Energiepreisschock überlagert Fiskalimpuls – Wachstumskräfte versiegen
Geraldine Dany-Knedlik, Oliver Holtemöller, Stefan Kooths, Torsten Schmidt, Timo Wollmershäuser
Wirtschaftsdienst,
Vol. 106 (4),
2026
Abstract
Nach einem mehrjährigen Abschwung hat im Verlauf des vergangenen Jahres eine Erholung in Deutschland eingesetzt. Während die exportorientierte Industrie angesichts weiter abnehmender Wettbewerbsfähigkeit, hoher geopolitischer Unsicherheit und handelspolitischer Belastungen kaum Tritt fasste, wurde die Erholung maßgeblich von der Binnenwirtschaft getragen. Der Energiepreisschock, der durch den Iran-Krieg ausgelöst wurde, dämpft die Erholung, dürfte sie aber nicht vollständig zum Erliegen bringen. Dafür sorgt der erheblich expansive Kurs der Finanzpolitik, der vor allem Unternehmen der Verteidigungsindustrie und des Tiefbaus stützt. Im Großteil des Verarbeitenden Gewerbes bleibt die Lage jedoch verhalten. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 0,6 % und im Jahr 2027 um 0,9 % zunehmen, nachdem die Wirtschaftsleistung im Vorjahr mit einem Anstieg von 0,2 % kaum mehr als stagniert hat. Im Vergleich zum Herbstgutachten 2025 haben die an der Gemeinschaftsdiagnose beteiligten Institute damit ihre Prognose für das laufende Jahr deutlich um 0,6 Prozentpunkte und für das kommende Jahr um 0,4 Prozentpunkte nach unten korrigiert.
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08.04.2026 • 11/2026
Neue Datenbank zu Kohlemilliarden: IWH macht Einsatz der Fördermittel transparent
Mit 41,09 Milliarden Euro will der Bund den Regionen helfen, die vom Kohleausstieg betroffen sind. Wie das Geld verwendet wird, zeigt ab sofort eine öffentlich zugängliche Datenbank des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Alle Interessierten können das Online-Angebot kostenfrei nutzen.
Mirko Titze
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01.04.2026 • 10/2026
Economic growth in East Germany slightly higher than in the West – Implications of the Joint Economic Forecast Spring 2026 and of new data for the East German economy
In 2025, the East German economy expanded by 0.4%, somewhat more than Germany as a whole (0.2%). For 2026, the Halle Institute for Economic Research (IWH) expects growth of 0.7% for East Germany (Germany: 0.6%). The unemployment rate is likely to amount to 7.9% in the current year, after 7.8% in 2025.
Oliver Holtemöller
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01.04.2026 • 9/2026
Energy price shock dampens recovery – inflation rises
Although the leading economic research institutes consider the German economy to be in a recovery phase following a downturn lasting several years, they nevertheless expect only a moderate increase in gross domestic product of 0.6% for 2026 and 0.9% for 2027. “The energy price shock triggered by the Iran war is hitting the recovery hard, but at the same time expansionary fiscal policy is bolstering the domestic economy and preventing a stronger slide,” says Timo Wollmershäuser, Head of Forecasts at the ifo Institute. The institutes estimate that the inflation rate will rise to an average of 2.8% in 2026 and 2.9% in 2027.
Oliver Holtemöller
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12.03.2026 • 8/2026
Oil price shock threatens recovery in Germany
Globally rising energy prices in the wake of the new Gulf War are clouding the outlook for the German economy. Nevertheless, increased public expenditure is expected to support economic activity both this year and next. According to the spring forecast of the Halle Institute for Economic Research (IWH), output is projected to grow by 0.7% in 2026 and by 1.0% in 2027. We expect similar rates of expansion for East Germany. In December, the IWH economists had predicted growth of 1.0% for both 2026 and 2027.
