24.09.2026 • 28/2026
Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2026: Aufschwung mit Strukturproblemen – Finanzpolitik auf Abwegen
Die deutsche Wirtschaft ist seit Ende 2025 im Aufschwung. Die Erholung fällt stärker aus als noch im Frühjahr erwartet, bleibt aber schwach. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten für das laufende Jahr ein BIP-Plus von 1,3% und für die beiden folgenden Jahre von 1,1% bzw. 0,4%. Gegenüber dem Frühjahr wurde die Prognose für 2026 um 0,7 und für 2027 um 0,2 Prozentpunkte angehoben. „Die Wirtschaft hat sich robuster entwickelt als erwartet. Der Aufschwung steht jedoch auf einem schmalen Fundament, denn hohe Energiepreise und Strukturprobleme belasten“, sagt Oliver Holtemöller, Konjunkturchef des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Im laufenden Quartal bremst zudem Niedrigwasser die Aktivität vorübergehend. Das staatliche Defizit nimmt weiter zu, sodass sich ein wachsender Konsolidierungsbedarf aufstaut.
Oliver Holtemöller
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Trumps „Fortress Economics“ und die Auswirkungen auf Deutschland
Reint E. Gropp
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 1,
2026
Abstract
Das britische Wirtschaftsmagazin The Economist hat die Wirtschaftspolitik der Regierung Trump als „Fortress Economics“ bezeichnet. Bei der Festung USA werden alle Zugbrücken hochgezogen. Importe werden mit dem expliziten Ziel durch Zölle verteuert, um (fast) alle Produkte wieder in den USA zu produzieren. Und die Grenzen der USA, nicht nur nach Mexiko, sind fast vollständig geschlossen.
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03.09.2026 • 25/2026
Konjunktur aktuell: Deutsche Konjunktur belebt sich – Rückenwind von Weltwirtschaft und Finanzpolitik
Ein Anstieg der Auslandsnachfrage hat die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr trotz höherer Energiepreise auf Erholungskurs gebracht. Für die kommenden Quartale ist zu erwarten, dass eine Zunahme der staatlichen Investitionen die Konjunktur stützen wird. Laut Herbstprognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) dürfte das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 1,4% und im Jahr 2027 um 0,8% zunehmen. In Ostdeutschland fällt die Belebung etwas schwächer aus. Im Juni waren die IWH-Konjunkturforscher für die deutsche Wirtschaft von einem Zuwachs von 0,9% für dieses und das folgende Jahr ausgegangen.
Oliver Holtemöller
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Konjunktur aktuell: Deutsche Konjunktur belebt sich – Rückenwind von Weltwirtschaft und Finanzpolitik
Konjunktur aktuell,
Nr. 3,
2026
Abstract
Die deutsche Wirtschaft befindet sich trotz höherer Energiepreise und anhaltender Risiken durch den Golfkonflikt auf Erholungskurs. Eine steigende Auslandsnachfrage und zusätzliche staatliche Investitionen stützen die Konjunktur, während die Beschäftigung insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe weiter rückläufig ist. Die Produktion dürfte in diesem Jahr um 1,4% und im kommenden Jahr um 0,8% zunehmen; in Ostdeutschland fällt die wirtschaftliche Erholung etwas schwächer aus.
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IWH-Flash-Indikator III. und IV. Quartal 2026
Katja Heinisch, Oliver Holtemöller, Axel Lindner, Birgit Schultz
IWH-Flash-Indikator,
Nr. 3,
2026
Abstract
Die deutsche Wirtschaft hat im zweiten Quartal 2026 erneut leicht zugelegt. Das Bruttoinlandsprodukte nahm um 0,2% zu, nachdem es bereits zu Jahresbeginn um 0,4% expandiert hatte. Getragen wurde dieser Zuwachs vor allem von den Exporten. Die Konsumausgaben nahmen lediglich verhalten zu und die Investitionen gingen zurück. Auch im dritten Quartal bleiben die konjunkturellen Risiken hoch. So sorgt der Iran-Konflikt weiterhin für volatile Energiepreise. Zugleich beeinträchtigt das historische Niedrigwasser an Rhein, Elbe und Donau gegenwärtig den Transport erheblich und dürfte damit die Produktion belasten. Dem entgegen stehen kräftige Zuwächse bei den genehmigten Rüstungsexporten. Insgesamt sprechen die aktuellen Indikatoren für eine Fortsetzung der Erholung (vgl. Abbildung 1). Nach dem IWH-Flash-Indikator dürfte das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2026 um 0,3% zulegen. Für das vierte Quartal zeichnet sich eine schwächere Dynamik ab.
