Delegated Social Responsibility: Is Managerial Prosociality a Source of Agency Cost?
Wiebke Szymczak
IWH Discussion Papers,
No. 2,
2026
Abstract
Agency theory holds that managerial discretion over stakeholder decisions creates agency costs through altruistic redistribution. We test this claim in a principalagent experiment where agents choose effort and transfers affecting a third party under unenforceable flat-wage contracts. We find that principals set ethically constrained targets and wages that track fairness benchmarks. Agents, however, do not divert resources to stakeholders: transfers are negative on average, and prosocial traits do not increase giving. Instead, contract terms, though unenforceable, systematically shape effort, transfers, and returns. Notably, prosocial agents generate higher total returns. Prosociality appears to mitigate rather than create efficiency losses, suggesting that discretion channels norm-sensitive loyalty rather than stakeholder redistribution.
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IWH-Flash-Indikator I. und II. Quartal 2026
Katja Heinisch, Oliver Holtemöller, Axel Lindner, Birgit Schultz
IWH Flash Indicator,
No. 1,
2026
Abstract
Die deutsche Wirtschaft legte im vierten Quartal 2025 um 0,3% zu, nachdem sie in den beiden Quartalen zuvor noch geschrumpft war. Vor allem zum Ende des Jahres 2025 stiegen die privaten und staatlichen Konsumausgaben. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat damit im Jahr 2025 insgesamt um 0,2% zugenommen. Dabei dürften vor allem die Konsumausgaben die fehlenden Wachstumsimpulse des Außenhandels kompensiert haben. Die jüngsten Indikatoren deuten auf eine leichte konjunkturelle Belebung hin (vgl. Abbildung 1). Laut IWH-Flash-Indikator dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2026 um 0,3% und im zweiten Quartal 2026 um 0,2% steigen.
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CEO Personality Traits and Compensation: Evidence from Investment Efficiency
Yao Du, Iftekhar Hasan, Chih-Yung Lin, Chien-Lin Lu
Review of Quantitative Finance and Accounting,
Vol. 65 (4),
2025
Abstract
We examine the effects of the big five personalities of CEOs (openness, conscientiousness, extroversion, agreeableness, and neuroticism) on their annual compensation. We hand-collect the tweets of S&P 1500 CEOs and use IBM's Watson Personality Insights to measure their personalities. CEOs with high ratings of agreeableness and conscientiousness get more compensation. We further find that the firms with these CEOs outperform their peers due to better investment efficiency. Firms are willing to pay higher compensation for talent, especially for firms with better operations, located in states with higher labor unionization, or facing higher competition in the product market. Overall, CEO personality is a valid predictor of CEOs' compensation.
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Kulturelle Vielfalt und Immobilienpreise
Rachel Cho, Hisham Farag, Christoph Görtz, Danny McGowan, Huyen Nguyen, Max Schröder
Wirtschaft im Wandel,
No. 1,
2026
Abstract
Bezahlen Immobilienkäufer einen Aufpreis, um in einem kulturell vielfältigen Viertel zu leben? Eine neue Studie mit Daten aus Nordirland legt dies nahe. Um den Zusammenhang zwischen kultureller Vielfalt und Immobilienpreisen zu untersuchen, stützen sich die Forscher auf Daten aus der Zeit der britischen Kolonialisierung Irlands zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Damals entstanden Nachbarschaften mit unterschiedlicher religiöser Zusammensetzung. Diese religiöse Zusammensetzung besteht bis heute. Diese Wohnviertel unterscheiden sich also kulturell, nicht jedoch hinsichtlich ihrer ethnischen und sozioökonomischen Merkmale. Die Ergebnisse zeigen: Im Durchschnitt erzielen Immobilien in kulturell vielfältigen Vierteln einen um fast 10% höheren Verkaufspreis als solche in religiös-kulturell homogenen Gebieten. Darin spiegelt sich eine höhere Nachfrage: Vielfältige Viertel sind für ein breiteres Spektrum potenzieller Käufer attraktiv. Dadurch steigt auch die Liquidität der Immobilien. Die Ergebnisse stehen in Kontrast zu früheren Studien, die einen negativen Zusammenhang zwischen Vielfalt und Immobilienpreisen belegten.
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Aktuelle Trends: Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umwandeln – Was bedeutet das?
Birgit Schultz
Wirtschaft im Wandel,
No. 1,
2026
Abstract
Aktuell wird diskutiert, die geringfügige Beschäftigung (Minijobs) stark einzuschränken.1 Es wird kritisiert, dass Minijobs zur Absenkung arbeitsrechtlicher Standards führen sowie Schwarzarbeit begünstigen und den Wettbewerb verzerren. Darum wird vorgeschlagen, die Minijobs schrittweise in reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse zu überführen.