Oliver Holtemöller
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Konjunktur aktuell: Ölpreisschock gefährdet Erholung in Deutschland
Konjunktur aktuell,
No. 1,
2026
Abstract
Weltweit höhere Energiepreise infolge des neuen Golfkriegs verschlechtern die Aussichten für die deutsche Konjunktur, auch wenn Mehrausgaben der öffentlichen Hand die gesamtwirtschaftliche Expansion in diesem und im kommenden Jahr stützen werden. Die Produktion dürfte im Jahr 2026 um 0,7% und im Jahr darauf um 1% zunehmen. Ähnliche Expansionsraten sind auch für Ostdeutschland zu erwarten.
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24.02.2026 • 6/2026
Presseeinladung zur IWH-Jahrestagung am 9. März 2026: „Gesellschaftlicher Zusammenhalt in der Transformation“
Tiefe Umbrüche setzen die Gesellschaft unter Druck. Die Jahrestagung des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) diskutiert Ursachen und Lösungswege mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft – darunter Sebastian Wüste, Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Transformationsforscher Everhard Holtmann und „Spiegel“-Autorin Sabine Rennefanz.
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Aktuelle Trends: Wofür werden die Kohlemilliarden verwendet?
Oliver Holtemöller, Mirko Titze
Wirtschaft im Wandel,
No. 3,
2025
Abstract
Mit rund 41 Mrd. Euro will der Bund den Regionen helfen, die vom Kohleausstieg betroffen sind. Die Wirtschaftsforschungsinstitute IWH und RWI haben den Zwischenbericht 2025 im Rahmen der begleitenden Evaluierungsforschung dazu vorgelegt.
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Der wirtschaftliche Strukturwandel in der brandenburgischen Lausitz im Spiegel der Zahlen
Gunther Markwardt, Marius Nagel, Mirko Titze, Stefan Zundel
Begleitforschung Strukturwandel (BeForSt), Policy Brief V. BTU Cottbus/IWH,
2025
Abstract
Die aktualisierte Bilanz der geschaffenen Arbeitsplätze zeigt, dass bislang – flankiert durch Strukturwandelmaßnahmen – mehr Arbeitsplätze neu geschaffen als abgebaut wurden. Sofern keine äußeren Einflüsse wie weltweite Wirtschaftskrisen oder Kriege alle Prognosen durchkreuzen, hat die brandenburgische Lausitz eine gute wirtschaftliche Perspektive. Teile der brandenburgischen Lausitz haben darüber hinaus die Chance auf eine aufholende wirtschaftliche Entwicklung, die den gesamtdeutschen Durchschnitt übersteigt.
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IWH-Flash-Indikator IV. Quartal 2025 und I. Quartal 2026
Katja Heinisch, Oliver Holtemöller, Axel Lindner, Birgit Schultz
IWH-Flash-Indikator,
No. 4,
2025
Abstract
Die deutsche Wirtschaft stagnierte im dritten Quartal 2025, nachdem sie im Quartal zuvor noch um 0,2% geschrumpft war. Einem Rückgang der Exporte standen steigende Investitionen in Ausrüstungen gegenüber. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegt damit weiterhin mehr als einen Prozentpunkt unter dem Höchstwert von vor drei Jahren. Die anhaltende Exportschwäche der deutschen Industrie ist dabei nicht auf eine ungünstige weltwirtschaftliche Lage zurückzuführen, sondern auf weiterhin ungelöste strukturelle Probleme wie zu hohe Energie- und Arbeitskosten in Deutschland. Zwar deutet sich zum Jahreswechsel 2025/2026 eine moderate konjunkturelle Belebung an (vgl. Abbildung 1), von den geplanten Mehrausgaben für Verteidigung und Infrastruktur sind jedoch erst ab dem kommenden Jahr konjunkturelle Impulse zu erwarten. Allerdings belasten weltweite Spannungen die Lieferketten weiterhin, und sie führen in der stark arbeitsteiligen deutschen Industrie immer wieder zu Engpässen. Laut IWH-Flash-Indikator steigt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2025 um 0,2% und im ersten Quartal 2026 um 0,4%.
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