Investor Rationality and House Price Bubbles: The Case of Berlin and the German Reunification
Oliver Holtemöller, R. Schulz
German Economic Review,
2010
Abstract
We analyze the behavior of investors in the Berlin rental apartment house market over the years 1980–2004. Using constant-quality multipliers (price–rent ratios), we reject the hypothesis that multipliers in the market were set in a rational manner. Supported by narrative evidence, we conjecture that investors misjudged the economic effects of the German reunification. To examine this, we employ a stylized structural economic model and analyze the effects of shocks on rational multipliers. It seems that investors confused the reunification with a permanent supply side shock to the economy. By basing their investment decisions on this misjudgement, investors behaved irrationally, but in a very uncertain and unprecedented environment.
Read article
Why are East Germans not More Mobile? Analyzing the Impact of Social Ties on Regional Migration
Peter Bönisch, Lutz Schneider
Abstract
Individuals’ preferences in transition regions are still shaped by the former communist system. We test this ‘Communism legacy’ hypothesis by examining the impact of acculturation in a communist regime on social network participation and, as a consequence, on preferences for spatial mobility. We focus on the paradigmatic case of East Germany where mobility intentions seem to be substantially weaker than in the western part. Applying an IV ordered probit approach we firstly find that East German people acculturated in a Communist system are more invested in locally bounded informal social capital than West Germans. Secondly, we confirm that membership in such locally bounded social networks reduces the intention to move away. Thirdly, after controlling for the social network effect the mobility gap between East and West substantially reduces. Low spatial mobility of the eastern population, we conclude, is to an important part attributable to a social capital endowment characteristic to post-communist economies.
Read article
Human Capital in a regional Comparison of East and West Germany: Catching up of the New Laender
Maike Irrek
Wirtschaft im Wandel,
No. 7,
2010
Abstract
Der Humankapitalbestand einer Region bestimmt nicht nur in entscheidendem Maße die gegenwärtige Leistungskraft ihrer Wirtschaft, sondern hat auch beträchtlichen Einfluss auf die zukünftigen produktiven Möglichkeiten, das heißt das Wachstum. Humankapital umfasst die Fähigkeiten und das personenspezifische Wissen der erwerbsfähigen Personen, welches einerseits zur Produktion von Gütern und Dienstleistungen und andererseits zu deren Weiter- bzw. Neuentwicklung benötigt wird. Die öffentliche Diskussion über die wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands greift diesen essentiellen Zusammenhang auf, wenn sie die mittelfristige Entwicklung des Fachkräfteangebots oder die Forschungs- und Entwicklungsintensität der Unternehmen problematisiert. Zur Beurteilung der Situation auf der Aggregationsebene der Neuen sucht werden, den Humankapitalbestand und seine Entwicklung im Zeitverlauf sowie im Vergleich zu Westdeutschland zu schätzen. Das durchschnittliche Humankapital der Erwerbstätigen und des Erwerbspersonenpotenzials wird mit Hilfe des Lohneinkommens für Ost- und Westdeutschland getrennt geschätzt. Im Ergebnis kann festgestellt werden, dass das durchschnittliche Humankapital der Erwerbstätigen von 1995 bis 2004 in Ostdeutschland leicht und in Westdeutschland kaum gestiegen ist, sodass von einem leichten Aufholprozess gesprochen werden kann, der jedoch noch nicht zur Angleichung geführt hat.
Read article
FDI and Domestic Investment: An Industry-level View
C. Arndt, Claudia M. Buch, Monika Schnitzer
B.E. Journal of Economic Analysis and Policy,
2010
Abstract
Previous empirical work on the link between domestic and foreign investment has provided mixed results. This may partly be due to the level of aggregation of the data. In this paper, we argue that the impact of FDI on the domestic capital stock depends on the structure of industries. Using industry-level data on the stock of German FDI, we test our predictions. We use panel cointegration methods which address the potential endogeneity of FDI. We find evidence for a positive long-run impact of FDI on the domestic capital stock.
