The German Energy Crisis: A TENK-based Fiscal Policy Analysis
Alexandra Gutsch, Christoph Schult
IWH Discussion Papers,
No. 1,
2025
Abstract
We study the aggregate, distributional, and welfare effects of fiscal policy responses to Germany’s energy crisis arising in 2022 using a novel ten-agent New Keynesian (TENK) model. The crisis, compounded by the COVID-19 pandemic, led to sharp price increases and significant consumption disparities. Our model, calibrated to Germany’s income and consumption distribution, evaluates key policy interventions. We find that non-targeted transfers had the largest short-term aggregate impact, while targeted transfers for lower income households were more cost-effective. The energy cost brake and reductions in gas and oil taxes have shown very little effect, but were comparatively cost-effective under the assumption of exogenous prices. Our results highlight how targeted fiscal measures can address distributional effects and stabilize consumption during crises.
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Reshaping the Economy? Local Reallocation Effects of Place-Based Policies
Sarah Fritz, Catherine van der List
CESifo Working Papers,
July
2025
Abstract
We study the effects of place-based policies on aggregate productivity using administrative data on projects co-financed by the EU in Italy linked to balance sheet data. We exploit quasi-experimental variation in funding for a large place-based policy stemming from measurement error in regional GDP estimates. Results show that the policy likely decreases productivity. Decompositions reveal that aggregate declines are driven by reallocation of labor to low-productivity firms. Mechanism analysis using firm-level event studies reveals that negative reallocation effects are caused by high-productivity firms taking up the funds and subsequently becoming more liquidity constrained, leading to slowdowns in employment growth.
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The Limits of Local Laws in Global Supply Chains: Extending Governance or Cutting Ties?
Michael Koetter, Melina Ludolph, Hendrik Keilbach, Fabian Woebbeking
Abstract
We exploit an information shock related to the German Supply Chain Due Diligence Act and use detailed customs data to analyze how smaller, non-listed firms respond when expecting accountability for externalities beyond their organizational boundaries. Product-level regressions reveal a substantial reduction in imports from high ESG-risk production sectors. Adjustments occur mainly at the extensive margin, indicating that firms cut ties with high-risk suppliers. The product-level results translate into meaningful changes in overall international procurement for firms with Big Four auditors. Our findings suggest potential limits to mandates requiring firms to integrate broad sustainability considerations into operational decisions.
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Strukturwandel in der brandenburgischen Lausitz: Mit Wissenschaft zu neuer Blüte
Gunther Markwardt, Mirko Titze, Stefan Zundel
Wirtschaftsdienst,
Vol. 105 (6),
2025
Abstract
In einer deutschen Kohleausstiegsregion, der brandenburgischen Lausitz, findet ein politisches Experiment statt: die strategische Entwicklung einer kleinen, ländlichen Randregion durch außergewöhnlich hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie Wissenschaft. Für die brandenburgische Lausitz sind bis 2038 rund 6 Mrd. Euro an öffentlichen Mitteln für Investitionen in Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und einen Wissenschaftspark bewilligt worden. Es wird sich zeigen, ob die Lausitz eine Blaupause für den wissenschaftsgetriebenen Strukturwandel wird.
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Die (neue) Rolle der Wissenschaft für den Strukturwandel in der brandenburgischen Lausitz
Wolfram Berger, Gunther Markwardt, Julia Rettig, Jan Schnellenbach, Mirko Titze, Stefan Zundel
Begleitforschung Strukturwandel (BeForSt), Statusbericht IV. BTU Cottbus/IWH,
2025
Abstract
Rund 6 Milliarden Euro der Mittel für den Strukturwandel in der Lausitz werden bis 2038 in den Bereich Wissenschaft investiert. Wenngleich das Investitionsgesetz Kohlegebiete (InvKG) einen eindeutigen Schwerpunkt im Bereich Wissenschaft setzt und dies nicht nur in der Lausitz ist Wissenschaft im Kontext des Strukturwandels der Lausitz kein Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck, nämlich der wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Es gibt gute Gründe für die Annahme, dass die Entwicklung in der Lausitz einen positiveren Verlauf nehmen könnte als in anderen Regionen der EU. Allerdings, das gewünschte Ergebnis wird sich nicht von allein einstellen, sobald den Akteuren die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden.
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Der wirtschaftliche Strukturwandel in der brandenburgischen Lausitz im Spiegel der Zahlen
Gunther Markwardt, Marius Nagel, Mirko Titze, Stefan Zundel
Begleitforschung Strukturwandel (BeForSt), Policy Brief V. BTU Cottbus/IWH,
2025
Abstract
Die aktualisierte Bilanz der geschaffenen Arbeitsplätze zeigt, dass bislang – flankiert durch Strukturwandelmaßnahmen – mehr Arbeitsplätze neu geschaffen als abgebaut wurden. Sofern keine äußeren Einflüsse wie weltweite Wirtschaftskrisen oder Kriege alle Prognosen durchkreuzen, hat die brandenburgische Lausitz eine gute wirtschaftliche Perspektive. Teile der brandenburgischen Lausitz haben darüber hinaus die Chance auf eine aufholende wirtschaftliche Entwicklung, die den gesamtdeutschen Durchschnitt übersteigt.
