24.09.2026 • 28/2026
Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2026: Aufschwung mit Strukturproblemen – Finanzpolitik auf Abwegen
Die deutsche Wirtschaft ist seit Ende 2025 im Aufschwung. Die Erholung fällt stärker aus als noch im Frühjahr erwartet, bleibt aber schwach. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten für das laufende Jahr ein BIP-Plus von 1,3% und für die beiden folgenden Jahre von 1,1% bzw. 0,4%. Gegenüber dem Frühjahr wurde die Prognose für 2026 um 0,7 und für 2027 um 0,2 Prozentpunkte angehoben. „Die Wirtschaft hat sich robuster entwickelt als erwartet. Der Aufschwung steht jedoch auf einem schmalen Fundament, denn hohe Energiepreise und Strukturprobleme belasten“, sagt Oliver Holtemöller, Konjunkturchef des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Im laufenden Quartal bremst zudem Niedrigwasser die Aktivität vorübergehend. Das staatliche Defizit nimmt weiter zu, sodass sich ein wachsender Konsolidierungsbedarf aufstaut.
Oliver Holtemöller
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Konjunktur
Gemeinschafts-Diagnose Herbst 2026 Aufschwung mit Strukturproblemen – Finanzpolitik auf Abwegen 24. September 2026 Die deutsche Wirtschaft ist seit Ende 2025 im Aufschwung. Die…
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The Corporate Investment Benefits of Mutual Fund Dual Holdings
Rex Wang Renjie, Patrick Verwijmeren, Shuo Xia
Journal of Financial and Quantitative Analysis,
Vol. 60 (2),
2025
Abstract
Mutual fund families increasingly hold bonds and stocks from the same firm. We present evidence that dual ownership allows firms to increase valuable investments and refinance by issuing bonds with lower yields and fewer restrictive covenants, especially when firms face financial distress. Dual holders also prevent overinvestment by firms with entrenched managers. Overall, our results suggest that mutual fund families internalize the agency conflicts of their portfolio companies, highlighting the positive governance externalities of intra-family cooperation.
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05.09.2024 • 24/2024
Konjunktur aktuell: Moderate Expansion in der Welt – Deutschland weiter in der Stagnation
In Deutschland stagniert die Produktion seit nunmehr zwei Jahren in etwa auf dem Niveau von kurz vor Ausbruch der Pandemie. Besonders schwach sind die Unternehmensinvestitionen. Dass weniger Investitionen als vor der Pandemie getätigt werden, dürfte zu einem Gutteil am schleppenden Exportgeschäft liegen. Auch die privaten Haushalte halten sich beim Konsum zurück, wohl vor allem aufgrund von Sorgen um die längerfristigen wirtschaftlichen Aussichten. Nach der Herbstprognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 stagnieren und im Jahr 2025 bei sich normalisierender Kapazitätsauslastung um 1,0% zulegen. Im Juni hatten die IWH-Konjunkturforscher noch ein Plus von 0,3% im Jahr 2024 und von 1,5% für 2025 erwartet. In Ostdeutschland steigt das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,3% und im Jahr 2025 um 0,9%.
Oliver Holtemöller
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27.03.2024 • 10/2024
Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2024: Gegenwind aus In- und Ausland: Institute revidieren Prognose deutlich nach unten
Die Wirtschaft in Deutschland ist aus Sicht der fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute angeschlagen. In ihrem Frühjahrsgutachten revidieren sie ihre Prognose für das laufende Jahr deutlich nach unten und erwarten nun nur noch einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 0,1%. Im Herbstgutachten standen noch 1,3% in Aussicht. Für das kommende Jahr belassen sie die Prognose mit +1,4% nahezu unverändert (bislang 1,5%). Die Wirtschaftsleistung fällt dann aber infolge der verzögerten Erholung um über 30 Mrd. Euro niedriger aus.
Oliver Holtemöller
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07.03.2024 • 6/2024
Konjunktur aktuell: Deutschland in der Stagnation festgefahren – privater Konsum weiter unter dem Niveau von vor der Pandemie
Die Konsum- und Investitionszurückhaltung in Deutschland lässt sich zum Teil durch Realeinkommensverluste aufgrund der hohen Inflation und Produktionsrückgänge in den energieintensiven Wirtschaftszweigen erklären. Darüber hinaus lasten aber auch Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland auf der Ausgabenbereitschaft von privaten Haushalten und Unternehmen. Nach der Frühjahrsprognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 um lediglich 0,2% expandieren, für 2025 beinhaltet die Prognose einen Zuwachs um 1,5% (Ostdeutschland: 0,5% und 1,4%). Im vergangenen Dezember waren die IWH-Konjunkturforscher von einem Plus von 0,5% für Deutschland im Jahr 2024 und von 1,2% für 2025 ausgegangen.
Oliver Holtemöller
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How Does Economic Policy Uncertainty Affect Corporate Debt Maturity?
Xiang Li
IWH Discussion Papers,
Nr. 5,
2022
Abstract
This paper investigates whether and how economic policy uncertainty affects corporate debt maturity. Using a large firm-level dataset for four European countries, we find that an increase in economic policy uncertainty is significantly associated with a shortened debt maturity. Moreover, the impacts are stronger for innovation-intensive firms. We use firms’ flexibility in changing debt maturity and the deviation to leverage target to gauge the causal relationship, and identify the reduced investment and steepened term structure as the transmission mechanisms.
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Konjunktur aktuell: Neue Pandemiewelle verzögert konjunkturelle Erholung in Deutschland
Konjunktur aktuell,
Nr. 4,
2020
Abstract
Während die Weltwirtschaft zweigeteilt ist – die Wirtschaft in Ostasien und in den großen Schwellenländern hat sich zügig erholt, für Nordamerika und Europa ist mit einem schwachen Winterhalbjahr zu rechnen –, lässt der Shutdown die Produktion in Deutschland zum Jahresende zurückgehen. Nach Lockerung der Infektionsschutzmaßnahmen, dank Impfkampagnen und milder Witterung dürfte die Erholung ab dem Frühjahr langsam wieder in Gang kommen. Im Jahr 2021 wird das BIP um 4,4% zunehmen, nach einem Rückgang um 5% im Jahr 2020. In Ostdeutschland fällt sowohl der Rückgang als auch der Wiederanstieg deutlich geringer aus.
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Asymmetric Investment Responses to Firm-specific Forecast Errors
Julian Berner, Manuel Buchholz, Lena Tonzer
Abstract
This paper analyses how firm-specific forecast errors derived from survey data of German manufacturing firms over 2007–2011 affect firms’ investment propensity. Understanding how forecast errors affect firm investment behaviour is key to mitigate economic downturns during and after crisis periods in which forecast errors tend to increase. Our findings reveal a negative impact of absolute forecast errors on investment. Strikingly, asymmetries arise depending on the size and direction of the forecast error. The investment propensity declines if the realised situation is worse than expected. However, firms do not adjust investment if the realised situation is better than expected suggesting that the uncertainty component of the forecast error counteracts positive effects of unexpectedly favorable business conditions. Given that the fraction of firms making positive forecast errors is higher after the peak of the recent financial crisis, this mechanism can be one explanation behind staggered economic growth and slow recovery following crises.
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