Patents, Firm Rents, and Worker Compensation: Causal Evidence from Quasi-random Patent Allocation
Afroza Alam, André Diegmann
IWH Discussion Papers,
Nr. 6,
2026
Abstract
This paper provides new causal evidence on how patent allowances affect firms and their employees based on quasi-random assignment of patent applications to examiners. Exploiting employer-employee records with newly linked German firm data and web-scraped patent documents, we show that patent-induced shocks reduce firm exit, improve productivity, and increase wages, with rent-sharing elasticities between 0.10 and 0.21. Wage gains are broadly observed across occupational tasks, with high heterogeneity: managers benefit disproportionately in publicly traded firms, whereas broader wage increases accrue to workers in non-traded firms. Our findings highlight the role of institutional features and firm organization in shaping how rents are shared.
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Intangible Assets and Imperfections in Product and Labor Markets
Eric Bartelsman, Sabien Dobbelaere, Alessandro Zona Mattioli
IWH Discussion Papers,
Nr. 5,
2026
Abstract
This paper develops a micro-founded framework linking price-cost and wage markups to intangible assets. Intangible assets, once created, are a source of firm rents. Owing to limits to enforceable ownership and the non-rival nature of knowledge, these rents can be both retained by the origin firm and transferred to a competitor through poaching of workers. Search and matching frictions affect labor mobility and result in bargaining over rents between the firm and the worker. This environment generates hold-up in intangible asset creation and motivates rent sharing. Under non-compete agreements, poached workers face start delays that weaken outside options. Using microdata from the Netherlands, we document higher price-cost and wage markups in more intangible-intensive firms and lower wages for workers with non-compete agreements, consistent with the model.
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Klimaziele und Wachstum vereinbaren: Bedeutung der Energieproduktivität
Oliver Holtemöller, Christoph Schult
Wirtschaftsdienst,
Vol. 106 (5),
2026
Abstract
Die Energieproduktivität in Deutschland ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Inwiefern lässt sich daraus auf eine Transformation des Energiesystems und der Produktion schließen? Der Beitrag zeigt, dass der Anstieg der Energieproduktivität nur begrenzt auf Effizienzfortschritte innerhalb von Sektoren zurückzuführen ist, sondern auch durch Strukturwandel und den Rückgang energieintensiver Produktion getrieben wird. Eine Projektion des Endenergieverbrauchs bis 2030 deutet darauf hin, dass die energiepolitischen Zielwerte bei schwachem Wirtschaftswachstum erreichbar sind. Bei höherem Wachstum würden sie jedoch verfehlt. Daraus ergibt sich ein Zielkonflikt zwischen Energieverbrauchsreduktion und wirtschaftlicher Dynamik; es braucht zusätzliche Effizienzgewinne oder technologische Innovationen um ihn aufzulösen.
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12.03.2026 • 8/2026
Konjunktur aktuell: Ölpreisschock gefährdet Erholung in Deutschland
Weltweit höhere Energiepreise infolge des neuen Golfkriegs verschlechtern die Aussichten für die deutsche Konjunktur, auch wenn Mehrausgaben der öffentlichen Hand die gesamtwirtschaftliche Expansion in diesem und im kommenden Jahr stützen werden. Nach der Frühjahrsprognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) dürfte die Produktion im Jahr 2026 um 0,7% und im Jahr 2027 um 1% zunehmen. Ähnliche Expansionsraten sind auch für Ostdeutschland zu erwarten. Im Dezember waren die IWH-Konjunkturforscher von einem Zuwachs von 1% sowohl für 2026 als auch für 2027 ausgegangen.
Oliver Holtemöller
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Wie sich die Klimapolitik auf die Einkommensungleichheit auswirken könnte
Marie Young-Brun
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 3,
2025
Abstract
Der Klimawandel wirkt sich zunehmend auf die wirtschaftliche Entwicklung in aller Welt aus. Ärmere Haushalte sind dabei den Auswirkungen des Klimawandels stärker ausgesetzt und verletzlicher, sodass der Klimawandel die Ungleichheit wahrscheinlich noch verstärken wird. Politische Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen können eine Verschärfung des Klimawandels verhindern, schaffen aber auch ökonomische Gewinner und Verlierer. In diesem Beitrag werden die kombinierten Auswirkungen des Klimawandels und ausgewählter politischer Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen auf die wirtschaftliche Ungleichheit untersucht. Die Bewertung erfolgt anhand von acht Modellen für die integrierte Analyse von Klimawandel und wirtschaftlicher Entwicklung, die von verschiedenen Forscherteams unter Verwendung unterschiedlicher Annahmen und Methoden entwickelt wurden. Die Ergebnisse basieren auf historischen Daten und Zukunftsszenarien für zehn Länder in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Die Umsetzung einer ehrgeizigen Klimapolitik im Einklang mit dem Pariser Abkommen führt demnach zu einer geringeren Ungleichheit in der Zukunft als der Verzicht auf Maßnahmen zur Milderung des Klimawandels, auch wenn die Ungleichheit aufgrund der Kosten für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen kurzfristig zunimmt. Die Verwendung der Einnahmen aus der Kohlenstoffbepreisung kann dazu beitragen, die Verteilungseffekte der Klimapolitik zu dämpfen und die Ungleichheit kurzfristig sogar zu verringern. Diese Ergebnisse unterstreichen die Rolle von Ausgleichsmechanismen bei der Gestaltung einer fairen und politisch durchsetzbaren Klimapolitik.
