Datenbedarfe für ein Monitoring des Förderprozesses der Kapitel-1-Maßnahmen des Investitionsgesetzes Kohleregion (InvKG). Handbuch B
Matthias Brachert, Alexander Giebler, Mirko Titze
IWH Technical Reports,
No. 2,
2023
Abstract
Die vorliegende Expertise verfolgte das Ziel, Datenbedarfe für die Evaluierung der Kapitel-1-Maßnahmen des InvKG abzuleiten. Die Evaluierung und die daraus entstehenden Datenbedarfe müssen sich in ein theoretisches Modell der ökonomischen Literatur zur Wirkung von Politikmaßnahmen einordnen lassen. Bei den Kapitel-1-Maßnahmen handelt es sich im weitesten Sinne um Investitionen in wirtschaftsnahe Infrastrukturen. Charakteristisch für Infrastrukturen ist, dass sie durch mittlere Zeiträume der Planung und Errichtung auf der einen sowie lange Nutzungszeiträume auf der anderen Seite gekennzeichnet sind. Hinzu kommt, dass die Phasen der Planung/Errichtung und der Nutzung Aspekte von Marktmängeln berühren. In der Praxis unterliegt dieser Bereich daher einer umfassenden staatlichen Regulierung.
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Im Osten was Neues?
Strukturwandel in der Lausitz – eine Zwischenbilanz
Gunther Markwardt, Julia Rettig, Jan Schnellenbach, Mirko Titze
Begleitforschung Strukturwandel (BeForSt), Statusbericht II. BTU Cottbus/IWH,
2023
Abstract
In diesem Beitrag versuchen wir eine erste Zwischenbilanz des Strukturwandels in der Lausitz aufzustellen. Dabei geht es zunächst um eine Bestandsaufnahme. Die beiden Zielgrößen, die Politik und Öffentlichkeit vermutlich am meisten interessieren, sind die Zahl der Arbeitsplätze, die durch die bisher bewilligten Strukturwandelprojekte neu geschaffen werden, sowie deren räumliche Verteilung in der Region. Beides werden wir in einem kurzen Überblick darstellen. In einem zweiten Schritt werden wir eine Gesamtschau auf den Strukturwandel in der Region präsentieren, welche die Einbettung des Lausitzer Strukturwandels in breitere Entwicklungen berücksichtigt. Darauf aufbauend diskutieren wir für die einzelnen Produktionsfaktoren welche strategischen Empfehlungen auf der Basis der wissenschaftlichen Diskussion und des aktuellen Entwicklungsstandes in der Lausitz gegeben werden können.
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Subventionswettbewerb: Subventionen für Halbleiter?
Reint E. Gropp
Wirtschaftsdienst,
Vol. 103 (3),
2023
Abstract
Hochtechnologien gelten als die Branchen der Zukunft. Europa will hier nicht den Anschluss verlieren. Auch gegen Lieferengpässe und Produktionsengpässe durch gestörte Lieferketten will sich Europa besser wappnen. Mit dem „European Chips Act“ will die Europäische Kommission gemeinsam mit den Mitgliedstaaten mehr als 40 Mrd. Euro ausgeben, um die europäische Halbleiter-Produktion von gegenwärtig 10 % auf dann 20 % der globalen Produktion zu steigern. Halbleiter sind nicht nur in Gebrauchsgegenständen wie Handys, Laptops und Autos, sie sind auch unverzichtbar, wenn die grüne und digitale Wende gelingen soll. Photovoltaikanlagen, nachhaltige Produktion und E-Mobilität – all das braucht Computerchips. Der „European Chips Act“ ist daher die Antwort der EU auf den „Chips-Act“ der USA, der mehr als 50 Mrd. US-$ für Halbleiter vorsieht, um die Produktion zu sichern, zu modernisieren und auszubauen.
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Kommentar: Subventionen für Halbleiter?
Reint E. Gropp
Wirtschaft im Wandel,
No. 1,
2023
Abstract
Mit dem „European Chips Act“ will die EU mehr als 40 Mrd. Euro ausgeben, um bei systemwichtigen Technologien unabhängiger von China zu werden und im Subventionswettlauf mit den USA nicht zurückzufallen. Doch sowohl das geostrategische Argument als auch die Effizienz und Nachhaltigkeit der Subventionen sind fragwürdig.
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Im Osten was Neues?
Strukturwandel in der Lausitz – eine Zwischenbilanz
Gunther Markwardt, Julia Rettig, Jan Schnellenbach, Mirko Titze, Stefan Zundel
Begleitforschung Strukturwandel (BeForSt), Policy Brief II. BTU Cottbus/IWH,
2023
Abstract
Am 14. August 2020 trat das Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen in Kraft. Mit dem Gesetz wurde anlassbezogen ein neuer Baustein in der Regionalpolitik geschaffen. In diesem Beitrag ziehen wir, gut zweieinhalb Jahre nach dem Startschuss, eine Zwischenbilanz des Strukturwandels in der Lausitz. Dabei geht es zunächst um eine kurze Bestandsaufnahme der Zielgrößen, die im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung stehen: die Zahl der Arbeitsplätze, die durch die bisher bewilligten Strukturwandelprojekte neu geschaffen werden, sowie die Verwendung und die räumliche Verteilung der Strukturstärkungsmittel in der Region.
