14.10.2020 • 22/2020
Economic slump in East Germany not as severe as in Germany as a whole ‒ Implications of the Joint Economic Forecast and new data for East Germany
The German economy started recovering quickly after the drastic pandemic-related slump in spring 2020. The recovery, however, loses much of its momentum in the second half of the year. The Joint Economic Forecast predicts that production levels seen before the crisis will not be reached again until the second half of 2021. In principle, the East German economy is following this pattern, although the economic slump is likely to be somewhat milder.
Oliver Holtemöller
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Firm Wage Premia, Industrial Relations, and Rent Sharing in Germany
Boris Hirsch, Steffen Müller
ILR Review,
Vol. 73 (5),
2020
Abstract
The authors use three distinct methods to investigate the influence of industrial relations on firm wage premia in Germany. First, ordinary least squares (OLS) regressions for the firm effects from a two-way fixed-effects decomposition of workers’ wages reveal that average premia are larger in firms bound by collective agreements and in firms with a works council, holding constant firm performance. Next, recentered influence function (RIF) regressions show that premia are less dispersed among covered firms but more dispersed among firms with a works council. Finally, in an Oaxaca–Blinder decomposition, the authors find that decreasing bargaining coverage is the only factor they consider that contributes to the marked rise in premia dispersion over time.
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Zwischenbetriebliche Lohnunterschiede, Mitbestimmung und Tarifverträge
Steffen Müller
Wirtschaft im Wandel,
No. 2,
2020
Abstract
Niedriglohnsektor und steigende Lohnungleichheit sind seit langem dominierende Themen am Arbeitsmarkt. Dieser Artikel legt nahe, dass die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer von der Existenz von Betriebsräten und Tarifverträgen abhängt und dass sich vor allem betriebliche Mitbestimmung positiv auf Löhne auswirkt. Während Mitbestimmung die zwischenbetriebliche Lohnungleichheit erhöht, wird sie durch Tarifverträge reduziert.
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Wissens- und Technologietransfer und wissensbasierte Wirtschaftsentwicklung — ein Weg zur Förderung des wirtschaftlichen Aufholprozesses in Ostdeutschland?
Franz Barjak
Contribution to IWH Volume,
Festschrift für Gerhard Heimpold, IWH
2020
Abstract
Der wirtschaftliche Transformations- und Aufholprozess in Ostdeutschland seit 1990 hat sich gemäß verschiedenen Analysen und Publikationen nicht zuletzt des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle in einer deutlichen Steigerung der Arbeitsproduktivität niedergeschlagen: Während in Ostdeutschland 1991 nur rund 45% des Bruttoinlandsprodukts Westdeutschlands pro Erwerbstätigen erwirtschaftet wurden, so stieg dieser Wert bis 2018 auf 83%. Die Erklärungen für diese noch immer bestehende ostdeutsche „Produktivitätslücke“ sind multifaktoriell und werden etwa in fehlenden Headquarterfunktionen, der Betriebsstruktur mit wenigen Großbetrieben, der auf Arbeitsplätze fokussierten Investitionsförderung, siedlungsstrukturellen Unterschieden, einem zunehmenden Fachkräftemangel und nicht zuletzt niedrigeren Preisen für in Ostdeutschland produzierte Güter und Dienstleistungen gesucht. Folglich braucht es auch in vielen Wirtschafts- und Lebensbereichen und auf allen Ebenen Strategien und Maßnahmen. Während eine Angleichung der Unternehmensstrukturen hinsichtlich Branchen, Größenstrukturen oder Funktionen, wie etwa der Durchführung von Forschung und Entwicklung (FuE) in Ostdeutschland, sowohl mittels Unternehmensverlagerungen als auch Neugründungen von Unternehmen als Maßnahmen mit langfristiger Wirkung betrachtet werden, wurde und wird große Hoffnung in den öffentlichen Bildungs- und Forschungssektor und seinen Beitrag zu einer wissens- und technologiegestützten Entwicklung gesetzt.
