Die Lage der Weltwirtschaft und der deutschen Wirtschaft im Herbst 1998
Wirtschaft im Wandel,
2. Sonderausgabe
1998
Abstract
Beurteilung der Wirtschaftslage durch folgende Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft deutscher wirtschaftswissenschaftlicher Forschungsinstitute e.V., Berlin:
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin (Institut für Konjunkturforschung; HWWA-Institut für Wirtschaftsforschung-Hamburg; ifo Institut für Wirtschaftsforschung, München; Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel; Institut für Wirtschaftsforschung Halle; Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung, Essen
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Start mit Hindernissen - Ostdeutsche Unternehmerbiografien
Cornelia Lang
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 14,
1998
Abstract
In einer qualitativen Studie werden die Probleme Ostdeutscher untersucht, die nach der Wende erstmals ein eigenes Unternehmen gegründet haben. Oft war für sie weniger der Wunsch nach Selbstverwirklichung als vielmehr die Sorge um den drohenden Arbeitsplatzverlust das treibende Motiv für die berufliche Selbstständigkeit. Aus den spezifischen Ausgangskonstellationen der Transformation sind ganz eigene Problemfelder erwachsen, die zusätzlich zu den allgemeinen Problemen einer Unternehmensgründung zu bewältigen waren.
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Aktuelle Trends - Produktivitätsfortschritt in Ostdeutschland zunehmend durch Investition geprägt
Joachim Ragnitz
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 14,
1998
Abstract
Trotz abgeschwächten gesamtwirtschaftlichen Wachstums ist die Arbeitsstundenproduktivität im ostdeutschen Unternehmenssektor in den vergangenen drei Jahren beschleunigt angestiegen. Hierin spiegelt sich zu einem Teil der Beschäftigungsabbau der letzten Jahre wider; bedeutsamer aber ist die weiterhin hohe Investitionstätigkeit in den neuen Ländern: Je Einwohner gerechnet, liegen die Investitionen im ostdeutschen Unternehmenssektor nach wie vor um rund 40 vH über dem westdeutschen Niveau.
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Die Wirtschaftslage in China: Leichte Abwertung erst mittelfristig zu erwarten
Sun Xiaoqing
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 13,
1998
Abstract
Bereits vor dem Beginn der Asienkrise hatte sich das chinesische Wirtschaftswachstum, das in der ersten Hälfte der neunziger Jahre zweistellige Raten erreicht hatte, deutlich abgeschwächt. Zu einem gewissen Maß war diese Abschwächung im Zuge der Inflationsbekämpfung erwünscht. Nicht nur die Inlandsnachfrage, sondern auch die Exportnachfrage hat deutlich an Dynamik verloren. Die Absatzmöglichkeiten chinesischer Unternehmen im Ausland haben sich im Zuge der Asienkrise zugespitzt, und es ist nicht zu erwarten, daß das von der Regierung für dieses Jahr gesetzte Wachstumsziel in Höhe von 8 vH realisiert werden kann. Die Abwertung der Währungen der südostasiatischen Krisenländer und des japanischen Yen, der wirtschaftliche Zusammenbruch in diesen Ländern und die steigende Arbeitslosigkeit in China nähren Zweifel daran, ob der fixe Wechselkurs des chinesischen Yuan zum US-Dollar aufrechtzuhalten ist. Gegen eine Abwertung sprechen in erster Linie der resultierende Vertrauensverlust, die Gefahr einer Aufrechterhaltung des Wechselkurses zum US-Dollar kann von dieser Seite bedroht werden. Dies gilt um so mehr, als sich gegenwärtig ein Auslandsdirektinvestition abzeichnet. Durch die Wachstumsabschwächung machen sich bestehende Probleme im Unternehmenssektor stärker bemerkbar. Nach offiziellen Angaben schreiben etwa 40 vH der zumeist klein- und mittel-ständischen Staatsbetriebe rote Zahlen. Diese Betriebe haben erhebliche Absatzschwierigkeiten. Das Bankensystem steht infolge eines hohen Bestands an „faulen“ Krediten vor einer Finanzkrise. Von den notleidenden und uneinbringbaren Krediten entfallen mindestens 40 vH auf den Staatssektor und konzentrieren sich dabei insbesondere auf zwei Bereiche: die Staatsbetriebe und den Immobiliensektor. Da die chinesische Regierung jedoch explizit die Zahlungsfähigkeit der Staatsbanken garantiert, ist das Risiko eines Schwundes an öffentlichem Vertrauen zur Zeit begrenzt.
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Aktuelle Trends - Hohe Arbeitslosigkeit trotz hoher Erwerbstätigkeit in den neuen Ländern
Hilmar Schneider
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 13,
1998
Abstract
Die Unterschiede in den Erwerbstätigenquoten zwischen Ost- und Westdeutschland sind bei weitem geringer als es die großen Unterschiede bei den Arbeitslosenquoten erwarten lassen. Während die durchschnittliche Arbeitslosenquote 1997 in den alten Bundesländern (ohne Berlin) bei etwa 10 vH lag, betrug sie in den neuen Bundesländern (einschließlich Berlin) knapp 20 vH.
