Essays in Supply Chains and Sustainable Finance
Sochima Uzonwanne
PhD Thesis, Friedrich-Schiller-Universität Jena,
2025
Abstract
Die Wechselwirkungen zwischen Lieferketten und nachhaltiger Finanzierung haben sich zu einem zentralen Forschungsbereich in den Finanzmärkten entwickelt, angetrieben durch ein zunehmendes globales Bewusstsein für Umwelt- und soziale Herausforderungen. Artikel 1 untersucht, wie Kreditgeber Nachhaltigkeitsklauseln verwenden, um Kreditnehmer mit negativen Umweltvorfällen zu überwachen, und vergleicht die Verwendung dieser einzigartigen Kreditvertragsgestaltung mit konventionellen Kreditkonditionen, finanziellen und bilanzbezogenen Klauseln. Wir zeigen, dass Kreditgeber weniger geneigt sind, Nachhaltigkeitsklauseln in den Kreditvertrag aufzunehmen, wenn ein Kreditnehmer bereits zuvor negative Umweltvorfälle aufweist. Im Gegensatz dazu nutzen Kreditgeber Nachhaltigkeitsklauseln, um institutionelle Investoren für die Teilnahme an der Syndizierung zu gewinnen, anstatt sie als Überwachungsinstrumente für die Umweltleistung von Kreditnehmern zu verwenden. Artikel 2 untersucht, ob Banken, die mit dem Verlust der biologischen Vielfalt im Amazonasgebiet in Verbindung stehen, einen Abzug von Einlagen erfahren, wenn Einleger von deren Finanzierungstätigkeiten Kenntnis erlangen. Ich finde empirische Beweise dafür, dass sogenannte "Amazonas-Kohlenstoffbanken" ein geringeres Wachstum ihrer Einlagen verzeichnen, sobald Einleger von deren Finanzierungstätigkeiten erfahren. Dieser Effekt ist besonders ausgeprägt, wenn die Filiale der Amazonas-Kohlenstoffbanken in Landkreisen liegt, die im Vergleich zu anderen Filialen stärkere Verluste an biologischer Vielfalt aufweisen. Artikel 3, wie europäische Unternehmen, die stark in globale Lieferketten (GSC) eingebunden sind, von einer Lieferkettenunterbrechung (Covid-19) betroffen sind. Wir zeigen, dass Covid-19 das Umsatzwachstum von Unternehmen, die stark von der GSC im Heimatland abhängig sind, negativ beeinflussen. Besonders wichtig ist, dass wir die Rolle der Bankbeziehungen bei der Abmilderung der Störungseffekte aufdecken.
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Supply Chain Disruptions and Firm Outcomes
Michael Koetter, Huyen Nguyen, Sochima Uzonwanne
IWH Discussion Papers,
Nr. 3,
2025
Abstract
This paper examines how firms’ exposure to supply chain disruptions (SCD) affects firm outcomes in the European Union (EU). Exploiting heterogeneous responses to workplace closures imposed by sourcing countries during the pandemic as a shock to SCD, we provide empirical evidence that firms in industries relying more heavily on foreign inputs experience a significant decline in sales compared to other firms. We document that external finance, particularly bank financing, plays a critical role in mitigating the effects of SCD. Furthermore, we highlight the unique importance of bank loans for small and solvent firms. Our findings also indicate that highly diversified firms and those sourcing inputs from less distant partners are less vulnerable to SCD.
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