Read article
FDI and the National Innovation System - Evidence from Central and Eastern Europe
Jutta Günther, Björn Jindra, Johannes Stephan
D. Dyker (ed.), Network Dynamics in Emerging Regions of Europe, Imperial College Press,
2010
Abstract
The paper investigates strategic motives, technological activities and determinants of foreign investment enterprises’ embeddedness in post-transition economies (Eastern Germany and selected Central East European countries). The empirical study makes use of the IWH FDI micro database. Results of the descriptive analysis of investment motives show that market access dominates over efficiency seeking and other motives. The majority of investors are technologically active in the region as a whole, but countries differ in terms of performance. The probit model estimations show that firm specific characteristics, among them innovativeness and autonomy from parent company, are important determinants of foreign investment enterprises’ embeddedness.
Read article
The Attractiveness of East Germany as Investment Location for Multinational Enterprises (MNEs)
Andrea Gauselmann, Björn Jindra
Wirtschaft im Wandel,
No. 6,
2010
Abstract
Der vorliegende Beitrag betrachtet zum einen die grundlegenden Investitionsmotive multinationaler Investoren in Ostdeutschland. Zum anderen wird
untersucht, wie diese Investoren die Qualität ausgewählter Standortfaktoren in den Neuen Ländern bewerten. Im Gegensatz zu bisherigen Studien wird die Heterogenität multinationaler Unternehmen in der Analyse eingehend berücksichtigt. Die Untersuchung basiert auf der dritten Befragungswelle der IWH-FDI-Mikrodatenbank aus dem Jahr 2009, die eine repräsentative und umfangreiche Stichprobe multinationaler Investoren in der ostdeutschen Wirtschaft bietet. Die Ergebnisse belegen einen Paradigmenwechsel in der relativen Bedeutung grundlegender Investitionsmotive im Laufe der Transformation in den Neuen Ländern. Seit Mitte der 1990er Jahre ziehen sie verstärkt Investoren an, die auf die Produktdiversifikation oder technologische Vorteile abzielen, statt primär auf Kostenvorteile bei den Produktionsfaktoren oder die Ausdehnung ihrer bestehenden Produktion zu setzen. Dabei unterscheidet sich die Bedeutung der Investitionsmotive in Abhängigkeit vom Herkunftsland, der Art des Markteintritts und dem Wirtschaftszweig des multinationalen Investors. Was die Bewertung der gegebenen Standortfaktoren aus Sicht der Investoren betrifft, so schneidet die Qualität des soziokulturellen Umfelds am besten ab, gefolgt von Faktoren im Zusammenhang mit dem Potenzial für technologische Kooperationen, dem Angebot an Arbeitskräften sowie der Verfügbarkeit staatlicher Förderung. Auch in der Bewertung der Standortfaktoren zeigt sich, dass signifikante Unterschiede in Abhängigkeit vom Herkunftsland, aber auch je nach dem vorrangigen Investitionsmotiv des Investors bestehen. Abschließend identifiziert der Beitrag politischen Handlungsbedarf auf den Feldern Fachkräfteangebot sowie Technologie- und Investitionsförderung, um den Wirtschaftsstandort Neue Länder nachhaltig zu sichern.
Read article
Aktuelle Trends: IWH-Konjunkturbarometer Ostdeutschland
Udo Ludwig, Franziska Exß
Wirtschaft im Wandel,
No. 6,
2010
Abstract
Das kräftige Aufbäumen der Konjunktur im letzten Quartal des Krisenjahres 2009 war von kurzer Dauer. Erst im Frühjahr 2010 hat die ostdeutsche Wirtschaft wieder Fahrt aufgenommen. In den ersten Monaten dieses Jahres stagnierte die gesamtwirtschaftliche Produktion in Ostdeutschland. Das Bruttoinlandsprodukt ist nach Berechnung des IWH sogar mit −0,1% leicht gesunken. Ausschlaggebend waren die witterungsbedingten Ausfälle in der Bauwirtschaft, die Umsatzrückgänge des Handels infolge der sinkenden Verkäufe von Kraftfahrzeugen und die andauernde Konsolidierung im Personalbereich des öffentlichen Dienstes.