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Die Entfaltung einer Marktwirtschaft – Die ostdeutsche Wirtschaft fünf Jahre nach der Währungsunion
Rüdiger Pohl
Contribution to IWH Volume,
Festschrift für Gerhard Heimpold, IWH
2020
Abstract
Die Öffnung der Mauer am 9. November 1989, die Einführung der Deutschen Mark (DM) in der DDR zum 1. Juli 1990, die Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990: Diese drei Daten markieren vor dem Hintergrund des Zusammenbruchs des Sozialismus in Osteuropa eine historische Umwälzung, die nicht nur die politischen Verhältnisse in Deutschland grundlegend verändert hat, sondern auch eine neue deutsche Volkswirtschaft hervorbringen sollte. Das marktwirtschaftliche System, in dessen Ordnungsrahmen der Westen des Landes zu Wohlstand gekommen ist, würde nun – so waren die Erwartungen – auch im Osten des Landes eine dynamische Wirtschaftsentwicklung einleiten und die Mangel des sozialistischen Systems der DDR vergessen machen. Die Erwartungen waren hoch, ja euphorisch. Durch die Aufhebung aller Einfuhrbeschränkungen und die Ausstattung der DDR-Bürger mit konvertibler DM wurden lange aufgestaute Konsumwünsche rasch erfüllbar. Weil nicht mehr wie zuvor chronische Materialengpässe immer wieder Produktionsstillstand verursachen würden, konnte ein sprunghafter Effizienzzuwachs in der Produktion erwartet werden. Das Unternehmertum, in der DDR systematisch eingeengt und bis zur volkswirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit reduziert, würde sich entfalten und für Arbeitsplätze und steigende Einkommen sorgen. Angesichts des Nachholbedarfs an Modernisierung im Maschinenpark und in der Infrastruktur versprachen Investitionen im Osten eine hohe Rentabilität; das musste einen reichlichen Zustrom auswärtigen Kapitals auslösen. Zwar würde der Übergang vom Sozialismus zur Marktwirtschaft auch Lasten verursachen, aber nach verbreiteter Auffassung war nur eine „Anschubfinanzierung“ als finanzielle Unterstützung für den Osten durch den Westen nötig. Skeptische Stimmen, die in Ostdeutschland keine signifikanten Standortvorteile entdecken konnten und deswegen einen schmerzhaften Transformationsprozess erwarteten, gab es auch, doch wollte ihnen kaum jemand Gehör schenken. Zu sehr waren die Hoffnungen auf wirtschaftlichen Wohlstand ausgerichtet; die Befreiung von jahrzehntelanger staatlicher Bevormundung und Einschränkung stärkte die Einschätzung, dass das Erhoffte mit entsprechender Anstrengung auch erreichbar ist. Der „Aufholprozess“ – der Abbau des Einkommensrückstandes gegenüber Westdeutschland – schien nur eine Angelegenheit von wenigen Jahren zu sein.
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Mikrofundierte makroökonomische Resultate der ostdeutschen Transformationswirtschaft
Udo Ludwig
Contribution to IWH Volume,
Festschrift für Gerhard Heimpold, IWH
2020
Abstract
Mit zunehmend zeitlichem Abstand seit der Wiederentstehung eines vereinten Deutschlands schwindet im Alltag das Wissen und in Forschung und Lehre das Verständnis der bewegenden Kräfte um dieses historisch einmalige und bis in die Gegenwart nachwirkende Ereignis. Die Zeitzeugen und die Mitgestalter der damit verbundenen Transformation einer Zentralplanwirtschaft verlassen altersbedingt die Bühne, und die nachrückenden Generationen wenden sich anderen Herausforderungen zu. Denn heute stehen erneut, aber ganz anders geartete Transformationsprozesse auf der Tagesordnung: Gefragt sind Antworten auf den Klimawandel, den Ausstieg aus der Energiegewinnung durch fossile Brennstoffe, die Digitalisierung der Produktions- und Verbrauchsprozesse, die Verkehrswende und anderes. Schnell wird dann die Transformation einer ganzen Wirtschaftsordnung von der Agenda verdrängt, und die systemischen Zusammenhänge sowie das Verständnis der längerfristigen Folgen dieses historischen Wendepunktes für Deutschland treten in den Hintergrund und geben den Platz frei für oberflächliche Vereinfachungen. Der Systemwechsel verschwindet im sprachlichen Alltag hinter Schlagworten wie “Wende” und Ost-West-Vergleiche, in denen historische Bruchstellen geglättet bzw. sozioökonomische Inhalte durch die Projektion auf Himmelsrichtungen ersetzt werden. Selbstverständlichkeiten aus der Zeit des Umbruchs gehen unter oder werden durch Halbwahrheiten verzerrt wiedergegeben.
