Konjunktur aktuell: Deutschland in der Stagnation festgefahren – privater Konsum weiter unter dem Niveau
von vor der Pandemie
Konjunktur aktuell,
No. 1,
2024
Abstract
Zu Beginn des Jahres 2024 zeigen Stimmungsindikatoren etwas aufgehellte Aussichten für die internationale Konjunktur. In Europa dürfte die Dynamik allerdings recht schwach bleiben. Deutschland befindet sich in einer lang anhaltenden Stagnation, die sich bis zum Sommer fortsetzen wird. Für die Zeit danach ist mit einem leichten Anziehen der Konjunktur zu rechnen. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im Jahr 2024 um lediglich 0,2% expandieren, für 2025 prognostiziert das IWH einen Zuwachs um 1,5%.
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IWH-Flash-Indikator I. und II. Quartal 2024
Katja Heinisch, Oliver Holtemöller, Axel Lindner, Birgit Schultz
IWH Flash Indicator,
No. 1,
2024
Abstract
Im Jahr 2023 ging das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,3% gegenüber dem Vorjahr zurück. Während im zweiten und dritten Quartal eine Stagnation der gesamtwirtschaftlichen Produktion zu beobachten war, sank die Wirtschaftsleistung in Deutschland im vierten Quartal 2023 um 0,3%. Insbesondere dürften die gestiegenen Verbraucherpreise dazu beigetragen haben, dass die preisbereinigten Konsumausgaben der privaten Haushalte deutlich zurückgingen. Zusätzlich belastete politische und wirtschaftliche Unsicherheit den Konsum. Der Anstieg der Zinsen wirkte im vergangenen Jahr ebenfalls dämpfend auf die Konjunktur. Die Verunsicherung wird auch in der ersten Jahreshälfte andauern, so dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut IWH-Flash-Indikator im ersten Quartal 2024 stagnieren und im zweiten Quartal 2024 lediglich um knapp 0,2% steigen dürfte (vgl. Abbildung 1).
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12.01.2024 • 2/2024
Green transition and the debt brake: Implications of additional investment for public finances and private consumption in Germany
The German Climate Protection Act stipulates, among other things, that greenhouse gas emissions in Germany are to be reduced by 65% by 2030 compared to 1990 levels. The green investments required to achieve this target are likely to amount to around 2.5% of gross domestic product each year. According to the medium-term projection of the Halle Institute for Economic Research (IWH), the associated additional government spending on public investment and support measures cannot be financed from projected tax revenues. It is therefore to be expected that the tax burden on households will increase and private consumption will be curbed accordingly, if both the current form of the debt brake and the greenhouse gas reduction targets are maintained.
Oliver Holtemöller
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Konjunktur aktuell: Export und privater Konsum schwach – Deutschland wartet auf den Aufschwung
Konjunktur aktuell,
No. 4,
2023
Abstract
Die Weltwirtschaft verliert zum Ende des Jahres 2023 weiter an Schwung. Der durch den weltweiten Inflationsschub ausgelöste restriktive Schwenk der Geldpolitik drückt über höhere Finanzierungskosten vielerorts die Güternachfrage. Im nächsten Jahr dürfte die Weltwirtschaft wieder etwas anziehen. Die deutsche Wirtschaft ist nach Ende der Pandemie nicht wieder auf ihren alten Wachstumspfad zurückgekehrt. Das Verarbeitenden Gewerbe hat an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt, und die Weltnachfrage nach Industriegütern ist zurzeit schwach. Zudem ist die Inflation immer noch hoch, und die Realeinkommen sind längere Zeit über zurückgegangen. Die geldpolitische Straffung hat die Finanzierungsbedingungen verschlechtert, was besonders die Bauwirtschaft belastet. Das Bruttoinlandsprodukt wird 2023 wohl um 0,3% sinken und im kommenden Jahr um 0,5% expandieren.
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07.09.2023 • 23/2023
The German economy continues its downturn
High inflation, increased interest rates, weak foreign demand and uncertainty among private households and firms are currently weighing on the German economy. In its autumn forecast, the Halle Institute for Economic Research (IWH) expects gross domestic product (GDP) to decline by 0.5% in 2023 and to increase by 0.9% in 2024.