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Keine Beschäftigungseffekte durch Verkürzung der tariflichen Wochenarbeitszeit
Christian Dreger, Jürgen Kolb
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 12,
1998
Abstract
Der Beitrag untersucht die Beschäftigungseffekte einer generellen Verkürzung der tariflichen Wochenarbeitszeit. Auf der Basis panelökonometrischer Methoden kann für das Verarbeitende Gewerbes keine Beschäftigungswirkung nachgewiesen werden. Damit ist eine generelle Absenkung der tariflichen Arbeitszeit kein geeignetes Mittel, um den Beschäftigtenstand zu erhöhen.
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Ist der deutsche Arbeitsmarkt beweglicher geworden? - Eine Analyse anhand der Unternehmenszugehörigkeitsdauer in Westdeutschland
Hilmar Schneider, Annette Bergemann
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 11,
1998
Abstract
Der Beitrag untersucht die Auswirkungen der Einführung befristeter Beschäftigungsverhältnisse auf die durchschnittliche Beschäftigungsdauer. Er kommt zu dem Schluss, dass die seit 1985 erweiterten gesetzlichen Möglichkeiten zum Abschluss von befristeten Verträgen nur wenig zu einer Erhöhung der Arbeitskräftemobilität beigetragen haben.
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Streit um den Kombilohn - Nicht das Kind mit dem Bade ausschütten - ein Kommentar
Lioba Trabert
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 11,
1998
Abstract
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat am 13. August ein Konzept zur Einführung eines Kombilohns für Arbeitslosenhilfeempfänger vorgelegt. Dies ist nach dem Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) der zweite Versuch, Arbeit im Niedriglohnbereich attraktiver zu machen. Beide Vorschläge sind in erster Linie darauf ausgerichtet, die sogenannte Arbeitslosigkeitsfalle zu verringern. Die Aufnahme auch niedrig entlohnter Beschäftigung soll finanziell attraktiver gestaltet werden. Unter den jetzigen Bedingungen lohnt sich Erwerbsarbeit für Arbeitslosenhilfe- und/oder Sozialhilfeempfänger kaum, da der überwiegende Anteil des Arbeitsentgeltes auf die Transferleistung angerechnet wird.
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Aktuelle Trends - Struktureller Wandel verstärkt Produktivitätsfortschritt
Joachim Ragnitz
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 9,
1998
Abstract
Die reale Arbeitsproduktivität im westdeutschen Unternehmenssektor ist im Verlaufe der letzten 25 Jahre deutlich gestiegen – um mehr als 80 vH. Dies spiegelt wider, daß neue Produkte und Verfahren entwickelt wurden, darüber hinaus auch, daß wenig produktive Arbeitsplätze abgebaut wurden. Erheblichen Anteil an diesem Produktivitätsfortschritt hatte aber auch der Wandel der sektoralen Wirtschaftsstruktur. Ohne eine Veränderung der Produktionsstruktur zugunsten von Wirtschaftszweigen mit einer vergleichsweise hohen Produktivität – darunter vor allem einige Dienstleistungsbranchen – hätte der Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Arbeitsproduktivität im letzten Vierteljahrhundert nur etwa 65 vH betragen.
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Deutschland 1998/99 - Binnennachfrage stärkt Aufschwung
Brigitte Loose, Hans-Ulrich Brautzsch, Udo Ludwig, Ingrid Haschke, Ruth Grunert, Michael Seifert, Silke Tober, Christian Schumacher
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 9,
1998
Abstract
Der Aufsatz analysiert und prognostiziert die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland und im Euroraum in ausführlicher Form für das laufende Jahr 1998 und das Folgejahr 1999. Die Impulse aus dem Ausland bleiben im Prognosezeitraum kräftig, auch wenn sie infolge der negativen Auswirkungen, die direkt und indirekt auf den deutschen Export von der Ausbreitung des Krisenherdes in Asien ausgehen, an Stärke verlieren. Die Binnenkonjunktur wird 1998 als Antriebskraft der gesamtwirtschaftlichen Produktion gegenüber der Auslandsnachfrage an Bedeutung gewinnen und im Jahr 1999 in etwa mit ihr gleichziehen. In Ostdeutschland wird dabei die Schwächephase langsam überwunden, so dass im Jahr 1999 hinsichtlich der Wachstumsdynamik fast wieder zu Westdeutschland aufgeschlossen werden kann. Die Kräftigung des konjunkturellen Aufschwungs zeigt auch erste Spuren am Arbeitsmarkt, vor allem in Westdeutschland.
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