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Editorial

Deutschland befindet sich mitten in einer schweren Wirtschaftskrise. Auch wenn der Auslöser geographisch in weiter Ferne lag, hineingezogen wurde die ganze entwickelte Welt. Ein Ausweichen war ob der engen internationalen Verflechtung der Finanz- und der Gütermärkte nicht möglich. Dies galt für die Wirtschaft in den Alten wie Neuen Bundesländern. Für letztere stand sogar die Frage, ob der in den vergangenen zwei Jahrzehnten neu entstandene Unternehmenssektor in der Lage sein würde, die Last der Krise auszuhalten und nicht darunter zu zerbrechen. Tritt die in der vom IWH bei Ausbruch der Krise im vergangenen Jahr begründete und jüngst bestätigte Konjunkturprognose ein, so spricht einiges dafür, dass die Nachfrage- und Produktionseinbrüche nicht ganz so stark wie in den Alten Bundesländern ausfallen. Ist dies ein Grund zum Jubeln?

19. August 2009

Authors Udo Ludwig

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Aktuelle Trends: Finanzierungsprobleme der Betriebe des ostdeutschen Produzierenden Gewerbes – auch Ausdruck ihrer wirtschaftlichen Lage

Brigitte Loose

in: Wirtschaft im Wandel, No. 8, 2009

Abstract

Die an Unternehmen und wirtschaftlich selbstständige Privatpersonen ausgereichten Kreditvolumina waren in den Neuen Bundesländern in den Jahren 2003 bis 2007 rückläufig. Im Jahr 2008 blieben sie in etwa stabil, während sie in den Alten Ländern bereits zwei Jahr in Folge konjunkturbedingt stark gestiegen waren. Verschiedene Analysen bringen dies in Verbindung mit den Schwierigkeiten, die Unternehmen aus den Neuen Bundesländern haben, einen Kredit zu erhalten. Multivariate Untersuchungen anhand des IAB-Betriebspanels 2008 – neuere Daten der jährlichen Umfragen des IAB liegen nicht vor – zeigen allerdings, dass dies auch Ausdruck der wirtschaftlichen Lage der Betriebe ist.

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Im Fokus: „Atypische“ Beschäftigung breitet sich auch in Ostdeutschland aus

Hans-Ulrich Brautzsch Cornelia Lang

in: Wirtschaft im Wandel, No. 8, 2009

Abstract

Der kräftige konjunkturelle Aufschwung im Zeitraum von 2005 bis Anfang 2008 wirkte sich auch auf den ostdeutschen Arbeitsmarkt positiv aus. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg in diesem Zeitraum um 177 000 Personen bzw. 3,2%. In Westdeutschland nahm die Beschäftigung im gleichen Zeitraum um 3,9% zu. Der Zuwachs in Ostdeutschland ist insofern bemerkenswert, als im konjunkturellen Aufschwung zwischen 1998 und 2000 die Zahl der Erwerbstätigen nur in den Alten Ländern kräftig zunahm, während die deutliche Besserung der wirtschaftlichen Lage in Ostdeutschland spurlos am Arbeitsmarkt vorüberging. Dabei stellt sich die Frage, ob und in welchem Maß im jüngsten konjunkturellen Aufschwung der Beschäftigungsaufbau in Ostdeutschland durch die Ausweitung von Normalarbeitsverhältnissen oder durch die Ausdehnung von so genannten „atypischen“ Beschäftigungsverhältnissen erfolgte.

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IWH-Industrieumfrage im Juli 2009: Noch keine Wende des Geschäftsklimas

Cornelia Lang

in: Wirtschaft im Wandel, No. 8, 2009

Abstract

Im Verarbeitenden Gewerbe Ostdeutschlands verliert die bisher eher steile konjunkturelle Talfahrt etwas an Tempo. Darauf verweisen die Ergebnisse der IWH-Industrieumfrage vom Juli unter rund 300 Unternehmen. Zwar hat sich der Saldo aus positiven und negativen Bewertungen der aktuellen Geschäftslage gegenüber Mai nochmals um zwei Punkte verschlechtert. Doch die Geschäftsaussichten bis zum Jahresende haben sich deutlich aufgehellt, und erstmals in diesem Jahr halten sich gute und schlechte Erwartungen in etwa die Waage. Verantwortlich dafür sind Akzentverschiebungen in den Bewertungen aus den einzelnen Sparten.

