Dr. Andrej Drygalla

Dr. Andrej Drygalla
Aktuelle Position

seit 9/10

Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Makroökonomik

Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)

Forschungsschwerpunkte

  • allgemeine Gleichgewichtsmodelle offener Volkswirtschaften
  • internationale Makroökonomik, insb. Währungspolitik

Seit 2010 ist Andrej Drygalla wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Makroökonomik. Er forscht zu den Themen internationale Makroökonomik und Währungspolitik.

Andrej Drygalla studierte und promovierte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Ihr Kontakt

Dr. Andrej Drygalla
Dr. Andrej Drygalla
Mitglied - Abteilung Makroökonomik
Nachricht senden +49 345 7753-812

Publikationen

Neueste Publikationen

cover_macroeconomic-dynamics.jpg

Switching to Good Policy? The Case of Central and Eastern European Inflation Targeters

Andrej Drygalla

in: Macroeconomic Dynamics, im Erscheinen

Abstract

The paper analyzes how actual monetary policy changed following the official adoption of inflation targeting in the Czech Republic, Hungary, and Poland and how it affected the volatilities of important macroeconomic variables in the years thereafter. To disentangle the effects of the policy shift from exogenous changes in the volatilities of these variables, a Markov-switching dynamic stochastic general equilibrium model is estimated that allows for regime switches in the policy parameters and the volatilities of shocks hitting the economies. Whereas estimation results reveal periods of high and low volatility for all three economies, the presence of different policy regimes is supported by the underlying data for the Czech Republic and Poland, only. In both economies, monetary policy switched from weak and unsystematic to strong and systematic responses to inflation dynamics. Simulation results suggest that the policy shifts of both central banks successfully reduced inflation volatility in the following years. The observed reduction in output volatility, on the other hand, is attributed more to a reduction in the size of external shocks.

Publikation lesen

cover_macroeconomic-dynamics.jpg

The Effects of Fiscal Policy in an Estimated DSGE Model – The Case of the German Stimulus Packages During the Great Recession

Andrej Drygalla Oliver Holtemöller Konstantin Kiesel

in: Macroeconomic Dynamics, im Erscheinen

Abstract

In this paper, we analyze the effects of the stimulus packages adopted by the German government during the Great Recession. We employ a standard medium-scale dynamic stochastic general equilibrium (DSGE) model extended by non-optimizing households and a detailed fiscal sector. In particular, the dynamics of spending and revenue variables are modeled as feedback rules with respect to the cyclical components of output, hours worked and private investment. Based on the estimated rules, fiscal shocks are identified. According to the results, fiscal policy, in particular public consumption, investment, and transfers prevented a sharper and prolonged decline of German output at the beginning of the Great Recession, suggesting a timely response of fiscal policy. The overall effects, however, are small when compared to other domestic and international shocks that contributed to the economic downturn. Our overall findings are not sensitive to considering fiscal foresight.

Publikation lesen

cover_IO_01_20.jpg

Internationale Konjunkturprognose und konjunkturelle Szenarien für die Jahre 2019 bis 2024

