Intangible Assets and Imperfections in Product and Labor Markets
Eric Bartelsman, Sabien Dobbelaere, Alessandro Zona Mattioli
IWH Discussion Papers,
No. 5,
2026
Abstract
This paper develops a micro-founded framework linking price-cost and wage markups to intangible assets. Intangible assets, once created, are a source of firm rents. Owing to limits to enforceable ownership and the non-rival nature of knowledge, these rents can be both retained by the origin firm and transferred to a competitor through poaching of workers. Search and matching frictions affect labor mobility and result in bargaining over rents between the firm and the worker. This environment generates hold-up in intangible asset creation and motivates rent sharing. Under non-compete agreements, poached workers face start delays that weaken outside options. Using microdata from the Netherlands, we document higher price-cost and wage markups in more intangible-intensive firms and lower wages for workers with non-compete agreements, consistent with the model.
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Klimaziele und Wachstum vereinbaren: Bedeutung der Energieproduktivität
Oliver Holtemöller, Christoph Schult
Wirtschaftsdienst,
Vol. 106 (5),
2026
Abstract
Die Energieproduktivität in Deutschland ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Inwiefern lässt sich daraus auf eine Transformation des Energiesystems und der Produktion schließen? Der Beitrag zeigt, dass der Anstieg der Energieproduktivität nur begrenzt auf Effizienzfortschritte innerhalb von Sektoren zurückzuführen ist, sondern auch durch Strukturwandel und den Rückgang energieintensiver Produktion getrieben wird. Eine Projektion des Endenergieverbrauchs bis 2030 deutet darauf hin, dass die energiepolitischen Zielwerte bei schwachem Wirtschaftswachstum erreichbar sind. Bei höherem Wachstum würden sie jedoch verfehlt. Daraus ergibt sich ein Zielkonflikt zwischen Energieverbrauchsreduktion und wirtschaftlicher Dynamik; es braucht zusätzliche Effizienzgewinne oder technologische Innovationen um ihn aufzulösen.
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Growth Clubs and Regional Economic Convergence in Germany
Oliver Holtemöller, Christoph Schult, Anna Solms
IWH Discussion Papers,
No. 4,
2026
Abstract
Many countries and regions remain below the level of economic activity of the world’s most advanced economies. Some countries form growth clubs, some are stuck in the middle-income trap, and some stay on a very low level of economic activity. Although this situation is well documented on the country level, there is less evidence at the sub-national level within countries. We estimate county-level capital stocks and price indices and provide a comprehensive county-level data set for Germany. We find no evidence of convergence across all counties even if we condition on important drivers of long-term growth such as physical and human capital accumulation. Instead, we identify five convergence clubs, using endogenous clustering. We analyze differences in growth paths and describe the identified clusters based on variations in contributions of capital, labor, and total factor productivity to economic growth. Additionally, we examine the role of migration for regional development and find that net migration has in particular contributed to growth in richer regions.
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Energiepreisschock überlagert Fiskalimpuls – Wachstumskräfte versiegen
Geraldine Dany-Knedlik, Oliver Holtemöller, Stefan Kooths, Torsten Schmidt, Timo Wollmershäuser
Wirtschaftsdienst,
Vol. 106 (4),
2026
Abstract
Nach einem mehrjährigen Abschwung hat im Verlauf des vergangenen Jahres eine Erholung in Deutschland eingesetzt. Während die exportorientierte Industrie angesichts weiter abnehmender Wettbewerbsfähigkeit, hoher geopolitischer Unsicherheit und handelspolitischer Belastungen kaum Tritt fasste, wurde die Erholung maßgeblich von der Binnenwirtschaft getragen. Der Energiepreisschock, der durch den Iran-Krieg ausgelöst wurde, dämpft die Erholung, dürfte sie aber nicht vollständig zum Erliegen bringen. Dafür sorgt der erheblich expansive Kurs der Finanzpolitik, der vor allem Unternehmen der Verteidigungsindustrie und des Tiefbaus stützt. Im Großteil des Verarbeitenden Gewerbes bleibt die Lage jedoch verhalten. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 0,6 % und im Jahr 2027 um 0,9 % zunehmen, nachdem die Wirtschaftsleistung im Vorjahr mit einem Anstieg von 0,2 % kaum mehr als stagniert hat. Im Vergleich zum Herbstgutachten 2025 haben die an der Gemeinschaftsdiagnose beteiligten Institute damit ihre Prognose für das laufende Jahr deutlich um 0,6 Prozentpunkte und für das kommende Jahr um 0,4 Prozentpunkte nach unten korrigiert.
