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Produktivitätsrückstand der ostdeutschen Wirtschaft: Eine zusammenfassende Bewertung

Zehn Jahre nach der deutschen Vereinigung erreicht die Wirtschaft in Ostdeutschland im Durchschnitt erst ein Niveau der Arbeitsproduktivität, das bei zwei Dritteln des entsprechenden westdeutschen Wertes liegt. Nach erheblichen Produktivitätssteigerungen in der ersten Phase des Umstrukturierungsprozesses ist in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre eine weitere Konvergenz der Arbeitsproduktivitäten kaum noch festzustellen. Da die Produktivität als Schlüsselgröße für die weitere Einkommensentwicklung, für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und den Transferbedarf der neuen Länder gelten kann, ist die Frage nach den Ursachen des Produktivitätsrückstands von unmittelbarem – auch wirtschaftspolitischem – Interesse. Im Rahmen einer umfassenden Untersuchung8 hat das Institut für Wirtschaftsforschung Halle deshalb die Gründe für die Produktivitätslücke zwischen Ost- und Westdeutschland näher analysiert und Schlussfolgerungen für den weiteren Konvergenzprozess der ostdeutschen Wirtschaft abgeleitet. In diesem Artikel werden die wichtigsten Ergebnisse dieser Studie vorgestellt.

07. Juni 2001

Autoren Joachim Ragnitz

Außerdem in diesem Heft

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Aktuelle Trends - Irland - Modell für zukünftige EU-Beitrittsländer?

Gerald Müller

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 7, 2001

Abstract

Der Befund ist eindeutig: Irland hat seine Produktion in beispielhafter Weise steigern können. Heute hat Irland das Produktivitätsniveau Westdeutschlands. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner liegt sogar 8% über dem gesamtdeutschen. Des Weiteren sank die Arbeitslosenquote von 15,3% (1993) auf 4,3% (2000).

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IWH-Bauumfrage im April 2001: Frühjahrsbelebung von niedrigem Niveau aus

Brigitte Loose

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 7, 2001

Abstract

Das Geschäftsklima im ostdeutschen Baugewerbe hat sich zwar gegenüber Jahresbeginn saisonüblich gebessert, bei der anhaltend sinkenden Nachfrage bedeutet dies jedoch nur eine weniger schlechte Gesamtlage. Nicht einmal der bereits äußerst niedrige Stand vom Vorjahr wird erreicht. Das ergab die Bauumfrage des IWH unter 300 ostdeutschen Bauunternehmen im Monat April. Etwa die Hälfte der befragten Unternehmen schätzt die aktuelle Geschäftslage mit „eher schlecht“ ein, ein Fünftel bezeichnet sie sogar mit ausgesprochen „schlecht“. Nur 23% der Unternehmen stufen das aktuelle Baugeschäft mit „eher gut“ und 8% mit „gut“ ein

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IWH-Thesen zur regionalen Strukturpolitik der EU in der Diskussion - Bericht über einen Brüsseler Round Table on Regional Policy in Europe

Martin T. W. Rosenfeld

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 7, 2001

Abstract

Mit der EU-Osterweiterung wird eine Reform der EU-Regionalpolitik erforderlich sein. Für Deutschland und vor allem für die neuen Länder hat dies erhebliche Bedeutung, weil Ostdeutschland derzeit als sogenannte Ziel-1-Region die höchste Förderpriorität genießt. Das IWH hat Thesen zur Regionalpolitik in Europa vorgelegt, die bei der Auftaktveranstaltung eines Brüsseler „Round Table on Regional Policy in Europe“ präsentiert und diskutiert wurden.

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Trotz weltweiter Konjunkturschwäche verstärkt sich das Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Produktion in Ostdeutschland etwas

Hans-Ulrich Brautzsch Brigitte Loose Udo Ludwig

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 7, 2001

Abstract

Im Aufsatz wird die Entwicklung in Ostdeutschland ex-post bis 2000 analysiert und für die Jahre 2001 und 2002 wird eine Prognose abgegeben. Ausgangspunkt der Untersuchung ist die Analyse des Einflusses der anhaltenden Korrekturen im überdimensionierten Baugewerbe und beim Staat auf das gesamtwirtschaftliche Wachstum in Ostdeutschland. In ausführlicher Form werden die Wachstumschancen und Probleme der großen Wirtschaftsbereiche “Verarbeitendes Gewerbe“ und “Baugewerbe“ analysiert, wobei Produktivität, Arbeitskosten und Lohnstückkosten eine zentrale Rolle spielen.

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Umweltschutz durch Dosenpfand? - Ein Kommentar

Steffen Hentrich

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 7, 2001

Abstract

Das Bundeskabinett billigte am 2. Mai eine Verordnung, die für Dosen und Einwegflaschen ab Januar 2002 ein Pfand von bis zu 50 Cents vorsieht. Bereits im Jahre 1991 wurde diese Sanktion für eine wiederholte Verletzung der Mindestquote für Mehrweggetränkeverpackungen von 72% beschlossen. Konzentriert sich die gegenwärtige Kontroverse vor allem auf die zusätzliche Kostenbelastung des Einzelhandels, rückt die Frage nach der Schutzfunktion des Einwegpfands für das von der Bundesregierung aus ökologischen Erwägungen favorisierte Mehrwegsystem eher in den Hintergrund.

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