01.04.2026 • 10/2026
Produktionszuwächse in Ostdeutschland geringfügig höher als im Westen – Implikationen der Gemeinschaftsdiagnose vom Frühjahr 2026 und amtlicher Länderdaten für die ostdeutsche Wirtschaft
Im Jahr 2025 hat die ostdeutsche Wirtschaft um 0,4% expandiert, etwas schneller als in Deutschland insgesamt (0,2%). Für das Jahr 2026 rechnet das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) für Ostdeutschland mit einem Zuwachs von 0,7% (Deutschland: 0,6%). Die Arbeitslosenquote dürfte nach 7,8% im Jahr 2025 im laufenden Jahr 7,9% betragen.
Oliver Holtemöller
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01.04.2026 • 9/2026
Energiepreisschock dämpft Erholung – Inflation steigt
Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sehen die deutsche Konjunktur nach einem mehrjährigen Abschwung zwar in einer Erholungsphase, erwarten aber für 2026 nur eine moderate Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 0,6% und für 2027 von 0,9%. „Der Energiepreisschock im Zuge des Iran-Krieges trifft die Erholung hart, gleichzeitig stützt aber die expansive Fiskalpolitik die Binnenwirtschaft und verhindert ein stärkeres Abrutschen“, sagt Timo Wollmershäuser, Konjunkturchef des ifo Instituts. Die Inflationsrate wird nach Einschätzung der Institute im Jahr 2026 auf durchschnittlich 2,8% ansteigen, im Jahr 2027 auf 2,9%.
Oliver Holtemöller
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12.03.2026 • 8/2026
Konjunktur aktuell: Ölpreisschock gefährdet Erholung in Deutschland
Weltweit höhere Energiepreise infolge des neuen Golfkriegs verschlechtern die Aussichten für die deutsche Konjunktur, auch wenn Mehrausgaben der öffentlichen Hand die gesamtwirtschaftliche Expansion in diesem und im kommenden Jahr stützen werden. Nach der Frühjahrsprognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) dürfte die Produktion im Jahr 2026 um 0,7% und im Jahr 2027 um 1% zunehmen. Ähnliche Expansionsraten sind auch für Ostdeutschland zu erwarten. Im Dezember waren die IWH-Konjunkturforscher von einem Zuwachs von 1% sowohl für 2026 als auch für 2027 ausgegangen.
Oliver Holtemöller
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Konjunktur aktuell: Ölpreisschock gefährdet Erholung in Deutschland
Konjunktur aktuell,
Nr. 1,
2026
Abstract
Weltweit höhere Energiepreise infolge des neuen Golfkriegs verschlechtern die Aussichten für die deutsche Konjunktur, auch wenn Mehrausgaben der öffentlichen Hand die gesamtwirtschaftliche Expansion in diesem und im kommenden Jahr stützen werden. Die Produktion dürfte im Jahr 2026 um 0,7% und im Jahr darauf um 1% zunehmen. Ähnliche Expansionsraten sind auch für Ostdeutschland zu erwarten.
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14.01.2026 • 2/2026
Einhaltung der EU-Fiskalregeln erfordert umfangreiche Konsolidierung – Mittelfristige Projektion der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der öffentlichen Finanzen in Deutschland
Auf Deutschland kommen aus gesamtwirtschaftlicher und fiskalischer Perspektive erhebliche strukturelle Belastungen zu, denn das Potenzialwachstum dürfte deutlich geringer ausfallen als in den vergangenen Jahrzehnten. Nach einer Projektion des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) zur makroökonomischen Entwicklung bis zum Jahr 2040 zeigt sich, dass bei unveränderter Finanzpolitik mit einem weiter steigenden Schuldenstand zu rechnen ist. Die im finanzpolitisch-strukturellen Plan der Bundesregierung unterstellte Einhaltung der EU-Vorgaben ist nur unter der Annahme sehr hoher, bislang nicht konkret hinterlegter globaler Minderausgaben möglich.
Oliver Holtemöller
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Einhaltung der EU-Fiskalregeln erfordert umfangreiche Konsolidierung — Mittelfristige Projektion der gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung und der öffentlichen Finanzen in Deutschland
Andrej Drygalla, Katja Heinisch, Oliver Holtemöller, Axel Lindner, Christoph Schult, Götz Zeddies
IWH Policy Notes,
Nr. 1,
2026
Abstract
Der Beitrag untersucht die mittelfristige Entwicklung der deutschen Wirtschaft und der öffentlichen Finanzen vor dem Hintergrund der seit 2025 geltenden neuen EU-Fiskalregeln und der jüngsten Lockerung der nationalen Schuldenbremse. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und unter welchen Bedingungen Deutschland die europäischen Vorgaben zu Defizit, Schuldenstand und Nettoprimärausgaben einhalten kann.