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Die (neue) Rolle der Wissenschaft für den Strukturwandel in der brandenburgischen Lausitz
Wolfram Berger, Gunther Markwardt, Julia Rettig, Jan Schnellenbach, Mirko Titze, Stefan Zundel
Begleitforschung Strukturwandel (BeForSt), Policy Brief IV. BTU Cottbus/IWH,
2025
Abstract
Bis 2038 werden im Rahmen des Strukturwandels in der brandenburgischen Lausitz ca. 6 Milliarden Euro für Wissenschaft ausgegeben. Räumlich konzentrieren sich die Ausgaben auf Cottbus/Chóśebuz. In ausgewählten Themenfeldern wie beispielsweise der Gesundheitssystemforschung oder dem Thema Energie bilden sich neue große Forschungseinrichtungen, die kritische Massen darstellen können. Eine große Herausforderung ist die Verzahnung von Projekten, die über verschiedene Förderlinien gefördert werden.
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The Effect of Different Saving Mechanisms in Pension Saving Behavior: Evidence from a Life-Cycle Experiment
Martin Angerer, Michael Hanke, Ekaterina Shakina, Wiebke Szymczak
Journal of Risk and Financial Management,
Vol. 18 (5),
2025
Abstract
We examine how institutional saving mechanisms influence retirement saving decisions under bounded rationality and income risk. Using a life-cycle experiment with habit formation and loss aversion, we test mandatory and voluntary binding savings under deterministic and stochastic income. Voluntary commitment improves saving performance only when income is predictable; under uncertainty, it fails to improve performance. Mandatory savings do not raise total saving, as participants reduce voluntary contributions. These results emphasize the role of income smoothing in enabling behavioral interventions to improve long-term financial outcomes.
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Die deutsche Investitionsschwäche: Warum gibt es sie, warum ist sie wichtig und was sollte die neue Bundesregierung dagegen tun?
Reint E. Gropp
Wirtschaft im Wandel,
No. 2,
2025
Abstract
Deutschland befindet sich schon im zweiten Jahr in einer Rezession, und Wachstum ist laut den Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute auch 2025 kaum zu erwarten. Viel schlimmer ist allerdings, dass neue Prognosen des langfristigen Wachstums im Gleichgewicht (das so genannte Produktionspotenzial) dramatisch niedrigere Wachstumsraten für die nächsten 20 Jahre vorhersagen, wenn sich die Wirtschaftspolitik nicht deutlich ändert. Eine wesentliche Ursache für die Wachstumsschwäche ist die Investitionsschwäche. Um diese anzugehen, reicht das beschlossene Sondervermögen für Infrastruktur nicht aus. Die neue Bundesregierung muss die Bürokratie abbauen und Planungsverfahren verkürzen, eine rationale Klima- und Energiepolitik verfolgen, das Rentensystem mutig in Richtung Kapitaldeckungsverfahren umbauen und eine Einkommensteuerreform auf den Weg bringen, die mittlere Einkommen entlastet.
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Ist das AfD-Wahlprogramm für Sachsen-Anhalt finanzierbar? — Kosten und Gegenfinanzierung vor der Landtagswahl am 6. September 2026
Nic Dorsch, Reint E. Gropp, Alexander Reifschneider
IWH Policy Notes,
No. 2,
2026
Abstract
Das Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt verspricht umfangreiche neue Leistungen, den Verzicht auf neue Schulden und niedrigere Steuern zugleich. Diese Policy Note beziffert, wie weit Kosten und Gegenfinanzierung auseinanderliegen. Von 136 kostenwirksamen Maßnahmen lassen sich 28 mit amtlichen Quellen belegen. Diese kosten rund 1,6 Mrd. Euro pro Jahr. Da das AfD-Programm neue Schulden ausschließt, kommen die im Landeshaushalt bereits eingeplanten 877 Mio. Euro jährlicher Neuverschuldung hinzu. Der bezifferbare Finanzierungsbedarf beträgt damit rund 2,5 Mrd. Euro pro Jahr. Dem stehen bei großzügiger Auslegung rund 243 Mio. Euro belegbare Einsparungen gegenüber. Von jedem Euro sind damit nicht einmal zehn Cent gedeckt. Es bleibt eine Lücke von mindestens 2,2 Mrd. Euro pro Jahr. Das entspricht rund einem Viertel der Steuereinnahmen des Landes, umgerechnet gut 1 000 Euro je Einwohner und Jahr. Da das Programm auch Steuererhöhungen ausschließt, ist unklar, wie die AfD diese Lücke schließen will.
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