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Cross-country Evidence on the Relationship between Regulations and the Development of the Life Insurance Sector
Chrysovalantis Gaganis, Iftekhar Hasan, Fotios Pasiouras
Economic Modelling,
Vol. 89 (July),
2020
Abstract
Using a global sample, this study sketches the impact of insurance regulations on the life insurance sector, revealing a significant negative association between supervisory control on policy conditions of life annuities as well as pension products and the development of the industry. A similar inverse relation is observed between the index of capital requirements and insurance development. These results hold when we control for demographic factors, economic factors, religious inclination, culture, as well as for other relevant regulations. We also find some evidence that while the overall supervisory power does not matter, the ability to intervene at an early stage could have a positive effect on insurance development. Additionally, the impact of some regulations appears to differ between advanced and developing countries.
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06.07.2020 • 13/2020
IWH issues warning of a new banking crisis
The coronavirus recession could mean the end for dozens of banks across Germany – even if Germany survives the economic crisis relatively unscathed. An analysis by the Halle Institute for Economic Research (IWH) shows that many savings banks and cooperative banks are particularly at risk. Loans worth hundreds of billions of euros are on the balance sheets of the financial institutions concerned. IWH President Gropp warns of a potentially high additional burden for the already weakened real economy.
Reint E. Gropp
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Drilling and Debt
Erik P. Gilje, Elena Loutskina, Daniel Murphy
Journal of Finance,
Vol. 75 (3),
2020
Abstract
This paper documents a previously unrecognized debt‐related investment distortion. Using detailed project‐level data for 69 firms in the oil and gas industry, we find that highly levered firms pull forward investment, completing projects early at the expense of long‐run project returns and project value. This behavior is particularly pronounced prior to debt renegotiations. We test several channels that could explain this behavior and find evidence consistent with equity holders sacrificing long‐run project returns to enhance collateral values and, by extension, mitigate lending frictions at debt renegotiations.
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Comparing Financial Transparency between For-profit and Nonprofit Suppliers of Public Goods: Evidence from Microfinance
John W. Goodell, Abhinav Goyal, Iftekhar Hasan
Journal of International Financial Markets, Institutions and Money,
Vol. 64 (January),
2020
Abstract
Previous research finds market financing is favored over relationship financing in environments of better governance, since the transaction costs to investors of vetting asymmetric information are thereby reduced. For industries supplying public goods, for-profits rely on market financing, while nonprofits rely on relationships with donors. This suggests that for-profits will be more inclined than nonprofits to improve financial transparency. We examine the impact of for-profit versus nonprofit status on the financial transparency of firms engaged with supplying public goods. There are relatively few industries that have large number of both for-profit and nonprofit firms across countries. However, the microfinance industry provides the opportunity of a large number of both for-profit and nonprofit firms in relatively equal numbers, across a wide array of countries. Consistent with our prediction, we find that financial transparency is positively associated with a for-profit status. Results will be of broad interest both to scholars interested in the roles of transparency and transaction costs on market versus relational financing; as well as to policy makers interested in the impact of for-profit on the supply of public goods, and on the microfinance industry in particular.
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