17.03.2016 • 11/2016
IWH-Konjunkturbarometer Ostdeutschland: Inlandsnachfrage schiebt ostdeutsche Produktion an
Im vierten Quartal 2015 hat das Bruttoinlandsprodukt in den ostdeutschen Flächenländern – saisonbereinigt nach dem Berliner Verfahren – um 0,4% gegenüber dem schwachen dritten Vierteljahr zugenommen. Getrieben wurde die Aufwärtsbewegung vom Produzierenden Gewerbe. Der Dienstleistungssektor stagnierte. Obwohl sich der Produktionsanstieg beschleunigte und die Entwicklung in den Alten Bundesländern übertraf (0,2%), stieg das Bruttoinlandsprodukt im Durchschnitt des Jahres 2015 – wie bereits im vergangenen Dezember vom IWH geschätzt – nur um 1,3%. Damit expandierte die Produktion in den Neuen Bundesländern erneut langsamer als in den Alten (1,7%).
Udo Ludwig
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Legal Insider Trading and Stock Market Liquidity
Hans Degryse, Frank de Jong, Jérémie Lefebvre
De Economist,
Vol. 164 (1),
2016
Abstract
This paper assesses the impact of legal trades by corporate insiders on the liquidity of the firm’s stock. For this purpose, we analyze two liquidity measures and one information asymmetry measure. The analysis allows us to study as well the effect of a change in insider trading regulation, namely the implementation of the Market Abuse Directive (European Union Directive 2003/6/EC) on the Dutch stock market. The first set of results shows that, in accordance with theories of asymmetric information, the intensity of legal insider trading in a given company is positively related to the bid-ask spread and to the information asymmetry measure. We also find that the Market Abuse Directive did not reduce significantly this effect. Secondly, analyzing liquidity and information asymmetry around the days of legal insider trading, we find that small and large capitalization stocks see their bid-ask spread and the permanent price impact increase when insiders trade. For mid-cap stocks, only the permanent price impact increases. Finally, we could not detect a significant improvement of these results following the change in regulation.
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Robuste Binnenkonjunktur kompensiert schwächere Exportdynamik
Konjunktur aktuell,
No. 5,
2015
Abstract
Trotz beträchtlicher Schwankungen auf den Währungs-, Kapital- und Rohstoffmärkten expandiert die Weltproduktion moderat und ohne große Schwankungen. Die USA und Großbritannien sind im Aufschwung, und der Euroraum erholt sich zögerlich. In China hat sich die Konjunktur nach einer ausgeprägten Schwächephase zu Beginn des Jahres 2015 wieder stabilisiert, während die Rezessionen in Russland und Brasilien anhalten. Beide großen Schwellenländer leiden an den starken Rückgängen der Preise für ihre Rohstoffexporte. Weltweit robust ist dagegen die Konjunktur in den Dienstleistungsbereichen.
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RLPC: Record Linkage Pre-Cleaning – Technical Documentation of Routines
Wilfried Ehrenfeld
IWH Technical Reports,
No. 2,
2015
Abstract
Übergeordnetes Ziel des Record-Linkage ist die Zusammenführung verschiedener Datensätze anhand eines eindeutigen Identifizierungsmerkmals. In den uns vorliegenden Fällen handelt es sich primär um Unternehmensdatensätze aus Datenbanken mit Unternehmensmerkmalen (z. B. BvD Amadeus/Dafne), Patentdatensätze (z. B. Patstat oder DPMA) sowie Förderdatensätze (z. B. BMBF Förderkatalog). Diese Datensätze sollen über den Namen der Unternehmen verknüpft werden. Da in der Praxis Unternehmensnamen in verschiedenen Datenbasen uneinheitlich geschrieben werden – beispielsweise die Unternehmensform – ist eine Harmonisierung und Standardisierung notwendig.
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Research Explorer – Technical Documentation of Routines
Wilfried Ehrenfeld
IWH Technical Reports,
No. 3,
2015
Abstract
Der Research Explorer ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) zur Verfügung gestelltes Verzeichnis von Instituten an deutschen Hochschulen sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Er steht kostenlos zum Download bereit und umfasst ca. 23.000 Einträge. Uns liegen zwei verschiedene Abzüge dieses Verzeichnisses vor, die sich jedoch in Abdeckung und Tiefe unterscheiden. Die eine Version umfasst 1712 Einträge, die andere über 22.000.
