IWH Flash Indicator
The IWH Flash Indicator is a forecasting tool which provides early information on economic development. While the German Federal Statistical Office publishes first data on gross domestic product not earlier than 30 days after the end of a quarter, the IWH Flash Indicator promptly gives first estimates of real gross domestic product for the current and the following quarter. As the IWH Flash Indicator is a composite indicator derived from many individual forecasts, the various factors influencing the current economic development can well be identified and interpreted.
The results of the IWH Flash Indicator are published quarterly in the German weekly business magazine "WirtschaftsWoche".
The time series of the historic data of the flash indicator are available on the Download Section.
- Research Group: Macroeconomic Analyses and Forecasts
- Department: Macroeconomics
IWH-Flash-Indikator III. und IV. Quartal 2026
in: IWH Flash Indicator, No. 3, 2026
Abstract
Die deutsche Wirtschaft hat im zweiten Quartal 2026 erneut leicht zugelegt. Das Bruttoinlandsprodukte nahm um 0,2% zu, nachdem es bereits zu Jahresbeginn um 0,4% expandiert hatte. Getragen wurde dieser Zuwachs vor allem von den Exporten. Die Konsumausgaben nahmen lediglich verhalten zu und die Investitionen gingen zurück. Auch im dritten Quartal bleiben die konjunkturellen Risiken hoch. So sorgt der Iran-Konflikt weiterhin für volatile Energiepreise. Zugleich beeinträchtigt das historische Niedrigwasser an Rhein, Elbe und Donau gegenwärtig den Transport erheblich und dürfte damit die Produktion belasten. Dem entgegen stehen kräftige Zuwächse bei den genehmigten Rüstungsexporten. Insgesamt sprechen die aktuellen Indikatoren für eine Fortsetzung der Erholung (vgl. Abbildung 1). Nach dem IWH-Flash-Indikator dürfte das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2026 um 0,3% zulegen. Für das vierte Quartal zeichnet sich eine schwächere Dynamik ab.
IWH-Flash-Indikator II. und III. Quartal 2026
in: IWH Flash Indicator, No. 2, 2026
Abstract
Die deutsche Wirtschaft hat im ersten Quartal 2026 um 0,3% zugelegt, nach 0,2% im Schlussquartal 2025. Getragen wurde dieser Zuwachs vor allem von staatlichen und privaten Konsumausgaben sowie von den Exporten. Im Verlauf des Quartals hat sich die wirtschaftliche Stimmung jedoch deutlich eingetrübt. Der Iran‑Konflikt und die stark gestiegenen Rohöl‑ und LNG‑Preise, die aus den zeitweiligen Einschränkungen der Transportwege durch die Straße von Hormus sowie Schäden an der Energieinfrastruktur in den Golfstaaten resultieren, belasten die Weltwirtschaft, stören Lieferketten und wirken dämpfend auf die deutsche Konjunktur. Die aktuellen Indikatoren sprechen daher für eine vorübergehende Abschwächung (vgl. Abbildung 1). Nach dem IWH‑Flash‑Indikator dürfte das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2026 nur leicht um 0,1% zulegen, bevor im dritten Quartal wieder eine etwas kräftigere Zunahme um 0,3% zu erwarten ist.
IWH-Flash-Indikator I. und II. Quartal 2026
in: IWH Flash Indicator, No. 1, 2026
Abstract
Die deutsche Wirtschaft legte im vierten Quartal 2025 um 0,3% zu, nachdem sie in den beiden Quartalen zuvor noch geschrumpft war. Vor allem zum Ende des Jahres 2025 stiegen die privaten und staatlichen Konsumausgaben. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat damit im Jahr 2025 insgesamt um 0,2% zugenommen. Dabei dürften vor allem die Konsumausgaben die fehlenden Wachstumsimpulse des Außenhandels kompensiert haben. Die jüngsten Indikatoren deuten auf eine leichte konjunkturelle Belebung hin (vgl. Abbildung 1). Laut IWH-Flash-Indikator dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2026 um 0,3% und im zweiten Quartal 2026 um 0,2% steigen.
IWH-Flash-Indikator IV. Quartal 2025 und I. Quartal 2026
in: IWH Flash Indicator, No. 4, 2025
Abstract
Die deutsche Wirtschaft stagnierte im dritten Quartal 2025, nachdem sie im Quartal zuvor noch um 0,2% geschrumpft war. Einem Rückgang der Exporte standen steigende Investitionen in Ausrüstungen gegenüber. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegt damit weiterhin mehr als einen Prozentpunkt unter dem Höchstwert von vor drei Jahren. Die anhaltende Exportschwäche der deutschen Industrie ist dabei nicht auf eine ungünstige weltwirtschaftliche Lage zurückzuführen, sondern auf weiterhin ungelöste strukturelle Probleme wie zu hohe Energie- und Arbeitskosten in Deutschland. Zwar deutet sich zum Jahreswechsel 2025/2026 eine moderate konjunkturelle Belebung an (vgl. Abbildung 1), von den geplanten Mehrausgaben für Verteidigung und Infrastruktur sind jedoch erst ab dem kommenden Jahr konjunkturelle Impulse zu erwarten. Allerdings belasten weltweite Spannungen die Lieferketten weiterhin, und sie führen in der stark arbeitsteiligen deutschen Industrie immer wieder zu Engpässen. Laut IWH-Flash-Indikator steigt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2025 um 0,2% und im ersten Quartal 2026 um 0,4%.
IWH-Flash-Indikator III. und IV. Quartal 2025
in: IWH Flash Indicator, No. 3, 2025
Abstract
Nach einem verhalten positiven Start ins Jahr hat die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal 2025 mit einem Rückgang um 0,1% im Vergleich zum Vorquartal erneut einen Dämpfer erhalten. Hauptursache für den leichten Produktionsrückgang im zweiten Quartal waren rückläufige Investitionen in Ausrüstungen und in Bauten, die durch den Anstieg der privaten und staatlichen Konsumausgaben nicht vollständig ausgeglichen werden konnten. Zudem hat die drastische Revision der amtlichen Statistik das Konjunkturbild der vergangenen drei Jahre grundlegend verändert: Es zeigt nun statt einer seit 2022 anhaltenden Stagnation eine kräftige Erholung nach den pandemiebedingten Einbußen in den Jahren 2021 und 2022 und seit Ende 2022 einen fortgesetzten Rückgang der Produktion, der erst in der zweiten Jahreshälfte 2024 vorläufig zum Ende kam.