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Die Sorge um De-Industrialisierung führt in die Irre
Reint E. Gropp
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 3,
2025
Abstract
Eine der größten Sorgen sowohl der aktuellen als auch der vorhergehenden Regierung ist es, in Deutschland wichtige Industrieproduktion zu erhalten beziehungsweise neu anzusiedeln. Dabei geht es um eine breite Palette von Sektoren: Halbleiter, Batterien, Chemie, Stahl, Pharmazeutika oder Elektroautos. Basierend auf diesem Ziel werden signifikante Subventionen gerechtfertigt, etwa Einzelsubventionen in Milliardenhöhe für individuelle Unternehmen (Intel, TSMC) oder generelle Vergünstigungen wie der Industriestrompreis. Deutschland ist mit dieser Sorge nicht allein; auch die USA, die EU, Indien, Indonesien und viele weitere Länder versuchen, Anreize für inländische Produktion zu schaffen.
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11.12.2025 • 34/2025
Konjunktur aktuell: Leichte Belebung kommt, Strukturprobleme bleiben
Zum Jahresende 2025 ist weiterhin unklar, ob sich die deutsche Wirtschaft auf Erholungskurs befindet, zumal die Exportschwäche auch im Herbst andauert. Dennoch ist für das Jahr 2026 aufgrund von finanzpolitischen Impulsen und gestiegenen Realeinkommen eine leichte Belebung zu erwarten. Nach der Winterprognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) dürfte die Produktion dann um 1,0% zunehmen, nach 0,2% im Jahr 2025. Im September waren die IWH-Konjunkturforscher von einem Zuwachs von 0,8% für 2026 und 0,2% für das laufende Jahr ausgegangen. In Ostdeutschland wird die Expansionsrate im Jahr 2026 nach der vorliegenden Prognose demographisch bedingt wohl etwas niedriger ausfallen.
Oliver Holtemöller
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Konjunktur aktuell: Leichte Belebung kommt, Strukturprobleme bleiben
Konjunktur aktuell,
Nr. 4,
2025
Abstract
Die internationale Konjunktur scheint Ende 2025 weiter robust, die weltwirtschaftliche Expansion dürfte sich 2026 jedoch etwas abschwächen. Nach der vorliegenden Prognose steigt die Weltproduktion 2025 um 2,7%, um im Jahr darauf um 2,4% zuzulegen. Im Euroraum dürfte sich die wirtschaftliche Expansion in geringem Tempo fortsetzen. Die deutsche Wirtschaft befindet sich auf einem fragilen Erholungskurs. Für das Jahr 2026 ist aufgrund von finanzpolitischen Impulsen und gestiegenen Realeinkommen eine leichte Belebung zu erwarten. Die Produktion dürfte im kommenden Jahr um 1,0% zunehmen, nach 0,2% im Jahr 2025.
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Wirkung der Verwendung der Mittel des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität sowie der zusätzlichen Bundesmittel für Verteidigung, Zivil- und Bevölkerungsschutz auf das Potenzialwachstum in Mecklenburg-Vorpommern
Andrej Drygalla, Katja Heinisch, Oliver Holtemöller, Axel Lindner, Christoph Schult, Anna Solms, Götz Zeddies
IWH Policy Notes,
Nr. 3,
2025
Abstract
Schriftliche Anhörung des Finanzausschusses des Landtags Mecklenburg-Vorpommern
Welche Wachstumsimpulse können zusätzliche, kreditfinanzierte Finanzmittel für Infrastruktur, Klimaneutralität und Verteidigung in Mecklenburg-Vorpommern setzen? Im Rahmen einer schriftlichen Anhörung des Finanzausschusses des Landtages Mecklenburg-Vorpommern beantwortet das IWH Fragen zur Verwendung der Finanzmittel und zur möglichen Wirkung von zusätzlichen Investitionen auf das Produktionspotenzial und das Wirtschaftswachstum in Mecklenburg-Vorpommern. Angesichts der demographischen Entwicklung ist die Arbeitsproduktivität der Schlüssel zur Verbesserung der Wachstumsaussichten des Landes.
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