cover_wiwa_2011-03.jpg

Editorial

Angesichts der Bedrohung durch das Kraftwerk Fukushima verurteilen viele die Hybris derer, die meinen, Großtechnologien wie die Kernkraft beherrschen zu können. Liegt nicht aber die frevelhafte Selbstüberschätzung ganz woanders: darin, ein Leben ohne Risiko führen zu wollen? Der Volksmund weiß, dass Leben nun einmal lebensgefährlich ist. Sorge muss uns bereiten, dass mit zunehmender „Systemik“ die Wahrscheinlichkeit eines Schadens nicht so schnell sinkt, wie die Kosten bei Schadenseintritt steigen; beides multipliziert ergibt den Erwartungswert. Die Kosten von (Natur-)Katastrophen steigen auch, weil mehr Menschen heute an gefährdeten Standorten siedeln. Zusätzlich steigen, fortschrittsbedingt, die Vermögenswerte, was direkt in die Schadenskosten einfließt.

30. March 2011

Authors Ulrich Blum

Also in this issue

cover_wiwa_2011-03.jpg

Aktuelle Trends: IWH-Konjunkturbarometer Ostdeutschland: Konjunktur zieht im Winterhalbjahr dank kräftiger Inlandsnachfrage an

Udo Ludwig Franziska Exß

in: Wirtschaft im Wandel, No. 3, 2011

Abstract

In den letzten Monaten des vergangenen Jahres hat sich der konjunkturelle Aufschwung in Ostdeutschland (ohne Berlin) zurückgemeldet. Nach Stagnation in den Sommermonaten ist die wirtschaftliche Aktivität im vierten Quartal trotz Einbruch der Bauproduktion gestiegen. Das Bruttoinlandsprodukt, zusammenfassender Ausdruck für die wirtschaftliche Leistung der Region, nahm nach Berechnungen des IWH in den Monaten Oktober bis Dezember gegenüber dem dritten Quartal 2010 um 0,3% und damit etwas langsamer als in Deutschland insgesamt (0,4%) zu. Für das erste Quartal des Jahres 2011 weisen die Indikatoren auf eine Verstärkung des Produktionszuwachses hin.

read publication

cover_wiwa_2011-03.jpg

IWH-Bauumfrage im Februar 2011: Baugeschäfte laufen aktuell in allen Sparten blendend

Brigitte Loose

in: Wirtschaft im Wandel, No. 3, 2011

Abstract

Die Geschäfte der 300 vom IWH befragten ostdeutschen Bauunternehmen sind im Februar außergewöhnlich gut gelaufen. Die Unternehmen bewerten sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Geschäftsaussichten deutlich besser als vor einem Jahr. Dies überrascht nicht, da der Jahresbeginn seinerzeit durch einen äußerst strengen Winter gekennzeichnet war, während sich diesmal die witterungsbedingten Behinderungen in Grenzen halten.

read publication

cover_wiwa_2011-03.jpg

IWH-Industrieumfrage in Ostdeutschland zum Jahresauftakt 2011: Anhaltender, robuster Aufschwung

Cornelia Lang

in: Wirtschaft im Wandel, No. 3, 2011

Abstract

Das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe Ostdeutschlands erwärmte sich im Jahr 2010 spürbar. Vor allem die mittleren und großen Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten berichten über ein gutes Geschäftsjahr. Die konjunkturelle Aufwärtsbewegung dokumentiert sich auch in kräftigen Umsatzzuwächsen. 62% der befragten Unternehmen melden mehr Umsatz als im Jahr 2009, 12% erzielten genauso viel Umsatz und 26% weniger als im Vorjahr. Für das Jahr 2011 erwarten die Unternehmen, dass sich diese Entwicklung fortsetzt, die Umsatzsteigerungen jedoch nicht mehr so hoch ausfallen werden wie 2010. Die stärksten Zuwächse erhoffen sich die Hersteller von Investitionsgütern, für die es im Jahr 2010 nicht ganz so gut wie in den anderen Sparten gelaufen ist. Die Beschäftigungspläne für das laufende Jahr passen in das konjunkturelle Bild. Reichlich ein Drittel der Unternehmen will bis zum Jahresende Beschäftigung aufbauen, etwas mehr als die Hälfte geht davon aus, dass der Personalbestand sich nicht ändert. Die Motoren der konjunkturellen Entwicklung der ostdeutschen Industrie im Jahr 2011 sind nach den Befragungsergebnissen die Exportunternehmen und die Hersteller von Investitionsgütern.

