Rückblick auf den 11. FIN-FIRE-Workshop „Challenges to Financial Stability“
Erik Ködel, Michael Koetter
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 3,
2025
Abstract
Im September 2025 reisten Finanzökonomen aus aller Welt zum elften Mal nach Halle, um am jährlichen FIN-FIRE-Workshop am IWH teilzunehmen. Zwei Tage lang gaben die Autoren von zehn Beiträgen einen umfassenden Überblick über aktuelle Themen, die potenzielle Herausforderungen für das Finanzsystem darstellen, z. B. mangelnden Datenschutz bei der Vergabe von Immobilienkrediten, Unsicherheiten in Anleihemärkten aufgrund von Klimarisiken, Intransparenz bei synthetischen Risikotransferprodukten, die Auswirkungen geopolitischer Risiken auf die Kreditvergabe sowie granulare Friktionen bei der Transmission geldpolitischer Maßnahmen. Ein intensiver Gedankenaustausch zwischen Autoren, Ko-Referenten und Plenum führte zu neuen Erkenntnissen über die Widerstandsfähigkeit und Fragilität unserer Finanzsysteme.
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The Price of Beauty: Biodiversity Effects on Residential Housing Markets
Michael Koetter, Birte Winter, Fabian Woebbeking
IWH Discussion Papers,
Nr. 21,
2025
Abstract
We study how and why local biodiversity affects residential property values. Leveraging remotely sensed greenness indicators and a novel dataset of granular property listings, we examine how changes in vegetation load on real estate prices. Hikes in greenness are associated with higher listing prices, fewer properties listed, and reduced liquidity in housing markets. These results suggest that price hikes in housing markets are driven by supply-side constraints instead of a “greenium” that buyers might be willing to pay due to innate preferences. Exogenous zoning shocks to foster biodiversity corroborate the presence of supply side constraints as price drivers in residential housing markets. Our findings emphasize the need to calibrate biodiversity and (social) housing policy objectives more explicitly.
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Real Estate Transaction Taxes and Credit Supply
Michael Koetter, Philipp Marek, Antonios Mavropoulos
Journal of Financial Stability,
Vol. 80 (September),
2025
Abstract
We exploit staggered real estate transaction tax (RETT) hikes across German states to identify the effect on the growth rates of regional house prices and outstanding mortgage loans by all local German banks. The results show that a RETT hike by one percentage point reduces regional house prices by 3%–4%. Furthermore, IV-regressions yield that a 1 percentage point drop in regional house prices induced by a RETT increase leads to a 0.3% decline in regional mortgage lending, particularly among low-capitalized banks in rural regions.
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Aktuelle Trends: Immobilienpreise geben nach
Michael Koetter, Felix Noth, Fabian Woebbeking
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 2,
2025
Abstract
In turbulenten Zeiten, die von anhaltenden geopolitischen Krisen, dem holprigen Regierungswechsel in Deutschland und volatilen Aktienmärkten geprägt sind, mögen die eine oder der andere Investor auf Betongold setzen. Ob dies eine gute Idee ist, zeigt ein Blick auf die Dynamik im europäischen Häusermarkt.
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Can there be a diversity premium in the housing market?
Rachel Cho, Hisham Farag, Christoph Görtz, Danny McGowan, Huyen Nguyen, Max Schröder
Economics Observatory,
June
2025
Abstract
Research using historical data from Northern Ireland indicates that house prices are higher in more diverse neighbourhoods. Housing policy should focus on regenerating neighbourhoods, improving public services and fostering social integration.
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What’s the Melting Pot Worth? Multiculturalism and House Prices
Rachel Cho, Hisham Farag, Christoph Görtz, Danny McGowan, Huyen Nguyen, Max Schröder
IWH Discussion Papers,
Nr. 11,
2025
Abstract
Is there a multicultural neighborhood price premium? We exploit plausibly exogenous variation in British colonization patterns in Northern Ireland during the early 1600s which created neighborhoods of varying religious composition that persists until today. These religious groups are culturally distinct, but are observationally equivalent ethnically and socioeconomically. A standard deviation increase neighborhood-level multiculturalism raises house prices by 9.6%. Multiculturalism raises property prices by increasing asset liquidity and housing demand as a wider spectrum of society demand houses in these areas. The findings and mechanism contrast sharply with prior evidence showing negative relationships due to homophily, social networks, and identification challenges.
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12.06.2025 • 19/2025
Konjunktur aktuell: Konjunkturelle Belebung in Deutschland – strukturelle Probleme und US-Handelspolitik belasten
Im ersten Halbjahr 2025 hat sich die konjunkturelle Lage in Deutschland etwas gebessert. Dabei hat geholfen, dass die Nachfrage aus den USA in Erwartung höherer Zölle vorübergehend anzog. Wenn die USA ihre Handelskonflikte nicht weiter eskalieren lassen, dürfte die Produktion in Deutschland nach der Sommerprognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) im Jahr 2025 mit 0,4% erstmals seit zwei Jahren wieder etwas zunehmen. Im März hatten die IWH-Konjunkturforscher noch einen Zuwachs von 0,1% für das laufende Jahr prognostiziert. Für das Jahr 2026 ist mit einem Zuwachs von 1,1% zu rechnen. Ähnliche Expansionsraten sind auch für Ostdeutschland zu erwarten.
Oliver Holtemöller
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13.03.2025 • 10/2025
Konjunktur aktuell: Zeitenwende für die deutsche Wirtschaft?
Die außenpolitischen Rahmenbedingungen haben sich mit den drohenden Handelskriegen und der Verschlechterung der Sicherheitslage in Europa grundsätzlich geändert. Die deutsche Politik schafft mit weitreichenden Änderungen an der Schuldenbremse die Voraussetzungen für schuldenfinanzierte zusätzliche Verteidigungsaufgaben. Das bringt für die deutsche Wirtschaft große Risiken, daneben aber auch Chancen mit sich. Derweil ist die Konjunktur weiter im Abschwung. Nach der Frühjahrsprognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2025 etwa so hoch sein wie im Vorjahr und erst im Jahr 2026 nennenswert zulegen, u. a. weil die Unsicherheit über die deutsche Wirtschaftspolitik nach der Regierungsbildung abnehmen dürfte, sodass die Sparquote der privaten Haushalte wieder etwas zurückgehen wird und die schuldenfinanzierten staatlichen Mehrausgaben allmählich nachfragewirksam werden. Die IWH-Konjunkturforscher prognostizieren für 2025 einen BIP-Zuwachs von 0,1%. Im Dezember waren sie noch von einem Zuwachs von 0,4% für 2025 ausgegangen. Ähnlich sind die Aussichten für Ostdeutschland, wo die Produktion allerdings, anders als in Deutschland insgesamt, im Jahr 2024 leicht gestiegen sein dürfte.
Oliver Holtemöller
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Medienecho
Medienecho März 2026 Oliver Holtemöller: Ein Dämpfer, kein Konjunkturknick in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.03.2026 Reint Gropp: IWH-Chef hält den Osten nicht für…
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Diskutieren Sie mit! IWH-Jahrestagung am 9. März 2026 Die Demokratie gerät mehr und mehr unter Druck. Woran das liegt und welche Lösungen sich anbieten, beleuchtet das IWH auf…
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