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The Effect of Firm Subsidies on Credit Markets
Aleksandr Kazakov, Michael Koetter, Mirko Titze, Lena Tonzer
IWH Discussion Papers,
No. 24,
2022
Abstract
We use granular project-level information for the largest regional economic development program in German history to study whether government subsidies to firms affect the quantity and quality of bank lending. We combine the universe of recipient firms under the Improvement of Regional Economic Structures program (GRW) with their local banks during 1998-2019. The modalities of GRW subsidies to firms are determined at the EU level. Therefore, we use it to identify bank outcomes. Banks with relationships to more subsidized firms exhibit higher lending volumes without any significant differences in bank stability. Subsidized firms, in turn, borrow more indicating that banks facilitate regional economic development policies.
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Firm Subsidies, Financial Intermediation, and Bank Risk
Aleksandr Kazakov, Michael Koetter, Mirko Titze, Lena Tonzer
Abstract
We study whether government subsidies can stimulate bank funding of marginal investment projects and the associated effect on financial stability. We do so by exploiting granular project-level information for the largest regional economic development programme in Germany since 1997: the Improvement of Regional Economic Structures programme (GRW). By combining the universe of subsidised firms to virtually all German local banks over the period 1998-2019, we test whether this large-scale transfer programme destabilised regional credit markets. Because GRW subsidies to firms are destabilised at the EU level, we can use it as an exogenous shock to identify bank responses. On average, firm subsidies do not affect bank lending, but reduce banks’ distance to default. Average effects conflate important bank-level heterogeneity though. Conditional on various bank traits, we show that well capitalised banks with more industry experience expand lending when being exposed to subsidised firms without exhibiting more risky financial profiles. Our results thus indicate that stable banks can act as an important facilitator of regional economic development policies. Against the backdrop of pervasive transfer payments to mitigate Covid-19 losses and in light of far-reaching transformation policies required to green the economy, our study bears important implications as to whether and which banks to incorporate into the design of transfer Programmes.
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Aktuelle Trends: Weniger Gewerbeabmeldungen seit Beginn der Pandemie
Steffen Müller
Wirtschaft im Wandel,
No. 4,
2021
Abstract
Insolvente Unternehmen sind zahlungsunfähig oder überschuldet und werden in den allermeisten Fällen geschlossen. Dagegen wird ein Gewerbe nicht nur bei der Insolvenz eines Betriebes abgemeldet, sondern z. B. auch, wenn ein Weiterbetrieb nicht lohnend erscheint. Somit sollte sich die gegenwärtige Corona-Krise auch in einer höheren Zahl an Gewerbeabmeldungen spiegeln.
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Monitoring, Evaluierung und wissenschaftliche Begleitung des Strukturwandels in der Lausitz
Mirko Titze, Stefan Zundel
Begleitforschung Strukturwandel (BeForSt), Policy Brief I. BTU Cottbus/IWH,
2021
Abstract
Gegenstand des Begleitforschungsvorhabens ist das Monitoring, die Evaluierung und die wissenschaftliche Begleitung des Strukturwandels in der (brandenburgischen) Lausitz, der sich durch den Ausstieg aus der Braunkohleförderung und -verstromung ergibt. Das Vorhaben verfolgt zwei Anliegen. Erstens widmet sich das Vorhaben den Wirkungen der Fördermaßnahmen des Strukturstärkungsgesetzes, mit denen der Bund und die Länder die ökonomischen und gesellschaftlichen Folgen, die sich für diese Regionen ergeben, bewältigen wollen. Es beschreibt zweitens die aktuelle wirtschaftliche Situation und ihre Entwicklung in den vom Kohleausstieg betroffenen Regionen, da diese nicht nur von strukturpolitischen Maßnahmen, sondern auch von endogenen Entwicklungen, wie etwa der Demografie oder globalen Trends, wie z. B. der Decarbonisierung weiterer Industrien und der Digitalisierung, abhängig ist. Beide Anliegen bedürfen eines umfangreichen Indikatorensystems, das in diesem Vorhaben grundlegend entwickelt werden soll. Hier geht es vor allem darum, bereits vorhandene Daten intelligent zu verknüpfen und nur dort, wo es nicht anders möglich ist, neue Daten effektiv und effizient zu erheben.Das Vorhaben hat vorerst eine Laufzeit von einem Jahr mit der Option der Verlängerung. Es wird durchgeführt von der Brandenburgischen Technischen Universität in Kooperation mit dem Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).
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Die Deutsche Wirtschaft in der Pandemie
Eva Dettmann, André Diegmann, Ute Leber, Matthias Mertens, Steffen Müller, Verena Plümpe, Barbara Schwengler
IAB-Forschungsbericht,
2021
Abstract
Der Ausbruch der Corona-Pandemie zu Beginn des Jahres 2020 beendete die längste Wachstumsphase der Wirtschaft im wiedervereinten Deutschland. Schon die erste Welle der Corona-Krise bedeutet einen großen Einschnitt in die Geschäftstätigkeit vieler Betriebe in Deutschland, etwa zwei Drittel aller Betriebe in West- und Ostdeutschland sind zum Befragungszeitpunkt, d.h. zwischen Juni und Oktober 2020, von negativen Auswirkungen der Pandemie oder den Maßnahmen zu ihrer Eindämmung betroffen. Den Rückgang der Nachfrage bezeichnen 85 Prozent und damit mit Abstand die meisten Betriebe in Deutschland als problematisch. Behördlich angeordnete Schließungen wirkten sich auf die Geschäftstätigkeit etwa eines Drittels der Betriebe negativ aus. Vor allem betroffene kleine (neun Prozent) und Kleinstbetriebe (zwölf Prozent) sehen sich in ihrer Existenz bedroht.
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