Einfluss gesellschaftlichen Vertrauens auf die Wirksamkeit evidenzbasierter Politikberatung
Reint E. Gropp, Vera Wolter
Wirtschaftsdienst,
Vol. 106 (8),
2026
Abstract
In Zeiten multipler Krisen wird der Rahmen für evidenzbasierte Politikberatung zunehmend durch gesellschaftliches Vertrauen in Wissenschaft und Institutionen geprägt. Veränderungen im öffentlichen Diskurs stellen eine zusätzliche Herausforderung dar. Fragmentierte Informationsräume und ein abnehmendes institutionelles Vertrauen befeuern die Polarisierung in der Gesellschaft und erschweren den Transfer wissenschaftlicher Expertise in Politik und Gesellschaft. Darüber hinaus beeinflussen die Spannungen zwischen politischem Handlungsdruck und wissenschaftlicher Unabhängigkeit die Wirksamkeit der Politikberatung in erheblichem Maße. Transparenz, der Erhalt des Dialogs sowie die Wahrung der Wissenschaftsfreiheit sind entscheidend für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen politischen Entscheidungsträgern:innen und wissenschaftlichen Expert:innen. Wissenschaftliche Erkenntnisse müssen zudem so aufbereitet und kommuniziert werden, dass sie für die breite Öffentlichkeit verständlich sind.
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08.04.2026 • 11/2026
Neue Datenbank zu Kohlemilliarden: IWH macht Einsatz der Fördermittel transparent
Mit 41,09 Milliarden Euro will der Bund den Regionen helfen, die vom Kohleausstieg betroffen sind. Wie das Geld verwendet wird, zeigt ab sofort eine öffentlich zugängliche Datenbank des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Alle Interessierten können das Online-Angebot kostenfrei nutzen.
Mirko Titze
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05.11.2025 • 31/2025
Gutachten zu Kohlemilliarden: Angebot an Arbeitskräften besser absichern
Mit rund 41 Milliarden Euro will der Bund den Regionen helfen, die vom Kohleausstieg betroffen sind. Wird das Geld sinnvoll genutzt? Die Wirtschaftsforschungsinstitute IWH und RWI haben den Zwischenbericht 2025 im Rahmen der begleitenden Evaluierungsforschung dazu vorgelegt. Der Bericht beleuchtet die bisherige Mittelverwendung, die zu erwartenden ökonomischen Effekte des Kohleausstiegs und der Förderung der betroffenen Regionen. Wichtige Empfehlungen des Zwischenberichts beziehen sich auf die demographische Lage in den Kohleregionen und auf die Bereitstellung von Daten und Informationen zu den geförderten Projekten.
Oliver Holtemöller
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InvKG-Datenbank
InvKG-Datenbank des BMWE: Fördermaßnahmen im Kohleausstieg Mit dem Investitionsgesetz Kohleregionen (InvKG) stellt die Bundesregierung bis 2038 massive Strukturhilfen bereit, um…
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Logo und Farben
IWH-Logo und IWH-Farben 1. Logo 1.1 Wort-Bild-Marke 1.2 Varianten 1.2.1 Signet 1.2.2 Horizontale Varianten 1.2.3 Negative Varianten 2. IWH-Farben 1. Logo 1.1 Wort-Bild-Marke 1.1.1…
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Stellenbesetzungsrichtlinie
Stellenbesetzungsrichtlinie Das Ziel der Stellenbesetzungsrichtlinie ist, den Stellenbesetzungen im IWH eine einheitliche und nachvollziehbare Grundlage zu geben. Sie dient der…
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Der Börsengang und die interne Organisation des Unternehmens
Daniel Bias, Benjamin Lochner, Stefan Obernberger, Merih Sevilir
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 1,
2024
Abstract
In diesem Beitrag wird untersucht, wie Unternehmen ihre Organisation anpassen, wenn sie erstmalig an die Börse gehen (initial public offering, IPO). Im Zuge des Börsengangs wandeln sich Unternehmen in eine hierarchischere Organisation um und verstärken die Aufsicht durch das Management. Organisatorische Funktionen in den Bereichen Rechnungswesen, Finanzen, Informationstechnologie und Personalwesen gewinnen an Bedeutung. Sie tauschen einen großen Teil ihrer Belegschaft und fast ihr gesamtes Management aus, um ihr Humankapital an die neue Organisation anzupassen. Die neue Organisation erleichtert interne Versetzungen und Beförderungen. Insgesamt ist das Unternehmen durch den Börsengang einem Wandel unterworfen, der die Abhängigkeit des Unternehmens von einzelnen Beschäftigten verringert und den Produktionsprozess effizient organisiert.
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16.08.2023 • 21/2023
Gutachten zu Kohlemilliarden: Transparenz der Mittelvergabe erhöhen
Mit rund 41 Milliarden Euro will der Bund den Regionen helfen, die vom Kohleausstieg betroffen sind. Wird das Geld sinnvoll genutzt? Eine Analyse der Wirtschaftsforschungsinstitute IWH und RWI gibt erstmals einen Überblick über das Programm und benennt Verbesserungspotenziale.
Oliver Holtemöller
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Do Firms Respond to Gender Pay Gap Transparency?
Morten Bennedsen, Elena Simintzi, Margarita Tsoutsoura, Daniel Wolfenzon
Journal of Finance,
Vol. 77 (4),
2022
Abstract
We examine the effect of pay transparency on the gender pay gap and firm outcomes. Using a 2006 legislation change in Denmark that requires firms to provide gender-disaggregated wage statistics, detailed employee-employer administrative data, and difference-in-differences and difference-in-discontinuities designs, we find that the law reduces the gender pay gap, primarily by slowing wage growth for male employees. The gender pay gap declines by 2 percentage points, or 13% relative to the prelegislation mean. Despite the reduction of the overall wage bill, the wage transparency mandate does not affect firm profitability, likely because of the offsetting effect of reduced firm productivity.
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Kommentar: Die Schuldenfinanzierung höherer Militärausgaben ist Augenwischerei
Oliver Holtemöller
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 1,
2022
Abstract
Die Bundesregierung will zusätzliche Militärausgaben in Höhe von 100 Mrd. Euro über ein „Sondervermögen“ finanzieren. Dies täuscht darüber hinweg, dass mehr Militärausgaben nicht ohne Einschränkungen an anderer Stelle, z. B. bei Investitionen für den Klimaschutz, zu haben sind. Eine Finanzierung über höhere Steuern wäre transparenter und würde die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Einzelnen berücksichtigen.
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