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17.06.2026 • 18/2026
Sachsen-Anhalts Mittelstand vorsichtig optimistisch
Der Nahost-Krieg bremst die wirtschaftliche Erholung in Sachsen-Anhalt. Dennoch ist die Stimmungslage der mittelständischen Unternehmen besser als vor einem Jahr. Das zeigt eine gemeinsame Umfrage von Creditreform und dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), an der rund 400 Unternehmen aus Sachsen-Anhalt teilgenommen haben.
Axel Lindner
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11.06.2026 • 17/2026
Konjunktur aktuell: Konjunktur zwischen Energiekrise und KI-Boom
Die deutsche Wirtschaft befand sich bis zum Ausbruch der Energiekrise auf Erholungskurs. Aber nur wenn sich der Golfkonflikt entspannt und die Energiepreise nicht weiter steigen, wird sich die Erholung im Laufe des Jahres 2026 fortsetzen. Das ist in der vorliegenden Sommerprognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) unterstellt. In diesem Fall dürfte die Produktion in diesem und im folgenden Jahr um 0,9% zunehmen. Ähnliche Expansionsraten sind auch für Ostdeutschland zu erwarten. Im März waren die IWH-Konjunkturforscher für die deutsche Wirtschaft von einem Zuwachs von 0,7% für 2026 und 1% für 2027 ausgegangen.
Oliver Holtemöller
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Investment Grants: Curse or Blessing for Employment?
Eva Dettmann
Annals of Regional Science,
Vol. 75 (2),
2026
Abstract
In this study, establishment-level employment effects of investment grants in Germany are estimated. In addition to the quantitative effects, I provide empirical evidence of funding effects on different aspects of employment quality (earnings, qualifications, and job security) for the period 2004 to 2020. The database combines project-level treatment data, establishment-level information on firm characteristics and employee structure, and regional information at the district level. For the estimations, I combine the difference-in-differences approach of Callaway and Sant’Anna (J Econom 2252: 200–230, 2021) with ties matching at the cohort level. The estimations yield positive effects on the number of employees, but point to contradicting effects of investment grants on different aspects of employment quality.
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08.04.2026 • 11/2026
Neue Datenbank zu Kohlemilliarden: IWH macht Einsatz der Fördermittel transparent
Mit 41,09 Milliarden Euro will der Bund den Regionen helfen, die vom Kohleausstieg betroffen sind. Wie das Geld verwendet wird, zeigt ab sofort eine öffentlich zugängliche Datenbank des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Alle Interessierten können das Online-Angebot kostenfrei nutzen.
Mirko Titze
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01.04.2026 • 9/2026
Energiepreisschock dämpft Erholung – Inflation steigt
Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sehen die deutsche Konjunktur nach einem mehrjährigen Abschwung zwar in einer Erholungsphase, erwarten aber für 2026 nur eine moderate Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 0,6% und für 2027 von 0,9%. „Der Energiepreisschock im Zuge des Iran-Krieges trifft die Erholung hart, gleichzeitig stützt aber die expansive Fiskalpolitik die Binnenwirtschaft und verhindert ein stärkeres Abrutschen“, sagt Timo Wollmershäuser, Konjunkturchef des ifo Instituts. Die Inflationsrate wird nach Einschätzung der Institute im Jahr 2026 auf durchschnittlich 2,8% ansteigen, im Jahr 2027 auf 2,9%.
Oliver Holtemöller
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