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01.04.2026 • 9/2026
Energy price shock dampens recovery – inflation rises
Although the leading economic research institutes consider the German economy to be in a recovery phase following a downturn lasting several years, they nevertheless expect only a moderate increase in gross domestic product of 0.6% for 2026 and 0.9% for 2027. “The energy price shock triggered by the Iran war is hitting the recovery hard, but at the same time expansionary fiscal policy is bolstering the domestic economy and preventing a stronger slide,” says Timo Wollmershäuser, Head of Forecasts at the ifo Institute. The institutes estimate that the inflation rate will rise to an average of 2.8% in 2026 and 2.9% in 2027.
Oliver Holtemöller
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Konjunktur aktuell: Ölpreisschock gefährdet Erholung in Deutschland
Konjunktur aktuell,
No. 1,
2026
Abstract
Weltweit höhere Energiepreise infolge des neuen Golfkriegs verschlechtern die Aussichten für die deutsche Konjunktur, auch wenn Mehrausgaben der öffentlichen Hand die gesamtwirtschaftliche Expansion in diesem und im kommenden Jahr stützen werden. Die Produktion dürfte im Jahr 2026 um 0,7% und im Jahr darauf um 1% zunehmen. Ähnliche Expansionsraten sind auch für Ostdeutschland zu erwarten.
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Einhaltung der EU-Fiskalregeln erfordert umfangreiche Konsolidierung — Mittelfristige Projektion der gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung und der öffentlichen Finanzen in Deutschland
Andrej Drygalla, Katja Heinisch, Oliver Holtemöller, Axel Lindner, Christoph Schult, Götz Zeddies
IWH Policy Notes,
No. 1,
2026
Abstract
Der Beitrag untersucht die mittelfristige Entwicklung der deutschen Wirtschaft und der öffentlichen Finanzen vor dem Hintergrund der seit 2025 geltenden neuen EU-Fiskalregeln und der jüngsten Lockerung der nationalen Schuldenbremse. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und unter welchen Bedingungen Deutschland die europäischen Vorgaben zu Defizit, Schuldenstand und Nettoprimärausgaben einhalten kann.
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Die Sorge um De-Industrialisierung führt in die Irre
Reint E. Gropp
Wirtschaft im Wandel,
No. 3,
2025
Abstract
Eine der größten Sorgen sowohl der aktuellen als auch der vorhergehenden Regierung ist es, in Deutschland wichtige Industrieproduktion zu erhalten beziehungsweise neu anzusiedeln. Dabei geht es um eine breite Palette von Sektoren: Halbleiter, Batterien, Chemie, Stahl, Pharmazeutika oder Elektroautos. Basierend auf diesem Ziel werden signifikante Subventionen gerechtfertigt, etwa Einzelsubventionen in Milliardenhöhe für individuelle Unternehmen (Intel, TSMC) oder generelle Vergünstigungen wie der Industriestrompreis. Deutschland ist mit dieser Sorge nicht allein; auch die USA, die EU, Indien, Indonesien und viele weitere Länder versuchen, Anreize für inländische Produktion zu schaffen.
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Konjunktur aktuell: Leichte Belebung kommt, Strukturprobleme bleiben
Konjunktur aktuell,
No. 4,
2025
Abstract
Die internationale Konjunktur scheint Ende 2025 weiter robust, die weltwirtschaftliche Expansion dürfte sich 2026 jedoch etwas abschwächen. Nach der vorliegenden Prognose steigt die Weltproduktion 2025 um 2,7%, um im Jahr darauf um 2,4% zuzulegen. Im Euroraum dürfte sich die wirtschaftliche Expansion in geringem Tempo fortsetzen. Die deutsche Wirtschaft befindet sich auf einem fragilen Erholungskurs. Für das Jahr 2026 ist aufgrund von finanzpolitischen Impulsen und gestiegenen Realeinkommen eine leichte Belebung zu erwarten. Die Produktion dürfte im kommenden Jahr um 1,0% zunehmen, nach 0,2% im Jahr 2025.
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Employment Responses to Increased Biodiversity Transition Risk
Duc Duy Nguyen, Huyen Nguyen, Trang Nguyen, Vathunyoo Sila
IWH Discussion Papers,
No. 20,
2025
Abstract
This paper examines how firms adjust the number and types of workers they hire in response to increased biodiversity transition risk. Using the adoption of the Key Biodiversity Areas Standard of 2016 as a source of variation that increases the risk of future land-use restrictions, we find that firms reduce job postings in affected areas and reallocate labor to less exposed regions. This effect is concentrated among firms that make negative impacts on biodiversity. Cuts are stronger among production roles, while hiring in green and adaptive occupations increases. The effect is not driven by changes in capital investment or workers’ labor supply decisions. Our findings contribute to the ongoing debate on the costs and benefits of biodiversity conservation policies and their implications for labor market outcomes.
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