.
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Zwischenbetriebliche Lohnunterschiede, Mitbestimmung und Tarifverträge
Steffen Müller
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 2,
2020
Abstract
Niedriglohnsektor und steigende Lohnungleichheit sind seit langem dominierende Themen am Arbeitsmarkt. Dieser Artikel legt nahe, dass die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer von der Existenz von Betriebsräten und Tarifverträgen abhängt und dass sich vor allem betriebliche Mitbestimmung positiv auf Löhne auswirkt. Während Mitbestimmung die zwischenbetriebliche Lohnungleichheit erhöht, wird sie durch Tarifverträge reduziert.
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