The Great Recession and its Effects on Monetary Policy
Geraldine Dany-Knedlik
PhD Thesis, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,
2018
Abstract
Neue Fragestellungen der monetäre Ökonomik betreffen seit der globalen Finanzmarktkrise sowohl die Erklärung der ungewöhnlichen Konsumentenpreisentwicklung als auch die Untersuchung der Interdependenzen zwischen den Finanzmärkten und der realen Wirtschaftstätigkeit sowie des geldpolitischen Transmissionsprozesses. In dieser Dissertation werden die Fragestellungen unter besonderer Berücksichtigung von Nichtlinearitäten analysiert. Die ersten beiden Beiträge untersuchen die Faktoren der Inflationsdynamik des Euroraums sowie der ASEAN-5-Länder anhand von nichtlinearen Phillips-Kurven und zeigen, dass die Veränderung der Inflationsprozesse bedeutend von den langfristigen Inflationserwartungen beeinflusst wird. Der dritte Beitrag untersucht die Entwicklung des Finanz-Akzelerator-Effektes (FAE) im Hinblick auf die Veränderung des Finanzsektors anhand eines zeitvarianten, strukturellen vektorautoregressiven Modells und zeigt, dass in den USA der FAE ab Anfang der 1990iger Jahre ansteigt.
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Time-varying Volatility, Financial Intermediation and Monetary Policy
S. Eickmeier, N. Metiu, Esteban Prieto
IWH Discussion Papers,
Nr. 19,
2016
Abstract
We document that expansionary monetary policy shocks are less effective at stimulating output and investment in periods of high volatility compared to periods of low volatility, using a regime-switching vector autoregression. Exogenous policy changes are identified by adapting an external instruments approach to the non-linear model. The lower effectiveness of monetary policy can be linked to weaker responses of credit costs, suggesting a financial accelerator mechanism that is weaker in high volatility periods. To rationalize our robust empirical results, we use a macroeconomic model in which financial intermediaries endogenously choose their capital structure. In the model, the leverage choice of banks depends on the volatility of aggregate shocks. In low volatility periods, financial intermediaries lever up, which makes their balance sheets more sensitive to aggregate shocks and the financial accelerator more effective. On the contrary, in high volatility periods, banks decrease leverage, which renders the financial accelerator less effective; this in turn decreases the ability of monetary policy to improve funding conditions and credit supply, and thereby to stimulate the economy. Hence, we provide a novel explanation for the non-linear effects of monetary stimuli observed in the data, linking the effectiveness of monetary policy to the procyclicality of leverage.
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Negative Bonitätsbewertungen und Zinsen auf Staatsanleihen – Gibt es einen Teufelskreis?
Makram El-Shagi, Gregor von Schweinitz
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 3,
2015
Abstract
Kann es nach einer Herabstufung der Bonität eines Staates zu einer Dynamik von steigenden Zinsen auf Staatsanleihen und weiter fallenden Ratings kommen, die unausweichlich in einem Staatsbankrott endet? Die hohe Persistenz von Ratings sowie die Beobachtung, dass Zinsen häufig negativ auf eine Herabstufung reagieren, legen die Möglichkeit einer solchen Abwärtsspirale nahe. Empirisch ist diese Dynamik allerdings nicht zu sehen. In den Daten ist im Gegenteil ausschließlich eine sehr langsame Annäherung an ein langfristiges Gleichgewicht von guten Ratings und niedrigen Zinsen zu beobachten. Gleichzeitig ist die Persistenz von Ratings allerdings hoch genug, um nach einer Herabstufung auf ein hochspekulatives Niveau (Rating von B oder schlechter) massive und langandauernde Zinsaufschläge zu erzeugen. Da eine solche Herabstufung in der Realität allerdings äußerst selten erfolgt, ist die Existenz des oben beschriebenen Teufelskreises zu verneinen. Eine negative Entwicklung wie zum Beispiel in Griechenland in den Jahren 2010 und 2011 lässt sich nicht als Ergebnis der Wechselwirkung von Ratings und Zinsen erklären.
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Estimating Monetary Policy Rules when the Zero Lower Bound on Nominal Interest Rates is Approached
Konstantin Kiesel, M. H. Wolters
Kiel Working Papers, No. 1898,
2014
Abstract
Monetary policy rule parameters estimated with conventional estimation techniques can be severely biased if the estimation sample includes periods of low interest rates. Nominal interest rates cannot be negative, so that censored regression methods like Tobit estimation have to be used to achieve unbiased estimates. We use IV-Tobit regression to estimate monetary policy responses for Japan, the US and the Euro area. The estimation results show that the bias of conventional estimation methods is sizeable for the inflation response parameter, while it is very small for the output gap response and the interest rate smoothing parameter. We demonstrate how IV-Tobit estimation can be used to study how policy responses change when the zero lower bound is approached. Further, we show how one can use the IV-Tobit approach to distinguish between desired policy responses, that the central bank would implement if there was no zero lower bound, and the actual ones and provide estimates of both.
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Vorteile einer niedrigen Inflationsrate: Empirische Ergebnisse für den Euroraum
Juliane Scharff
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 10,
2010
Abstract
Der Vorschlag des Chefvolkswirts des Internationalen Währungsfonds, Olivier Blanchard, das Inflationsziel auf vier Prozent anzuheben, hat eine lebhafte Debatte über die angemessene Höhe der Zielinflationsrate entfacht. Dabei ist keineswegs offensichtlich, dass der durch höhere Inflationsraten größere Spielraum in Bezug auf Leitzinssenkungen in Krisenzeiten auch zu einem volkswirtschaftlichen Mehrwert führt. Insbesondere sind die mit einer höheren Inflationsrate einhergehenden volkswirtschaftlichen Kosten nicht zu vernachlässigen. So ist zum Beispiel die Variabilität der relativen Preise tendenziell umso größer, je höher die Inflationsrate ist. Dadurch wird die Signal-und Lenkungsfunktion relativer Preisänderungen beeinträchtigt, und dies hat negative Folgen für die effiziente Allokation von Ressourcen. Diese Studie untersucht im Rahmen einer empirischen Analyse den Einfluss der Inflation auf die Schwankungen der relativen Preise für den Euroraum. Sie kann einen signifikanten positiven Zusammenhang zwischen Inflation und Variabilität der relativen Preise feststellen. Damit liefert sie empirische Evidenz für einen störenden Einfluss von Inflation auf die relativen Preise und folglich für negative realwirtschaftliche Effekte von Inflation. Die Ergebnisse sprechen für eine Geldpolitik moderater Inflationsraten.
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