Kalifornische Inspirationen
Simon Wiederhold
Wirtschaft im Wandel,
No. 2,
2025
Abstract
Wissenschaft lebt vom Austausch kluger Köpfe über Grenzen hinweg. IWH-Ökonom Simon Wiederhold hat vier Wochen an der Stanford University geforscht. Einblicke in eine höchst anregende Erfahrung.
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Research for the Labour Market of Tomorrow
Rafael Barth
Wirtschaft im Wandel,
No. 2,
2025
Abstract
The economic transformation is visibly reshaping the world of work. At the Halle Institute for Economic Research (IWH), the Structural Change and Productivity Department will intensify its analysis of these developments – and is evolving in the process. A high-profile conference with an unusual format recently provided important momentum.
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Die Verteilung und Struktur des deutschen Nationaleinkommens von 1992 bis 2019
Stefan Bach, Charlotte Bartels, Theresa Neef
Wirtschaft im Wandel,
No. 2,
2025
Abstract
Wie haben sich die Einkommen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen in Deutschland seit der Wiedervereinigung entwickelt? Unsere Studie untersucht die Entwicklung und Zusammensetzung des Nationaleinkommens entlang der Verteilung im Zeitraum von 1992 bis 2019. Während die untere Hälfte der Einkommensverteilung (unterhalb des Medianeinkommens) bis Mitte der 2000er Jahre reale Einkommensverluste verzeichnete, stiegen die Einkommen der oberen Mittelschicht (die obersten 10%, ohne das einkommensstärkste 1%) stetig. Die Spitzeneinkommen (oberstes 1%) blieben zwischen 1992 und 2019 relativ stabil. Arbeitseinkommen dominieren bei den unteren 99%, während das oberste 1% von Unternehmenseinkommen – insbesondere aus arbeitsintensiven Dienstleistungsunternehmen und freien Berufen – bestimmt ist. Unsere Ergebnisse sind zentral für die Debatte über Reformen der Sozialversicherungsbeiträge und der Einkommensbesteuerung.
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12.06.2025 • 19/2025
Economic recovery in Germany – but structural problems and US trade policy weigh on the economy
The German economy has picked up somewhat in the first half of 2025. This was helped by the temporary increase in demand from the US in anticipation of higher tariffs. If the US does not escalate its trade conflicts further, production in Germany according to the summer forecast of the Halle Institute for Economic Research (IWH) is likely to increase a bit (by 0.4%) in 2025, after two years of decline. In March, the IWH economists were forecasting growth of 0.1% for the current year. Growth of 1.1% is forecast for the year 2026. Similar expansion rates are to be expected for East Germany.
Oliver Holtemöller
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Konjunktur aktuell: Konjunkturelle Belebung in Deutschland – strukturelle Probleme und US-Handelspolitik belasten
Konjunktur aktuell,
No. 2,
2025
Abstract
Wie es mit der internationalen Konjunktur in diesem und im kommenden Jahr weitergeht, hängt im Wesentlichen vom Fortgang der Handelskonflikte zwischen den USA und dem Rest der Welt ab. Alles in allem steigt die Weltproduktion in den Jahren 2025 und 2026 um jeweils 2,3%. Das größte weltwirtschaftliche Risiko besteht darin, dass die Handelskonflikte der USA mit der EU und insbesondere mit China weiter eskalieren. Für die deutsche Wirtschaft gibt es mehr und mehr Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung, die jedoch ebenfalls erheblich von der möglichen Eskalation der US-Handelskonflikte gefährdet ist. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im Jahr 2025 mit 0,4% erstmals seit zwei Jahren wieder etwas zunehmen.
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Robot Hubs and the Use of Robotics in US Manufacturing Establishments
Erik Brynjolfsson, Catherine Buffington, Nathan Goldschlag, J. Frank Li, Javier Miranda, Robert Seamans
American Economic Association Papers and Proceedings,
Vol. 115 (May),
2025
Abstract
We use data from the Annual Survey of Manufactures to study the characteristics and geographic distribution of investments in robots across US manufacturing establishments. Robotics adoption and robot intensity (the number of robots per employee) cluster in "robot hubs." Establishments that report having robotics are larger and have a larger production worker share, lower pay per worker, lower labor share, and higher capital expenditures, including higher IT capital expenditures. Notably, establishments are more likely to have robots if other establishments in the same core-based statistical area and industry also report having robotics, suggestive of agglomeration and peer effects.
