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Geschlechtsspezifische Differenzierung der Erwerbsbeteiligung

In Ostdeutschland kam es in den vergangenen Jahren zu einem Rückgang der Erwerbsbeteiligung, der als Anpassungsprozess des Arbeitsangebots zu verstehen ist. Dabei sinkt die Unterbeschäftigung stärker als es dem Anstieg an regulärer Erwerbstätigkeit entspricht. Frauen partizipieren in weit geringerem Ausmaß am Wachstum regulärer Beschäftigung und weisen einen höheren Anteil an der Unterbeschäftigung auf.

01. Juli 1995

Autoren Doris Gladisch Lioba Trabert

Außerdem in diesem Heft

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Aktuelle Trends - Altersspezifische Geburtenziffern

IWH

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 4, 1995

Abstract

Das Geburtenverhalten in Ostdeutschland hat sich seit der Wende dramatisch verändert. Während 1990 je 1000 Frauen im Alter zwischen 15 und 49 Jahren im Durchschnitt noch 22,9 Kinder zur Welt kamen, lag diese Ziffer bereits 1993 nur noch bei einem Wert von 10,8 Geburten. Der westdeutsche Vergleichswert für 1993 betrug 22,2 Geburten. Es wäre allerdings verfehlt, daraus auf eine demographische Überreaktion auf die neuen Verhältnisse zu schließen. Eine differenziertere Betrachtung anhand der altersspezifischen Geburtenraten ergibt, daß sich die angegebene Veränderung als geradezu verblüffende Angleichung an westdeutsche Verhaltensmuster interpretieren läßt.

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Geldpolitik in der Warteschleife

Martina Spahn

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 4, 1995

Abstract

Seit dem Sommer letzten Jahres hat der Zentralbankrat keine größeren geldpolitischen Schritte unternommen. In den letzten acht Monaten hat sich in der Wirtschaft hingegen vieles verändert. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem Konjunkturaufschwung, der im ersten Halbjahr 1994 in dieser Stärke noch nicht erwartet wurde. Es gibt neue Tarifabschlüsse, Bewegungen an den Devisenmärkten und neue monetäre sowie preisliche Tendenzen. Dies legt eine Überprüfung der für geldpolitische Entscheidungen relevanten Größen nahe. Nur eine grundlegende Neueinschätzung dieser Indikatoren würde allerdings einen Wandel des geldpolitischen Kurses der Bundesbank rechtfertigen. Hierzu müssen der Preisauftrieb in den einzelnen Produktionsstufen, die monetäre und die konjunkturelle Entwicklung sowie die Stabilität des Außenwerts der D-Mark überprüft werden.

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Privatisierung in Rußland: eine widersprüchliche Zwischenbilanz

Klaus Werner Peter Sigmund

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 4, 1995

Abstract

Die Privatisierung der Staatsbetriebe in Rußland hat während der letzten drei Jahre erhebliche quantitative Fortschritte gemacht. Im Bereich des Einzelhandels, der Gastronomie und der Dienstleistungen für die Bevölkerung wurde sie weitgehend abgeschlossen. Bei den mittleren und großen Unternehmen, die sich zunächst in Aktiengesellschaften umbildeten, handelt es sich wegen des immer noch bedeutenden Staatseinflusses lediglich um eine Teilprivatisierung mit starken Insiderzügen. Der Einfluß der Privatisierung auf das wirtschaftliche Verhalten der Unternehmen ist bisher enttäuschend. Von den Privatbetrieben gingen weder für die Überwindung der Wirtschaftskrise noch für den strukturellen Wandel der russischen Wirtschaft nachhaltige Impulse aus. Entscheidende Ursache dafür ist, daß die inkonsistente Reformpolitik und verbreitete institutionelle Mängel keine Rahmenbedingungen geschaffen haben, unter denen Wettbewerb zwischen den Unternehmen entstehen kann und diese zu marktgerechtem Verhalten und Anpassungen gezwungen werden.

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