Dr. Andrej Drygalla

Dr. Andrej Drygalla
Aktuelle Position

seit 11/20

Programme Manager des IWH Doctoral Programme in Economics (IWH-DPE)

Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)

seit 9/10

Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Makroökonomik

Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)

Forschungsschwerpunkte

  • allgemeine Gleichgewichtsmodelle offener Volkswirtschaften
  • internationale Makroökonomik, insb. Währungspolitik

Seit 2010 ist Andrej Drygalla wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Makroökonomik. Des Weiteren ist er seit 2020 Programme Manager des Doktorandenprogramms am IWH. Er forscht zu den Themen internationale Makroökonomik und Währungspolitik.

Andrej Drygalla studierte und promovierte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

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Dr. Andrej Drygalla
Dr. Andrej Drygalla
Mitglied - Abteilung Makroökonomik
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Publikationen

Neueste Publikationen

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Die veränderten Wettbewerbsbedingungen von Nordrhein-Westfalen durch ein verändertes ‚level-playing-field‘ in den Wirtschaftsbeziehungen zum Vereinigten Königreich und Nordirland

Hans-Ulrich Brautzsch Andrej Drygalla Oliver Holtemöller Martina Kämpfe Axel Lindner

in: IWH Studies, Nr. 1, 2021

Abstract

Am 31.01.2020 ist das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland (Großbritannien) aus der Europäischen Union (EU) ausgetreten. Das Land ist bisher als Handelspartner der nordrhein-westfälischen Wirtschaft von erheblicher Bedeutung gewesen: 2015, im Jahr vor dem britischen Volksentscheid zugunsten eines Austritts, war es mit einem Anteil von 7,7% der drittwichtigste Absatzmarkt für Warenexporte aus Nordrhein-Westfalen, und immerhin 4,6% aller Warenimporte stammten aus Großbritannien. In der vorliegenden Studie werden die Konsequenzen des Brexit für das Land Nordrhein-Westfalen erörtert. Der Fokus liegt dabei auf der kurzen bis mittleren Frist, denn das zentrale Instrument der Analyse, die Input-Output-Rechnung, nutzt Informationen über gegenwärtige Wirtschaftsstrukturen, die sich an die nach dem Austritt Großbritanniens neuen Rahmenbedingungen im Lauf der Zeit anpassen werden. Die Perspektiven für die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU, wie sie sich im Frühjahr 2020 darstellen, werden am Anfang der Studie (Abschnitt 2) skizziert. Daran schließt sich ein Überblick der Literatur zu den wirtschaftlichen Folgen des Brexit für Europa, für Deutschland und für einzelne Regionen an (Abschnitt 3). Das zentrale Kapitel der Studie (Abschnitt 4) beleuchtet die Effekte des Brexit auf die Wirtschaft Nordrhein-Westfalens. Dabei geht es vor allem um den Güterhandel, die Produktion und die Beschäftigung, aber auch um Effekte auf Investitionen und Arbeitsproduktivität. Um auch wichtige indirekte Effekte über Vorleistungsbeziehungen zu erfassen, kommt die Input-Output-Analyse zum Einsatz. Nach einer kurzen Darstellung der Wirtschaftsstruktur Nordrhein-Westfalens und der Handelsverflechtungen zwischen Großbritannien, Deutschland und der EU werden die kurz- bis mittelfristigen Effekte des Brexit auf den Güterhandel, die Produktion und die Beschäftigung in Deutschland und in neun nordrhein-westfälischen Regionen simuliert. An die so erzielten Ergebnisse schließen sich qualitative Überlegungen zu den Effekten auf Investitionstätigkeit und Produktivitätsentwicklung an. In Abschnitt 5 wird diskutiert, ob sich mit dem Brexit nicht auch Chancen für die Wirtschaft Nordrhein-Westfalens bieten. Zu diesem Zweck wird untersucht, in welchen Branchen sowohl Großbritannien als auch Nordrhein-Westfalen bisher innerhalb der EU komparative Vorteile gehabt haben, und ob der Austritt Großbritanniens dort Marktanteilsgewinne der heimischen Wirtschaft ermöglichen könnte. In Abschnitt 6 wird der Frage nachgegangen, welche Instrumente und Maßnahmen von der Politik genutzt werden könnten, um einen fairen und regelbasierten Wettbewerb auf Basis des bisherigen ‚level-playing-field‘ zwischen nordrhein-westfälischen und britischen Unternehmen zu gewährleisten. In einem abschließenden Abschnitt 7 werden die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammengefasst.