read publication

cover_wiwa_2011-03.jpg

Vigorous upswing continues

Arbeitskreis Konjunktur des IWH Kiel Economics

in: Wirtschaft im Wandel, No. 3, 2011

Abstract

The worldwide upswing has gained momentum since last autumn. The main cause for the high growth dynamics is a monetary policy that is very expansive not only in advanced economies, where the utilization rates for production capacities are mostly still low, but also in emerging market economies that in general have already recovered from the Great Recession. The German economy participates in the worldwide upswing. Here the recovery is ahead of those in most other advanced economies. Both exports and domestic demand are strongly expanding. One reason for the high growth dynamics is that key interest rates are particularly low for Germany, as the ECB has to take into account that many euro area economies are much more fragile. In addition, Germany still benefits from the wage moderation and the labour market reforms in the past decade: employment is expanding strongly, and firms find many profitable investment projects. Major risks for this forecast are structural problems of some advanced economies that had become visible during the Great Recession and are still unresolved (concerning the US housing market and the crisis of confidence in the fiscal sustainability of some euro area countries in particular). A further risk is the possibility of further oil price hikes due to political instability in North Africa and the Middle East.

read publication

cover_wiwa_2011-03.jpg

Cooperation propensity and public cooperation funding in the German Laser Industry

Muhamed Kudic Katja Guhr I. Bullmer Jutta Günther

in: Wirtschaft im Wandel, No. 3, 2011

Abstract

The high-tech strategy of the federal government defines eight key technologies, including laser industry as a part of the optical technologies. This study provides a first descriptive overview of cooperation propensity and public cooperation funding for German Laser Source manufacturers between 1990 and 2010. Results show that the industry in general was characterized by expansion even though there were periods with a high degree of fluctuations. The spatial analysis of firm entries and exits reveals some interesting insights. The majority of large laser source companies are located in Bavaria, Baden-Württemberg and Thuringia. These regional distribution patterns hold for the absolute number of publicly funded cooperation projects. When considering the relative number of collaborative projects per firm and region the picture changes. It turns out that especially laser source manufacturers in Thuringia, Rhineland-Palatinate and Hamburg show up the highest cooperation propensities and an above-average demand for public funding.

read publication

cover_wiwa_2011-03.jpg

Zur Zukunft der Energiepreise: Ergebnisse eines Expertenworkshops am IWH

Christian Schulz Sebastian Rosenschon

in: Wirtschaft im Wandel, No. 3, 2011

Abstract

Im Forschungskontext des in der Abteilung Stadtökonomik am IWH durchgeführten Projektes „Energetische Aufwertung und Stadtentwicklung (EASE)“ fand am 10. Dezember 2010 ein Expertenworkshop statt. Ziel des Workshops war es, die globalen Zusammenhänge im Spannungsfeld zwischen zukünftiger Energienachfrageentwicklung und Energieträgerverfügbarkeit, technologischen Möglichkeiten und den Herausforderungen durch den Klimawandel zu beleuchten. Im Fokus standen dabei die Entwicklung der Energienachfrage der industriell aufstrebenden Nationen China und Indien, die zukünftigen Veränderungen des Energieträgermixes in Deutschland sowie der Einfluss internationaler und nationaler Klimaschutzpolitik. Gemeinsam mit den vortragenden Experten diskutierten Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Politik die zu erwartenden Effekte auf die Entwicklung der Energiepreise.

read publication

Whom to contact

For Researchers

For Journalists

Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft LogoTotal-Equality-LogoWeltoffen Logo