Read article
Urban Development by Protecting Historic Buildings? An Analysis of Incentives and Regulations in Heritage Conservation
Peter Franz
Wirtschaft im Wandel,
No. 6,
2010
Abstract
Für die Stadtentwicklung in Ostdeutschland spielen die Regularien des Denkmalschutzes eine hervorgehobene Rolle. Zahlreiche Städte verfügen noch über ein stadtbildprägendes bauliches kulturelles Erbe. Als Reaktion auf den in der DDR-Zeit vorangeschrittenen Verfall dieser historischen Bausubstanz sind in den Neuen Ländern vergleichsweise rigide Denkmalschutzgesetze erlassen worden. Zusätzlich wurde im Jahr 1991 das Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ speziell für die ostdeutschen Städte ins Leben gerufen. In vielen Städten haben Denkmalschutzaktivitäten zu attraktiven Stadtzentren geführt. Auf der anderen Seite mehren sich die Anzeichen, dass eine „überzogene“ Denkmalschutzpolitik einen Hemmfaktor für die Stadtentwicklung bilden kann. Zum Auftakt dieses neu in den Fokus genommenen Forschungsthemas wird in dem Beitrag das Konzept eines ökonomischen Zugangs zum Thema des Denkmalschutzes dargelegt. Darüber hinaus erfolgt eine systematisierende Analyse dieses Politikfeldes im Hinblick auf die verschiedenen involvierten politischen Ebenen, Akteure und Regulierungen. Die Finanzierung des Denkmalschutzes, seine verschiedenen Instrumente und erkennbare nicht intendierte Effekte bilden weitere Schwerpunkte der Analyse. Die Befunde zeigen, dass in den Neuen Ländern ein höherer Anteil an Gebäuden unter Denkmalschutz steht und dass pro Kopf mehr öffentliche Mittel in den Denkmalschutz fließen als in Westdeutschland. Allerdings erweist es sich als sehr schwierig, festzustellen, wann ein optimaler oder zumindest ausreichender Stand des Denkmalschutzes in einer Stadt erreicht worden ist. Die Suche nach entsprechenden Indikatoren impliziert weiteren Forschungsbedarf.
Read article
Challenges for Future Regional Policy in East Germany. Does East Germany really show Characteristics of Mezzogiorno?
Mirko Titze
A. Kuklinski; E. Malak-Petlicka; P. Zuber (eds), Souther Italy – Eastern Germany – Eastern Poland. The Triple Mezzogiorno? Ministry of Regional Development,
2010
Abstract
Despite extensive government support the gap between East and West Germany has still not been successfully closed nearly 20 years post German unification. Hence, some economists tend to compare East Germany with Mezzogiorno – underdeveloped Southern Italy. East Germany is still subject to sever structural problems in comparison to West Germany: lower per capita income, lower productivity, higher unemployment rates, fewer firm headquarters and fewer innovation activities. There are East German regions with less than desirable rates of development. Nevertheless, the new federal states have shown some evidence of a convergence process. Some regions have developed very positively – they have improved their competitiveness and employment levels. As such, the comparison of East Germany with Mezzogiorno does not seem applicable today.
According to Neoclassical Growth Theory, regional policy is targeted enhancing investment (hereafter the notion ‘investment policy’ is used). has been the most important instrument in forcing the ‘reconstruction of the East’. Overall, the investment policy is seen as having been successful. It is not, however, the only factor influencing regional development – political policy makers noted in the mid 1990s that research and development (R&D) activities and regional concentrated production networks, amongst other factors, may also play a part. The investment policy instrument has therefore been adjusted. Nevertheless, it cannot be excluded that investment policy may fail in particular cases because it contains potentially conflicting targets. A ‘better road’ for future regional policy may lie in the support of regional production and innovation networks – the so-called industrial clusters. These clusters would need to be exactingly identified however to ensure effective and efficient cluster policies.
Read article
Taxing Banks: Do it properly or not at all
Ulrich Blum, Diemo Dietrich
Wirtschaft im Wandel,
No. 5,
2010
Abstract
Eine Abgabe der Banken zugunsten eines gemeinsamen Sicherungsfonds ist gegenwärtig Gegenstand intensiver politischer Diskussionen. Die derzeit geplante Ausgestaltung wird kein Bollwerk gegen systemische Finanzkrisen aufbauen können. Besser wäre es, mit den Einnahmen aus der Bankenabgabe die Staatsschuld zu verringern. Dies würde an den Finanzmärkten zu einem geringeren Risikoaufschlag für Anleihen des Staates führen und damit dessen Fähigkeit verbessern, auch in der Zukunft unter den Bedingungen systemischer Krisen die Wirtschaft zu stabilisieren. Alles andere liefe nur auf eine Eigenkapitalvernichtung bei den Banken und damit auf eine Verzögerung des wirtschaftlichen Aufschwungs hinaus.
Read article