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Konferenzbericht: Analysen und Politik für Ostdeutschland – aus der Forschung des IWH –

Jutta Günther H. Pfeifer

in: Wirtschaft im Wandel, No. 8, 2009

Abstract

Zum Thema „Analysen und Politik für Ostdeutschland – aus der Forschung des IWH –“ fand am 4. Juni 2009 zum dritten Mal in Folge eine Konferenz, diesmal in den Räumen des IWH, statt. Die Vorstellung der Forschungsergebnisse des Instituts richtete sich an die eingeladenen Abgeordneten der Landtage der Neuen Bundesländer, die Fachreferenten der Wirtschaftsministerien sowie an interessierte Vertreter aus Forschung, Verwaltung und den Medien. Ziel war es, die Politik auf Grundlage wissenschaftlich belastbarer Analysen über aktuelle Entwicklungen zu informieren, diese gemeinsam zu bewerten und künftige Strategien für eine nachhaltige Entwicklung der ostdeutschen Bundesländer zu formulieren.

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Ostdeutsche Wirtschaft im Jahr 2009: Aufholen in der Weltfinanzkrise? – Rechnerisch scheinbar, in Wirklichkeit nicht!

Arbeitskreis Konjunktur Ostdeutschland

in: Wirtschaft im Wandel, No. 8, 2009

Abstract

Die ostdeutsche Wirtschaft ist von der globalen Finanz- und Konjunkturkrise voll erfasst worden. Der weltweite Nachfrageeinbruch setzt vor allem dem bisherigen Wachstumsführer, dem Verarbeitenden Gewerbe, stark zu. Die Industrieunternehmen haben Produktion und Investitionen deutlich zurückgefahren. Die industrielle Wertschöpfung wird in diesem Jahr um etwa 15% sinken. Die Rezession greift seit Jahresbeginn auf den gesamten Unternehmenssektor über, wenngleich die Einbußen wegen der geringen Ausrichtung auf die Auslandsmärkte in der Breite moderater ausfallen als in Westdeutschland. Inzwischen hat auch die Beschäftigung reagiert. Allein der Rückstand in der Exportorientierung der Wirtschaft stand bislang einem stärkeren Produktionseinbruch als in Westdeutschland entgegen. Insgesamt wird die Produktion in diesem Jahr um 4,5% sinken und damit leicht unter den Stand im Jahr 2006 zurückfallen.

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Russia: A Victim to Transition or to the Financial Crisis?

Marina Grusevaja

in: Wirtschaft im Wandel, No. 8, 2009

Abstract

The global financial crisis has revealed deficiencies of the Russian economic system which are caused by the path of the transformation from central planning to the market economy, and not only attributable to the downfall of crude oil prices. While the worldwide liquidity crunch impaired the availability of loans to enterprises, the situation in Russia has deteriorated especially by the large exposure of the private sector to short-term foreign liabilities and by the one-sided orientation of the economy relying on the natural resources industry. Until the mid-2008, the foreign debt of the private banks and non-banks had increased strongly and had strengthened the dependence of the Russian economy on the developments on the international financial markets. The Ruble devaluation at the end of January 2009 aggravated the situation. The high short-term foreign debt of the private sector and the dependence on exports of natural resources are typical outcomes of the Russian transformation path. Therefore, on the one hand, the banking sector has not being able to satisfy financing demand of the private sector beyond the natural resources industries, enterprises became forced to borrow short-term money abroad. On the other hand, the economic strategy of the past seventeen years has strengthened the influence of the state on the natural resources sector – with the strong priority to develop it further. Hence, the one-sided economic development negatively affects the adaptability of the real-economic sector to change during the crisis period. In essence, the present political preferences of the government are aimed at providing direct financial assistance and at protectionist measures. In the long run, these actions could lead to stronger intervention of the state in the economy. Due to these recent developments, the crisis is likely to continue in Russia longer than in the other transformation countries.

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Wirtschaftsleistung Sachsen-Anhalts fällt im Jahr 2009 auf den Stand von 2006 zurück

Udo Ludwig Brigitte Loose Hardy Gude

in: Wirtschaft im Wandel, No. 8, 2009

Abstract

Sachsen-Anhalt wird in diesem Jahr knapp 4% seiner Wirtschaftsleistung verlieren. Damit fällt die Wirtschaft infolge der globalen Finanz- und Konjunkturkrise in etwa auf den Stand von 2006 zurück. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie des IWH mit dem Verband der Vereine Creditreform. Eingeflossen in die Vorausberechnung sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe Sachsen-Anhalts gemäß amtlicher Landesstatistik sowie die Umsatzerwartungen von 450 durch die Creditreform befragten Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Baugewerbe, dem Handel sowie dem privaten Dienstleistungsgewerbe.

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