Andrej Drygalla Oliver Holtemöller Axel Lindner

in: IWH Online, Nr. 1, 2020

Abstract

In der vorliegenden Studie werden zunächst die weltweiten konjunkturellen Aussichten für das Ende des Jahres 2019 und für die Jahre 2020 bis 2024 dargestellt. Dabei wird folgender Länderkreis betrachtet: Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei, Spanien und Tschechien. Die Weltkonjunktur hat sich weiter abgekühlt. Seit Jahresanfang stagniert die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe, in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften ist sie sogar gesunken. Der internationale Warenhandel ist in der Tendenz seit Herbst 2018 rückläufig. Gleichwohl hat sich die Dynamik der gesamtwirtschaftlichen Produktion nur moderat verlangsamt, denn die Dienstleistungen expandieren weiterhin deutlich. Der Rückgang des Welthandels und der Abschwung im Verarbeitenden Gewerbe dürften nicht zuletzt eine Folge der von den USA ausgehenden handelspolitischen Konflikte sein. Auch die gegenwärtigen Probleme der Automobilbranche schlagen auf den internationalen Handel durch. Für die nächsten Quartale ist mit einer schwachen Dynamik der weltwirtschaftlichen Produktion zu rechnen. Ein wesentliches Risiko für die internationale Konjunktur besteht darin, dass die Schwäche im Verarbeitenden Gewerbe auf die Dienstleistungsbranchen übergreift, etwa wenn sich Insolvenzen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes häuften oder Arbeitsplatzverluste und niedrigere Lohnabschlüsse in diesen Branchen die Konsumnachfrage der privaten Haushalte deutlich verringerten. Zudem ist möglich, dass es zu einer weiteren Eskalation der Handelskonflikte kommt. Sollten die USA etwa tatsächlich Importzölle auf Automobile aus der EU einführen, würde dies einen deutlichen negativen Einfluss auf die europäischen Exporte in die USA haben. Auch der weiterhin vertraglich nicht geregelte Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union stellt ein erhebliches Risiko für Europa dar. Die wahrscheinlichste wirtschaftliche Entwicklung in dem betrachteten Länderkreis (Basisszenario) wird anhand grundlegender volkswirtschaftlicher Kennzahlen, etwa der Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts, beschrieben. Es wird auch die Entwicklung für den Fall skizziert, dass die Weltwirtschaft eine ungünstige, eine sehr ungünstige Wendung (mittelschweres und schweres Negativszenario), oder auch eine günstige Wendung nimmt (Positivszenario). Das mittelschwere Negativszenario ist so gewählt, dass die gesamtwirtschaftliche Produktion in der betrachteten Ländergruppe im Jahr 2020 gemäß der aus dem Modell resultierenden Wahrscheinlichkeitsverteilung nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 10% noch geringer ausfällt; das schwere Negativszenario ist so gewählt, dass sich mit einer Wahrscheinlichkeit von nur 1% eine noch geringere Produktion realisieren dürfte. Das Positivszenario wird schließlich so gewählt, dass es mit einer Wahrscheinlichkeit von nur 10% zu einer noch höheren Produktion in der genannten Ländergruppe kommen dürfte. Im Basisszenario liegt der Produktionszuwachs im betrachteten europäischen Länderkreis in den Jahren 2019 und 2020 bei jeweils 1,3%. Im Fall eines mittelschweren Einbruchs bleibt die Zuwachsrate der europäischen Ländergruppe im Jahr 2020 mit -0,2% um 1,5 Prozentpunkte unter der Rate im Basisszenario, im Fall eines schweren Einbruchs mit -1,4% um 2,7 Prozentpunkte. Besonders stark bricht in den negativen Risikoszenarien die Produktion in Griechenland, der Slowakei, Polen und Irland ein. Besonders stabil ist die Produktion dagegen in Frankreich. Der weltwirtschaftliche Schock reduziert die Produktion in Deutschland ungefähr so stark wie im Durchschnitt der Ländergruppe, die deutsche Wirtschaft erholt sich dann aber etwas rascher. Die länderspezifischen Szenarien erlauben auch die Antwort auf die Frage, wie stark die deutsche Wirtschaft von dem Wirtschaftseinbruch eines bestimmten Landes aus dem europäischen Länderkreis betroffen ist. Es zeigt sich, dass es für Deutschland zu keinen messbaren Produktionsverlusten kommt. Umgekehrt führt ein schwerer konjunktureller Einbruch in Deutschland aber zu einem spürbaren Rückgang des Produktionszuwachses im selben Jahr insbesondere in Tschechien und in Polen.

Publikation lesen

Arbeitspapiere

cover_DP_2017-14.jpg

Monetary Policy in an Oil-dependent Economy in the Presence of Multiple Shocks

Andrej Drygalla

in: IWH-Diskussionspapiere, Nr. 14, 2017

Abstract

Russian monetary policy has been challenged by large and continuous private capital outflows and a sharp drop in oil prices during 2014, with both ongoings having put a significant depreciation pressure on the ruble and having led the central bank to eventually give up its exchange rate management strategy. Against this background, this paper estimates a small open economy model for Russia, featuring an oil price sector and extended by a specification of the foreign exchange market to correctly account for systematic central bank interventions. We find that shocks to the oil price and private capital flows substantially affect domestic variables such as inflation, output and the exchange rate. Simulations of the model for the estimated actual strategy and five alternative regimes suggest that the vulnerability of the Russian economy to external shocks can substantially be lowered by adopting some form of an inflation targeting strategy. Foreign exchange intervention-based policy strategies to target the nominal exchange rate or the ruble price of oil, on the other hand, prove inferior to the policy in place.

Publikation lesen
Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft LogoTotal-Equality-LogoWeltoffen Logo