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Wahlerfolge rechtspopulistischer Parteien trotz positiver Arbeitsmarktentwicklung: Welche Rolle spielen ökonomische Faktoren?
Philipp Grunau, Florian Hoffmann, Mirko Titze
IWH Studies,
No. 1,
2026
Abstract
Der vorliegende Beitrag untersucht treibende Kräfte für rechtspopulistisches Wahlverhalten (gemessen über den Stimmenanteil der Partei Alternative für Deutschland) in Wahlen zum Deutschen Bundestag zwischen 2013 und 2025. Die Studie legt einen besonderen Fokus auf Determinanten mit Arbeitsmarktbezug, da sich diese mit Maßnahmen der Wirtschaftspolitik beeinflussen lassen.
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Trumps „Fortress Economics“ und die Auswirkungen auf Deutschland
Reint E. Gropp
Wirtschaft im Wandel,
No. 1,
2026
Abstract
Das britische Wirtschaftsmagazin The Economist hat die Wirtschaftspolitik der Regierung Trump als „Fortress Economics“ bezeichnet. Bei der Festung USA werden alle Zugbrücken hochgezogen. Importe werden mit dem expliziten Ziel durch Zölle verteuert, um (fast) alle Produkte wieder in den USA zu produzieren. Und die Grenzen der USA, nicht nur nach Mexiko, sind fast vollständig geschlossen.
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Konjunktur aktuell: Deutsche Konjunktur belebt sich – Rückenwind von Weltwirtschaft und Finanzpolitik
Konjunktur aktuell,
No. 3,
2026
Abstract
Die deutsche Wirtschaft befindet sich trotz höherer Energiepreise und anhaltender Risiken durch den Golfkonflikt auf Erholungskurs. Eine steigende Auslandsnachfrage und zusätzliche staatliche Investitionen stützen die Konjunktur, während die Beschäftigung insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe weiter rückläufig ist. Die Produktion dürfte in diesem Jahr um 1,4% und im kommenden Jahr um 0,8% zunehmen; in Ostdeutschland fällt die wirtschaftliche Erholung etwas schwächer aus.
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IWH-Flash-Indikator III. und IV. Quartal 2026
Katja Heinisch, Oliver Holtemöller, Axel Lindner, Birgit Schultz
IWH Flash Indicator,
No. 3,
2026
Abstract
Die deutsche Wirtschaft hat im zweiten Quartal 2026 erneut leicht zugelegt. Das Bruttoinlandsprodukte nahm um 0,2% zu, nachdem es bereits zu Jahresbeginn um 0,4% expandiert hatte. Getragen wurde dieser Zuwachs vor allem von den Exporten. Die Konsumausgaben nahmen lediglich verhalten zu und die Investitionen gingen zurück. Auch im dritten Quartal bleiben die konjunkturellen Risiken hoch. So sorgt der Iran-Konflikt weiterhin für volatile Energiepreise. Zugleich beeinträchtigt das historische Niedrigwasser an Rhein, Elbe und Donau gegenwärtig den Transport erheblich und dürfte damit die Produktion belasten. Dem entgegen stehen kräftige Zuwächse bei den genehmigten Rüstungsexporten. Insgesamt sprechen die aktuellen Indikatoren für eine Fortsetzung der Erholung (vgl. Abbildung 1). Nach dem IWH-Flash-Indikator dürfte das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2026 um 0,3% zulegen. Für das vierte Quartal zeichnet sich eine schwächere Dynamik ab.
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The Effects of the Iberian Exception Mechanism on Wholesale Electricity Prices and Consumer Inflation: A Synthetic-controls Approach
Miguel Haro Ruiz, Christoph Schult, Christoph Wunder
Applied Economics Letters,
Vol. 33 (9),
2026
Abstract
This study employs synthetic control methods to estimate the effect of the Iberian exception mechanism on wholesale electricity prices and consumer inflation, for both Spain and Portugal. We find that the intervention led to an average reduction of approximately 40% in the spot price of electricity between July 2022 and June 2023 in both Spain and Portugal. Regarding overall inflation, we observe notable differences between the two countries. In Spain, the intervention has an immediate effect, and results in an average decrease of 3.5 percentage points over the twelve months under consideration. In Portugal, however, the impact is small and generally close to zero. Different electricity market structures in each country are a plausible explanation.
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