The Place-based Effects of Police Stations on Crime: Evidence from Station Closures
Sebastian Blesse, André Diegmann
Journal of Public Economics,
Vol. 207 (March),
2022
Abstract
Many countries consolidate their police forces by closing down local police stations. Police stations represent an important and visible aspect of the organization of police forces. We provide novel evidence on the effect of centralizing police offices through the closure of local police stations on crime outcomes. Combining matching with a difference-in-differences specification, we find an increase in reported car theft and burglary in residential properties. Our results are consistent with a negative shift in perceived detection risks and are driven by heterogeneous station characteristics. We can rule out alternative explanations such as incapacitation, crime displacement, and changes in police employment or strategies at the regional level. We argue that criminals are less deterred due to a lower visibility of the local police.
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Police Reorganization and Crime: Evidence from Police Station Closures
Sebastian Blesse, André Diegmann
Abstract
Does the administrative organization of police affect crime? In answering this question, we focus on the reorganization of local police agencies. Specifically, we study the effects police force reallocation via station closures has on local crime. We do this by exploiting a quasi-experiment where a reform substantially reduced the number of police stations. Combining a matching strategy with an event-study design, we find no effects on total theft. Police station closures, however, open up tempting opportunities for criminals in car theft and burglary in residential properties. We can rule out that our effects arise from incapacitation, crime displacement, or changes in employment of local police forces. Our results suggest that criminals are less deterred after police station closures and use the opportunity to steal more costly goods.
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Paradigmenwechsel im europäischen Wettbewerbsrecht
Nicole Steinat
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 11,
2007
Abstract
Seit einigen Jahren hat sich im europäischen Wettbewerbsrecht ein Paradigmenwechsel vollzogen, der wesentlich durch die US-amerikanische Wettbewerbspolitik beeinflußt wurde. Während bislang vor allem das deutsche Wettbewerbsrecht Einfluß auf die Entwicklungen in Europa hatte, tritt nunmehr das amerikanische System an diese Stelle. So wird das Verhalten von Unternehmen stärker an ökonomischen Merkmalen und weniger an formaljuristischen Kriterien ausgerichtet. Diese Einbindung eines „more economic approach“ zeigt sich sowohl in der Gesetzgebung als auch in Rechtsanwendung und Rechtsprechung.
Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit den daraus resultierenden Reformen auf der Gesetzgebungsseite sowie deren Auswirkungen in Bezug auf zweiseitig wettbewerbsbeschränkende Handlungen, also Kartelle. So ist beispielsweise die Kronzeugenregelung zu einem der wichtigsten Instrumente der europäischen Wettbewerbspolitik geworden. Doch auch die im vergangenen Jahr grundlegend reformierte Berechnungsmethode für Geldbußen wird die Sanktionsmöglichkeiten stärker als bisher ausschöpfen. Dennoch unterscheiden sich das amerikanische und das europäische Wettbewerbsrecht noch in wesentlichen Punkten. So existiert auf europäischer Ebene noch nicht die Möglichkeit zur strafrechtlichen Verfolgung von Kartellen und somit zur Verhängung von Gefängnisstrafen. Einzelne europäische Staaten, beispielsweise Großbritannien, sind diesen Weg aber bereits gegangen.
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EU-Osterweiterung: Qualität hat Vorrang vor Geschwindigkeit
Axel Brüggemann, Martina Kämpfe
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 7,
2000
Abstract
Eine rasche Erweiterung der EU um die mittel- und osteuropäischen Beitrittskandidaten ist für alle Beteiligten mit bedeutenden wirtschaftlichen und politischen Vorteilen verbunden. Ein hohes Tempo des Integrationsprozesses ist allerdings nur dann zu empfehlen, wenn hierdurch die Funktionsfähigkeit der Union nicht gemindert wird. Da erhebliche Schwierigkeiten der Beitrittskandidaten bei der Erfüllung der Beitrittskriterien absehbar sind, sollte die Beitrittsfähigkeit der Länder stärker als bisher unterstützt werden.
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