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11.12.2025 • 34/2025
Konjunktur aktuell: Leichte Belebung kommt, Strukturprobleme bleiben
Zum Jahresende 2025 ist weiterhin unklar, ob sich die deutsche Wirtschaft auf Erholungskurs befindet, zumal die Exportschwäche auch im Herbst andauert. Dennoch ist für das Jahr 2026 aufgrund von finanzpolitischen Impulsen und gestiegenen Realeinkommen eine leichte Belebung zu erwarten. Nach der Winterprognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) dürfte die Produktion dann um 1,0% zunehmen, nach 0,2% im Jahr 2025. Im September waren die IWH-Konjunkturforscher von einem Zuwachs von 0,8% für 2026 und 0,2% für das laufende Jahr ausgegangen. In Ostdeutschland wird die Expansionsrate im Jahr 2026 nach der vorliegenden Prognose demographisch bedingt wohl etwas niedriger ausfallen.
Oliver Holtemöller
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25.09.2025 • 28/2025
Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2025: Expansive Finanzpolitik kaschiert Wachstumsschwäche
Die deutsche Wirtschaft lässt die Talsohle hinter sich und dürfte in den kommenden zwei Jahren wieder etwas an Dynamik gewinnen. Nach der Stagnation in der ersten Jahreshälfte prognostiziert die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose in ihrem Herbstgutachten für das laufende Jahr eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 0,2%. In den beiden kommenden Jahren dürfte eine expansive Finanzpolitik den Anstieg der Wirtschaftsleistung dann spürbar auf 1,3% bzw. 1,4% beschleunigen. Damit bleibt die Prognose der Institute für dieses und nächstes Jahr gegenüber dem Frühjahrsgutachten in etwa unverändert. „Die deutsche Wirtschaft steht nach wie vor auf wackeligen Beinen“, sagt Dr. Geraldine Dany-Knedlik, Leiterin des Bereichs Prognose und Konjunkturpolitik im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). „In den beiden kommenden Jahren erholt sie sich zwar spürbar. Angesichts anhaltender struktureller Schwächen wird diese Dynamik allerdings nicht von Dauer sein.“
Oliver Holtemöller
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Wirtschaft im Wandel
Wirtschaft im Wandel Die Zeitschrift „Wirtschaft im Wandel“ unterrichtet die breite Öffentlichkeit über aktuelle Themen der Wirtschaftsforschung. Sie stellt wirtschaftspolitisch…
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Essays in Supply Chains and Sustainable Finance
Sochima Uzonwanne
PhD Thesis, Friedrich-Schiller-Universität Jena,
2025
Abstract
Die Wechselwirkungen zwischen Lieferketten und nachhaltiger Finanzierung haben sich zu einem zentralen Forschungsbereich in den Finanzmärkten entwickelt, angetrieben durch ein zunehmendes globales Bewusstsein für Umwelt- und soziale Herausforderungen. Artikel 1 untersucht, wie Kreditgeber Nachhaltigkeitsklauseln verwenden, um Kreditnehmer mit negativen Umweltvorfällen zu überwachen, und vergleicht die Verwendung dieser einzigartigen Kreditvertragsgestaltung mit konventionellen Kreditkonditionen, finanziellen und bilanzbezogenen Klauseln. Wir zeigen, dass Kreditgeber weniger geneigt sind, Nachhaltigkeitsklauseln in den Kreditvertrag aufzunehmen, wenn ein Kreditnehmer bereits zuvor negative Umweltvorfälle aufweist. Im Gegensatz dazu nutzen Kreditgeber Nachhaltigkeitsklauseln, um institutionelle Investoren für die Teilnahme an der Syndizierung zu gewinnen, anstatt sie als Überwachungsinstrumente für die Umweltleistung von Kreditnehmern zu verwenden. Artikel 2 untersucht, ob Banken, die mit dem Verlust der biologischen Vielfalt im Amazonasgebiet in Verbindung stehen, einen Abzug von Einlagen erfahren, wenn Einleger von deren Finanzierungstätigkeiten Kenntnis erlangen. Ich finde empirische Beweise dafür, dass sogenannte "Amazonas-Kohlenstoffbanken" ein geringeres Wachstum ihrer Einlagen verzeichnen, sobald Einleger von deren Finanzierungstätigkeiten erfahren. Dieser Effekt ist besonders ausgeprägt, wenn die Filiale der Amazonas-Kohlenstoffbanken in Landkreisen liegt, die im Vergleich zu anderen Filialen stärkere Verluste an biologischer Vielfalt aufweisen. Artikel 3, wie europäische Unternehmen, die stark in globale Lieferketten (GSC) eingebunden sind, von einer Lieferkettenunterbrechung (Covid-19) betroffen sind. Wir zeigen, dass Covid-19 das Umsatzwachstum von Unternehmen, die stark von der GSC im Heimatland abhängig sind, negativ beeinflussen. Besonders wichtig ist, dass wir die Rolle der Bankbeziehungen bei der Abmilderung der Störungseffekte aufdecken.
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Forschungscluster
Drei Forschungscluster Jede IWH-Forschungsgruppe ist einem themenorientieren Forschungscluster zugeordnet. Die Cluster stellen keine eigenen Organisationseinheiten dar, sondern…
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