Transparency and Forecasting: The Impact of Conditioning Assumptions on Forecast Accuracy
Katja Heinisch, Christoph Schult, Carola Stapper
Applied Economic Letters,
forthcoming
Abstract
This study investigates the impact of inaccurate assumptions on economic forecast precision. We construct a new dataset comprising an unbalanced panel of annual German GDP forecasts from various institutions, taking into account their underlying assumptions. We explicitly control for different forecast horizons to reflect the information available at the time of release. Our analysis reveals that approximately 75% of the variation in squared forecast errors can be attributed to the variation in squared errors of the initial assumptions. This finding emphasizes the importance of accurate assumptions in economic forecasting and suggests that forecasters should transparently disclose their assumptions to enhance the usefulness of their forecasts in shaping effective policy recommendations.
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11.12.2025 • 34/2025
Slight upturn on the horizon, structural problems remain
As the year draws to a close, it remains uncertain whether the German economy is on a path to recovery, as export weakness persisted through the autumn. Nevertheless, a slight upturn is forecast for 2026, supported by fiscal stimulus and rising real incomes. According to the winter forecast of the Halle Institute for Economic Research (IWH), output is projected to grow by 1.0% in 2026, after an increase of just 0.2% in 2025. In September, the IWH economists had predicted growth of 0.8% for 2026 and 0.2% for the current year. According to this forecast, the pace of expansion in East Germany is expected to be slightly slower, mainly due to demographic factors.
Oliver Holtemöller
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Konjunktur aktuell: Leichte Belebung kommt, Strukturprobleme bleiben
Konjunktur aktuell,
No. 4,
2025
Abstract
Die internationale Konjunktur scheint Ende 2025 weiter robust, die weltwirtschaftliche Expansion dürfte sich 2026 jedoch etwas abschwächen. Nach der vorliegenden Prognose steigt die Weltproduktion 2025 um 2,7%, um im Jahr darauf um 2,4% zuzulegen. Im Euroraum dürfte sich die wirtschaftliche Expansion in geringem Tempo fortsetzen. Die deutsche Wirtschaft befindet sich auf einem fragilen Erholungskurs. Für das Jahr 2026 ist aufgrund von finanzpolitischen Impulsen und gestiegenen Realeinkommen eine leichte Belebung zu erwarten. Die Produktion dürfte im kommenden Jahr um 1,0% zunehmen, nach 0,2% im Jahr 2025.
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IWH-Flash-Indikator IV. Quartal 2025 und I. Quartal 2026
Katja Heinisch, Oliver Holtemöller, Axel Lindner, Birgit Schultz
IWH-Flash-Indikator,
No. 4,
2025
Abstract
Die deutsche Wirtschaft stagnierte im dritten Quartal 2025, nachdem sie im Quartal zuvor noch um 0,2% geschrumpft war. Einem Rückgang der Exporte standen steigende Investitionen in Ausrüstungen gegenüber. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegt damit weiterhin mehr als einen Prozentpunkt unter dem Höchstwert von vor drei Jahren. Die anhaltende Exportschwäche der deutschen Industrie ist dabei nicht auf eine ungünstige weltwirtschaftliche Lage zurückzuführen, sondern auf weiterhin ungelöste strukturelle Probleme wie zu hohe Energie- und Arbeitskosten in Deutschland. Zwar deutet sich zum Jahreswechsel 2025/2026 eine moderate konjunkturelle Belebung an (vgl. Abbildung 1), von den geplanten Mehrausgaben für Verteidigung und Infrastruktur sind jedoch erst ab dem kommenden Jahr konjunkturelle Impulse zu erwarten. Allerdings belasten weltweite Spannungen die Lieferketten weiterhin, und sie führen in der stark arbeitsteiligen deutschen Industrie immer wieder zu Engpässen. Laut IWH-Flash-Indikator steigt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2025 um 0,2% und im ersten Quartal 2026 um 0,4%.
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Zwölf-Punkte-Kompass zur Überwindung der deutschen Wachstumsschwäche
Geraldine Dany-Knedlik, Oliver Holtemöller, Stefan Kooths, Torsten Schmidt, Timo Wollmershäuser
Wirtschaftsdienst,
forthcoming
Abstract
Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose prognostiziert für das Jahr 2025 einen leichten Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland um 0,2 %. Im weiteren Prognosezeitraum stimuliert die expansive Finanzpolitik die Konjunktur. Die Institute prognostizieren für die kommenden beiden Jahre Expansionsraten von 1,3 % und 1,4 %. Strukturelle Probleme wie abnehmende Wettbewerbsfähigkeit und der demografische Wandel bleiben bestehen. Um Wachstumsperspektiven für die deutsche Wirtschaft zu schaffen, bedarf es einer umfangreichen Reformpolitik. Zur Orientierung präsentieren die Institute einen Zwölf-Punkte-Kompass für den Herbst der Reformen.