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RegDemo: Preparation and Merger of Actor Data – Technical Documentation of Routines and Datasets
Wilfried Ehrenfeld
IWH Technical Reports,
No. 1,
2015
Abstract
Übergeordnetes Ziel der hier vorgestellten Routinen ist die Abbildung von Kooperationsbeziehungen von Unternehmen, Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtung sowie sonstiger Institutionen auf drei Ebenen von Innovationstätigkeit (Verbundprojekte; Publikationen; Patente). Dazu werden a) die drei innovationsbezogenen Datenbanken (Förderkatalog; Web of Knowledge; DPMA Patente) vereinheitlicht und zusammengeführt sowie b) diese kombinierten Datenbestände mittels Record-Linkage-Techniken mit den Daten aus den Institutionendatensätzen Amadeus und Research Explorer verknüpft. Die Zusammenführung erstreckt sich für dieses Projekt auf die sechs Fallregionen, die in RegDemo vorgesehen sind. Die Abgrenzung erfolgt anhand von Raumordnungsregionen: 501 - Aachen; 513 - Siegen; 602 - Nordhessen (= „Kassel“); 1302 – Mittleres Mecklenburg/Rostock (= „Rostock“); 1401 - Oberes Elbtal/Osterzgebirge (= „Dresden“); 1504 - Magdeburg.
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Sign Restrictions, Structural Vector Autoregressions, and Useful Prior Information
Christiane Baumeister, James D. Hamilton
Econometrica,
Vol. 83 (5),
2015
Abstract
This paper makes the following original contributions to the literature. (i) We develop a simpler analytical characterization and numerical algorithm for Bayesian inference in structural vector autoregressions (VARs) that can be used for models that are overidentified, just‐identified, or underidentified. (ii) We analyze the asymptotic properties of Bayesian inference and show that in the underidentified case, the asymptotic posterior distribution of contemporaneous coefficients in an n‐variable VAR is confined to the set of values that orthogonalize the population variance–covariance matrix of ordinary least squares residuals, with the height of the posterior proportional to the height of the prior at any point within that set. For example, in a bivariate VAR for supply and demand identified solely by sign restrictions, if the population correlation between the VAR residuals is positive, then even if one has available an infinite sample of data, any inference about the demand elasticity is coming exclusively from the prior distribution. (iii) We provide analytical characterizations of the informative prior distributions for impulse‐response functions that are implicit in the traditional sign‐restriction approach to VARs, and we note, as a special case of result (ii), that the influence of these priors does not vanish asymptotically. (iv) We illustrate how Bayesian inference with informative priors can be both a strict generalization and an unambiguous improvement over frequentist inference in just‐identified models. (v) We propose that researchers need to explicitly acknowledge and defend the role of prior beliefs in influencing structural conclusions and we illustrate how this could be done using a simple model of the U.S. labor market.
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IWH-Konjunkturbarometer Ostdeutschland: Konjunktureller Gleichklang im zweiten Quartal zwischen Ost und West
Udo Ludwig, Franziska Exß
Konjunktur aktuell,
No. 4,
2015
Abstract
Gestützt auf eine wieder erstarkende Industrie und eine Beschleunigung des Leistungszuwachses bei den „klassischen“ Dienstleistern Handel, Verkehr und Kommunikation hat das ostdeutsche Bruttoinlandsprodukt – saisonbereinigt nach dem Berliner Verfahren – im zweiten Quartal 2015 um 0,5% gegenüber dem ersten Quartal zugelegt. Die konjunkturelle Dynamik entsprach damit der Entwicklung in den Alten Bundesländern. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum betrug der Zuwachs 1,2%. Bezogen auf das erste Halbjahr blieb der Produktionsanstieg mit 0,9% gegenüber dem Westen um einen halben Prozentpunkt zurück.
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Einlagensicherungssysteme erhöhen das moralische Risiko von Banken
Annika Bacher, Felix Noth
Wirtschaft im Wandel,
No. 4,
2015
Abstract
Einlagensicherungsmechanismen sind Bestandteil vieler Finanzsysteme und sollen in Krisenzeiten einen Ansturm der Sparer auf Banken und daraus resultierende Ansteckungseffekte verhindern. Jedoch bergen Sicherungssysteme zusätzliche Risikoanreize für Kreditinstitute, da eine solche Versicherung die Überwachungsanreize der Einlagengeber reduziert. Im Zuge der Finanzkrise von 2007 bis 2009 ist es in vielen Ländern zu Reformen hinsichtlich der Einlagensicherungssysteme gekommen. Dieser Artikel diskutiert die jüngste Anhebung der Einlagensicherungsgrenze in den USA von 100 000 auf 250 000 US-Dollar aus dem Jahr 2008 vor dem Hintergrund eines aktuellen Forschungsbeitrags. Dieser zeigt deutlich, dass durch die Erhöhung der Einlagensicherung in den USA das Risiko der Banken, die von der Erhöhung besonders profitierten, deutlich gestiegen ist, und gibt damit Hinweise auf den bekannten Zielkonflikt von Einlagensicherungssystemen: kurzfristige Stabilisierung während einer Krise gegenüber langfristigen Risikoanreizen für Banken.
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