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Hohes öffentliches Defizit nicht nur wegen Corona – Mittelfristige Handlungsmöglichkeiten für den Staat

Andrej Drygalla Oliver Holtemöller Axel Lindner Matthias Wieschemeyer Götz Zeddies Katja Heinisch

in: Konjunktur aktuell, Nr. 4, 2020

Abstract

Nach der Mittelfristprojektion des IWH wird das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in den Jahren bis 2025 preisbereinigt um durchschnittlich ½% wachsen, und damit einen Prozentpunkt langsamer als im Zeitraum von 2013 bis 2019. Dies ist nicht nur auf den starken Einbruch im Jahr 2020 zurückzuführen, sondern auch darauf, dass die Erwerbsbevölkerung spürbar zurückgehen wird. Die Staatseinnahmen expandieren deutlich langsamer als in den vergangenen Jahren. Auch nach Überwindung der Pandemiekrise dürfte der Staatshaushalt im Fall unveränderter gesetzlicher Rahmenbedingungen ein strukturelles Defizit von etwa 2% relativ zum Bruttoinlandsprodukt aufweisen, und die Schuldenbremse würde weiter verletzt. Konsolidierungsmaßnahmen zur Rückführung dieser Defizitquote auf ½% würden die Produktion in Deutschland unter die Normalauslastung drücken. Mit Hilfe des finanzpolitischen Simulationsmodells des IWH kann gezeigt werden, dass dabei eine ausgabenseitige Konsolidierung die Produktion weniger belastet als eine einnahmenseitige. Es spricht, auch aus theoretischer Sicht, viel dafür, die Schuldenbremse zwar nicht abzuschaffen, aber ein Stück weit zu lockern.

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Switching to Good Policy? The Case of Central and Eastern European Inflation Targeters

Andrej Drygalla

in: Macroeconomic Dynamics, Nr. 8, 2020

Abstract

The paper analyzes how actual monetary policy changed following the official adoption of inflation targeting in the Czech Republic, Hungary, and Poland and how it affected the volatilities of important macroeconomic variables in the years thereafter. To disentangle the effects of the policy shift from exogenous changes in the volatilities of these variables, a Markov-switching dynamic stochastic general equilibrium model is estimated that allows for regime switches in the policy parameters and the volatilities of shocks hitting the economies. Whereas estimation results reveal periods of high and low volatility for all three economies, the presence of different policy regimes is supported by the underlying data for the Czech Republic and Poland, only. In both economies, monetary policy switched from weak and unsystematic to strong and systematic responses to inflation dynamics. Simulation results suggest that the policy shifts of both central banks successfully reduced inflation volatility in the following years. The observed reduction in output volatility, on the other hand, is attributed more to a reduction in the size of external shocks.

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Arbeitspapiere

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Monetary Policy in an Oil-dependent Economy in the Presence of Multiple Shocks

Andrej Drygalla

in: IWH Discussion Papers, Nr. 14, 2017

Abstract

Russian monetary policy has been challenged by large and continuous private capital outflows and a sharp drop in oil prices during 2014, with both ongoings having put a significant depreciation pressure on the ruble and having led the central bank to eventually give up its exchange rate management strategy. Against this background, this paper estimates a small open economy model for Russia, featuring an oil price sector and extended by a specification of the foreign exchange market to correctly account for systematic central bank interventions. We find that shocks to the oil price and private capital flows substantially affect domestic variables such as inflation, output and the exchange rate. Simulations of the model for the estimated actual strategy and five alternative regimes suggest that the vulnerability of the Russian economy to external shocks can substantially be lowered by adopting some form of an inflation targeting strategy. Foreign exchange intervention-based policy strategies to target the nominal exchange rate or the ruble price of oil, on the other hand, prove inferior to the policy in place.

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