Oliver Holtemöller
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05.04.2023 • 9/2023
East German economy has come through energy crisis well so far – Implications of the Joint Economic Forecast Spring 2023 and new data for the East German economy
In 2022, the East German economy expanded by 3.0%, significantly stronger than the economy in West Germany (1.5%). The background is a more robust development of labour and retirement incomes. For 2023, the Halle Institute for Economic Research (IWH) forecasts a higher GDP growth rate of 1% in East Germany than in Germany as a whole (0.3%). The unemployment rate is expected to stagnate, with 6.8% in 2023 and 6.7% in the following year.
Oliver Holtemöller
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20.12.2022 • 31/2022
No deep recession despite energy crisis and rise in interest rates
High energy prices and deteriorating financial conditions are weighing on the German economy. However, the period of weakness over the winter is likely to be moderate, partly because the energy price brakes are supporting private incomes. The Halle Institute for Economic Research (IWH) forecasts that due to the recovery from the pandemic in the first three quarters, gross domestic product (GDP) is estimated to have increased by 1.8% in 2022. Due to high energy prices, however, GDP will slightly decline in the winter months and stagnate on average in 2023. Inflation will fall from 7.8% in 2022 to 6.5% in 2023.
Oliver Holtemöller
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IWH-Flash-Indikator II. Quartal und III. Quartal 2022
Katja Heinisch, Oliver Holtemöller, Axel Lindner, Birgit Schultz
IWH Flash Indicator,
No. 2,
2022
Abstract
Der Rückgang der Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2021 konnte trotz eines Zuwachses im ersten Quartal 2022 noch nicht wieder ausgeglichen werden. Das Bruttoinlandsprodukt stieg nur leicht um 0,2%, allerdings dürfte die geringe Dynamik vorrangig pandemiebedingt getrieben sein. Die Folgen der kriegsbedingten Sanktionen dürften ab dem zweiten Quartal spürbar werden. Hinzu kommen erneute harte Lockdowns in China, welche die Lieferkettenprobleme verschärfen und den weltweiten Inflationsdruck hochhalten werden. Beide Faktoren treffen die deutsche Wirtschaft hart, und somit dürfte in den nächsten beiden Quartalen kaum mehr als eine Stagnation zu erwarten sein. Insgesamt wird die Wirtschaft in Deutschland laut IWH-Flash-Indikator im zweiten Quartal 2022 um knapp 0,1% zurückgehen und im dritten Quartal 2022 um 0,2% zulegen (vgl. Abbildung 1).
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14.12.2021 • 29/2021
German economy not yet immune to COVID 19 ‒ outlook clouded again
The current pandemic wave and supply bottlenecks cause the German economy to stagnate in winter. When infection rates go down in spring, private consumption will increase significantly. In addition, supply restrictions will be gradually reduced. As a result, the economy will regain momentum. The Halle Institute for Economic Research (IWH) forecasts that German gross domestic product will increase by 3.5% (East Germany: 2.7%) in 2022, after 2.7% (East Germany: 2.1%) in the current year. Inflation is expected to decline only slowly.
Oliver Holtemöller
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High public deficit not only because of Corona - Medium-term options for action for the state
Andrej Drygalla, Oliver Holtemöller, Axel Lindner, Matthias Wieschemeyer, Götz Zeddies, Katja Heinisch
Konjunktur aktuell,
No. 4,
2020
Abstract
Nach der Mittelfristprojektion des IWH wird das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in den Jahren bis 2025 preisbereinigt um durchschnittlich ½% wachsen, und damit einen Prozentpunkt langsamer als im Zeitraum von 2013 bis 2019. Dies ist nicht nur auf den starken Einbruch im Jahr 2020 zurückzuführen, sondern auch darauf, dass die Erwerbsbevölkerung spürbar zurückgehen wird. Die Staatseinnahmen expandieren deutlich langsamer als in den vergangenen Jahren. Auch nach Überwindung der Pandemiekrise dürfte der Staatshaushalt im Fall unveränderter gesetzlicher Rahmenbedingungen ein strukturelles Defizit von etwa 2% relativ zum Bruttoinlandsprodukt aufweisen, und die Schuldenbremse würde weiter verletzt. Konsolidierungsmaßnahmen zur Rückführung dieser Defizitquote auf ½% würden die Produktion in Deutschland unter die Normalauslastung drücken. Mit Hilfe des finanzpolitischen Simulationsmodells des IWH kann gezeigt werden, dass dabei eine ausgabenseitige Konsolidierung die Produktion weniger belastet als eine einnahmenseitige. Es spricht, auch aus theoretischer Sicht, viel dafür, die Schuldenbremse zwar nicht abzuschaffen, aber ein Stück weit zu lockern.
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