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10.04.2025 • 13/2025
Joint Economic Forecast 1/2025: Geopolitical turn intensifies crisis – structural reforms even more urgent
The German economy will continue to tread water in 2025. In their spring report, the leading economic research institutes forecast an increase in gross domestic product of just 0.1% for the current year. For 2026, the institutes expect gross domestic product to increase by 1.3%. In the short term, the new US trade policy and economic policy uncertainty are weighing on the German economy. The additional scope for public debt should gradually have an expansionary effect, but threatens to crowd out private consumption and private investment.
Oliver Holtemöller
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Geopolitischer Umbruch verschärft Krise – Strukturreformen noch dringlicher
Dienstleistungsauftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz,
No. 1,
2025
Abstract
Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin in der Krise. Der Beginn des Jahres 2025 ist geprägt von erheblichen innen- aber auch außenpolitischen Veränderungen. In Deutschland ist die wirtschaftspolitische Unsicherheit angesichts des Regierungswechsels hoch. Gleichzeitig belastet die protektionistische Handelspolitik der USA die deutsche Konjunktur. Zudem hat sich mit der neuen Regierung in den USA die Sicherheitslage in Europa verschlechtert. Vor diesem Hintergrund haben Bundestag und Bundesrat die Finanzverfassung Deutschlands grundlegend geändert und weitreichende öffentliche Verschuldungsspielräume geschaffen.
Die wirtschaftliche Schwäche in Deutschland ist nicht nur konjunktureller, sondern auch struktureller Natur. So sehen sich deutsche Unternehmen einem verstärkten internationalen Wettbewerb vor allem aus China ausgesetzt. Zudem scheint ein Teil der Produktion in der energieintensiven Industrie dauerhaft weggefallen zu sein. Eine schwindende Erwerbsbevölkerung und hoher bürokratischer Aufwand sind weitere strukturelle Schwächen, unter denen die deutsche Wirtschaft leidet.
Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr mit einem Anstieg um 0,1 % kaum mehr als stagnieren. Damit revidieren die Institute die Prognose vom Herbst 2024 recht deutlich um 0,7 Prozentpunkte nach unten. Insbesondere im Sommerhalbjahr 2025 wird inzwischen die Dynamik aufgrund der US-Zollpolitik schwächer eingeschätzt. Damit verzögert sich die erwartete Erholung. Im weiteren Prognosezeitraum dürfte eine voraussichtlich expansive Finanzpolitik die Konjunktur beleben. Im kommenden Jahr dürfte steigt das Bruttoinlandsprodukt um 1,3 %, wobei 0,3 Prozentpunkte der höheren Zahl an Arbeitstagen zu verdanken sind. Damit ist die Rate gegenüber der Herbstprognose unverändert, das Niveau der Wirtschaftsleistung ist aber 0,8 % niedriger.
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Geopolitischer Umbruch verschärft Krise – Strukturreformen noch dringlicher
Geraldine Dany-Knedlik, Oliver Holtemöller, Stefan Kooths, Torsten Schmidt, Timo Wollmershäuser
Wirtschaftsdienst,
Vol. 105 (4),
2025
Abstract
Die Weltwirtschaft steht im Frühjahr 2025 im Zeichen sich tiefgreifend ändernder geopolitischer und wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen. Vor dem Hintergrund des Politikwechsels in den USA sind insbesondere in Europa, aber nicht nur dort, neue sicherheitspolitische Herausforderungen entstanden. Sie haben zunächst zu einer Lockerung fiskalischer Restriktionen beigetragen, machen aber zumindest längerfristig auch eine Überprüfung finanzpolitischer Prioritäten erforderlich. Zudem hat die US-Regierung begonnen, neue Handelshürden aufzubauen und zusätzliche Unsicherheiten für die wirtschaftlichen Akteure zu schaffen. Dies bremst den globalen Warenhandel und die Produktion sowohl weltweit als auch in den USA selbst, wo erste Anzeichen für eine Abkühlung der Konjunktur sichtbar sind.
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Kehrt das Inflationsgespenst zurück? – ein Kommentar
Reint E. Gropp
Wirtschaft im Wandel,
No. 1,
2025
Abstract
Zur Erinnerung: Nach Jahren von Inflationsraten nahe null war die Inflationsrate in Deutschland 2022 nach der Corona-Pandemie und dem Überfall Russlands auf die Ukraine auf knapp 7% gestiegen, ähnlich hoch wie zur Energiekrise 1973/74. Die Gründe dafür sind bekannt: expansive Geld- und Finanzpolitik sowie steigende Energiepreise und Nachholeffekte beim Konsum, verbunden mit Lieferkettenproblemen gerade im Handel mit China. Seitdem haben Zentralbanken wie die EZB eine weiche Landung hingelegt. Ohne große Verluste beim Wachstum (zumindest global gesehen) wurde die Inflationsrate auf 1,6% im September 2024 gedrückt. Ein großer Erfolg?
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