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German China Plan Likely To FailOliver HoltemöllerMNI, December 17, 2025
The paper addresses the question of whether TV consumption has an impact on material aspirations. We exploit a natural experiment that took place during the period in which Germany was divided. Owing to geographical reasons, TV programs from the Federal Republic of Germany could not be received in all parts of the German Democratic Republic. Therefore, a natural variation occurred in exposure to West German television. We find robust evidence that watching TV is positively correlated with aspirations. Our identification strategy implies a causal relationship running from TV to aspirations. This conclusion resists various sets of alternative specifications and samples.
Gemeinden in demographischen Notlagen stehen vor besonderen Herausforderungen. Einerseits zwingt die Verringerung der Bevölkerungszahlen zu einer Verschlankung von Infrastruktur im technischen wie im sozialen Bereich. Andererseits kann eine weitere Ausdünnung derartiger Angebote – zu denken ist vornehmlich an die Bereiche Bildung, Kultur und Sport, Versorgung, Verkehr oder aber Gesundheit – den demographischen Abwärtstrend weiter verstärken. Steht ein Rückbau dieser Angebote doch im Verdacht, die Attraktivität der Gemeinden
als Wohnstandort auszuhöhlen und Abwanderungsprozesse zu beschleunigen bzw. Zuwanderung zu verhindern. Vor diesem Hintergrund wird im Beitrag untersucht, wie der kommunale Versorgungsgrad mit Hausärzten auf die Wanderungsbewegungen in den Gemeinden Sachsen-Anhalts in der Periode von 1996 bis 2008 wirkte. In diesem Zeitraum ist zum einen ein deutlicher Rückgang der Zahl der Hausärzte zu beobachten. Zum anderen verloren viele Gemeinden an Einwohnern, nicht zuletzt aufgrund erheblicher Wanderungsdefizite. Weder die
Querschnittsanalyse noch die Panelregressionen können jedoch signifikante Wanderungseffekte der Hausarztausstattung belegen. Gemeinden mit schlechter bzw. verschlechterter hausärztlicher Versorgungslage scheinen in der Nettobetrachtung nicht ungünstiger abzuschneiden als die übrigen Gemeinden.
Der Beitrag ist Bestandteil einer Broschüre, die vom Wissenschaftszentrum Sachsen-Anhalt/der Expertenplattform „Demographischer Wandel“ herausgegeben wird und einen Überblick über 15 Projekte zum Thema Demographischer Wandel gibt, die im Rahmen der Forschungsförderung vom Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt unterstützt werden. Gefördert wird auch ein Forschungsvorhaben des IWH. Das IWH-Projekt befasst sich am Beispiel Sachsen-Anhalts mit gesellschafts- und wirtschaftspolitisch relevanten Fragen des demographischen Wandels in peripheren Räumen. Speziell geht es um die Frage, wie Einwohner in peripheren Regionen mit dem Ausdünnen sozialer Infrastruktur umgehen. Im Beitrag werden Ergebnisse zum Zusammenhang zwischen der Schließung von Grundschulen und Merkmalen des demographischen Wandels präsentiert.
Grundschulschließungen werden kritisiert und gefürchtet. Besonders in peripheren Regionen verbindet sich mit der Aufgabe einer Schule vielfach die Sorge des demographischen Unterganges der Gemeinde infolge einer Abwanderung junger Eltern und ausbleibender Zuwanderung junger Familien. Sind Grundschulschließungen aber tatsächlich Ursache einer Verschlechterung der Wanderungsbilanz? Im vorliegenden Beitrag wird diese Fragestellung für die Familienwanderung zwischen Gemeinden Sachsen- Anhalts im Zeitraum von 1991 bis 2008 beantwortet. Die Untersuchung vergleicht im ersten Schritt die Wanderungsraten von Gemeinden mit unterschiedlicher Grundschulausstattung. Im zweiten Schritt wird die Querschnittsbetrachtung um eine Längsschnittanalyse ergänzt: Hier interessiert die Frage, ob sich das Wanderungsverhalten ändert, wenn die letzte Schule einer Gemeinde geschlossen wird. Der Analyse zufolge übt die schulische Infrastruktur von Gemeinden in Sachsen-Anhalt einen signifikanten
Einfluss auf das Wanderungsverhalten der Familien mit jüngeren Kindern aus. So zeigt sich, dass nach der Schließung der letzten Grundschule die Zuzüge zurückgehen; überraschenderweise reduzieren sich jedoch auch die Fortzüge. Da sich beide Effekte gegenseitig gerade aufheben, ist eine Wirkung der Schließung per saldo jedoch nicht mehr erkennbar. Damit ist das Problem eines sich selbst verstärkenden Schrumpfungsprozesses zumindest mit Blick auf junge Familien empirisch nicht ersichtlich.
We analyze the impact on a firm’s profits and optimal wage rates, and on the distribution of workers’ earnings, when workers compare their earnings with those of co-workers. We consider a low-productivity worker who receives lower wage earnings than a high-productivity worker. When the low-productivity worker derives (dis)utility not only from his own effort but also from comparing his earnings with those of the high-productivity worker, his response to the sensing of relative deprivation is to increase the optimal level of effort. Consequently, the firm’s profits are higher, its wage rates remain unchanged, and the distribution of earnings is compressed.
We consider a setting in which the acquisition of human capital entails a change of location in social space that causes individuals to revise their comparison groups. Skill levels are viewed as occupational groups. Moving up the skill ladder by acquiring additional human capital, in itself rewarding, leads to a shift in the individual’s inclination to compare himself with a different, and on average better-paid, comparison group, in itself penalizing. We shed new light on the dynamics of human capital formation, and suggest novel policy interventions to encourage human capital formation in the aggregate and reduce inter-group income inequality.
It stands to reason that social unrest does not erupt out of the blue. Although there are a great many reasons why social dismay might descend into social disorder, only few yardsticks or indices can plausibly be used to gauge the potential for social unrest (PSU). If policy makers want to undertake public action to prevent social dismay escalating into social disruption, they obviously need to draw on practical sensors. This paper assesses critically the adequacy of two such measures, the polarization (P) index, and the total relative deprivation (TRD) index. The paper proposes a tentative guide to selecting between these two measures. A review of three stylized scenarios suggests that, where income redistributions reduce the number of distinct income groups, and when each group is characterized by a strong sense of within-group identity, the P index surpasses the TRD index as a basis for predicting PSU. When the within-group identification is weak, however, it is better to use the TRD index to predict PSU.