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25.09.2025 • 29/2025
Fiscal policy will stimulate the East German economy next year – Economic Forecast Fall 2025 for the East German economy
In 2025, the economy in East Germany, as in Germany as a whole, is likely to do little more than stagnate. In the coming year, fiscal policy measures will stimulate the economy, but their effects are likely to be somewhat weaker than in Germany as a whole. The Halle Institute for Economic Research (IWH) expects the expansion rate of the East German economy in 2025 to be at 0.3%, slightly higher than that of Germany as a whole (0.2%). In both following years, it will rise to 1.1% and 1.2% respectively, which is slightly less than in the west.
Oliver Holtemöller
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25.09.2025 • 28/2025
Joint Economic Forecast Autumn 2025: Fiscal stimulus masks structural weakness
The German economy is emerging from the trough and is likely to regain some momentum over the next two years. Following stagnation in the first half of the year, the Joint Economic Forecast project group predicts gross domestic product growth of 0.2% for the current year in its fall report. In the next two years, an expansionary fiscal policy is likely to accelerate economic growth noticeably to 1.3% and 1.4%, respectively. This means that the institutes' forecast for this year and next remains roughly unchanged from the spring report. “The German economy is still on shaky ground,” says Dr Geraldine Dany-Knedlik, head of the Forecasting and Economic Policy Division at the German Institute for Economic Research (DIW Berlin). “It will recover noticeably in the next two years. However, given ongoing structural weaknesses, this momentum will not last.”
Oliver Holtemöller
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Expansive Finanzpolitik kaschiert Wachstumsschwäche
Dienstleistungsauftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie,
No. 2,
2025
Abstract
Deutschland befand sich in den vergangenen zwei Jahren in der Rezession. Die jüngst stark revidierten Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen zeigen, dass die Krise deutlich ausgeprägter war als bislang ausgewiesen. Mit einer Stagnation in der ersten Hälfte dieses Jahres dürfte die deutsche Wirtschaft die konjunkturelle Talsohle erreicht haben. Eine breit angelegte Erholung ist allerdings nicht zu erwarten, denn grundlegende strukturelle Schwächen dauern an.
Die Konjunktur dürfte in den kommenden zwei Jahren durch die Finanzpolitik expansive Impulse erfahren. Während die Dienstleistungsbereiche, insbesondere im öffentlichen Sektor, weiterhin kräftig zulegen, wird die Erholung im Produzierenden Gewerbe wohl nur verhalten ausfallen. Vor allem dürfte sich die Auslandsnachfrage nach deutschen Waren nicht zuletzt infolge der US-Zollpolitik weiterhin nur schleppend entwickeln. Die geplanten öffentlichen Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur können dies nur begrenzt abfedern, denn ein erheblicher Teil der Mittel fließt in gesamtwirtschaftlich kleine Bereiche, in denen die bestehenden Kapazitäten bereits gut ausgelastet sind. Insgesamt dürfte es in den kommenden beiden Jahren zu Kapazitätsausweitungen und entsprechenden privaten Investitionen kommen.
Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr mit einem Anstieg um 0,2 % kaum mehr als stagnieren. Im weiteren Prognosezeitraum dürfte eine expansive Finanzpolitik die Konjunktur anschieben. Im kommenden Jahr steigt das Bruttoinlandsprodukt um 1,3 % und im Jahr 2027 um 1,4 %. Damit lassen die Institute ihre Prognose für das laufende und kommende Jahr im Vergleich zum Frühjahr in etwa unverändert.
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04.09.2025 • 26/2025
Recovery on shaky ground – tariffs dampen growth, but a change in fiscal policy is on the way
In late summer 2025, it is still unclear whether the German economy is on the road to recovery, as it has to cope with the dampening effect of higher US tariffs in the second half of the year. It is not until 2026 that fiscal policy stimulus measures, combined with low key interest rates, will probably lead to an economic upturn. According to the autumn forecast of the Halle Institute for Economic Research (IWH), production is then expected to increase by 0.8%, following 0.2% in 2025. Similar rates of expansion are also expected for East Germany. In June, the IWH economists were forecasting growth of 1.1% for 2026 and 0.4% for the current year.
Oliver Holtemöller
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Konjunktur aktuell: Erholung auf schwachen Füßen – Zölle bremsen, fiskalpolitischer Kurswechsel steht bevor
Konjunktur aktuell,
No. 3,
2025
Abstract
Trotz der Handelskonflikte zeigt sich die Weltwirtschaft bislang robust und dürfte weiter in mäßigem Tempo expandieren. Die Weltproduktion steigt im Jahr 2025 um 2,6% und im Jahr darauf um 2,4%. Ob sich die deutsche Wirtschaft auf Erholungskurs befindet, ist weiterhin nicht erkennbar, zumal sie in der zweiten Jahreshälfte den Dämpfer höherer US-Zölle zu verkraften hat. Erst für 2026 stehen die Chancen gut, dass finanzpolitische Impulse zusammen mit niedrigen Leitzinsen eine konjunkturelle Belebung bewirken. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte dann um 0,8% zunehmen, nach 0,2% im Jahr 2025.
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